Welzheim

Warum muss bei Corona-Fällen in der Welzheimer Asylunterkunft ein Sicherheitsdient eingesetzt werden?

Asylcontainer
In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Welzheim stehen alle Bewohner unter Quarantäne. © Gabriel Habermann

Die Kastell-Realschule ist aktuell von einem umfangreicheren Corona-Fall betroffen. Durch die exakt eingehaltenen Hygienevorschriften sind viele Schüler nicht betroffen, obwohl sie mit der infizierten Person zusammen im Klassenraum waren. Von insgesamt acht Klassen sind damit verhältnismäßig wenige Schülerinnen und Schüler enge Kontaktpersonen und in Quarantäne. Dies betrifft 23 Schülerinnen und Schüler aus Welzheim, Kaisersbach, Alfdorf und Rudersberg, des Weiteren eine Lehrkraft, zwei Elternteile und zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Die Schulleitung hat die Elternschaft informiert. Die Kontaktpersonen können kurzfristig getestet werden.

26 Bewohner in der Gemeinschaftsunterkunft

Auch in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Paul-Dannenmann-Straße wurde am Dienstag ein positives Covid-19-Testergebnis gemeldet. Die Unterkunft wird vom Landkreis zur vorläufigen Unterbringung geflüchteter Menschen betrieben und betreut. Die Stadt ist in engem Kontakt mit dem Landratsamt. Der Betroffene ist räumlich isoliert. Um eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen, finden in den nächsten Tagen vom Gesundheitsamt angeordnete Reihentestungen statt.

Die 26 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft sind durch die Stadt Welzheim bereits unter Quarantäne gestellt worden. Das Landratsamt sorgt für die Versorgung der Bewohner und hat zur Unterstützung der Quarantäne einen Sicherheitsdienst vor Ort installiert.

„Der Sicherheitsdienst ist bereits vor Ort tätig, damit die Quarantäne eingehalten wird. Wenn alle Tests vorliegen, werden wir uns mit dem Landratsamt weiterbesprechen, um die nächsten Schritte bekanntzugeben“, sagt Uwe Lehar, Pressesprecher der Stadt Welzheim. Warum werden aber Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft kontrolliert, dass sogar ein Sicherheitsdienst vor Ort sein muss? Vor privaten Häusern stehen auch keine Sicherheitsdienste, um die Quarantäne zu kontrollieren, oder?

„Man muss hier private Haushalte und Gemeinschaftsunterkünfte trennen. In dieser Gemeinschaftsunterkunft leben fast nur Einzelpersonen, die alle unterschiedliche Sprachen sprechen. Daher ist es wichtig, dass ein Sicherheitsdienst vor Ort erklärt und kontrolliert, warum man jetzt in Quarantäne bleiben muss und warum niemand in die Unterkunft zu Besuch kommen darf. Hier helfen auch Dolmetscher vor Ort“, antwortet Uwe Lehar von der Stadt Welzheim. Und in privaten Haushalten werden zudem stichprobenartig Kontrollen durchgeführt, ob die Quarantäne eingehalten werde, bestätigt Lehar.

Quarantäne und auch die Corona-Regeln gemeinsam einhalten

Auch nach einem Monat „Lockdown light“ im Landkreis, aber auch in Welzheim, ist kein Rückgang der hohen Inzidenzen auf ein beherrschbares Maß festzustellen. Zwar wurde durch die Maßnahmen die exponentielle Steigerung gebrochen, allerdings verharrt der Wert der Ansteckungen im Rems-Murr-Kreis bei stabil um die 150 pro 100 000 Einwohner. In Welzheim das gleiche Bild – stabil um die 15 positive Fälle, etwa 50 Kategorie-1-Quarantänen.

Wenn man die Kindergartengruppen und Schulklassen zusammennimmt, sind aktuell stabil etwa drei Gruppen pro Woche tageweise zu Hause, um Verdachtsfälle abzuwarten, oder gehen dann in Quarantäne.

Im Rathaus sind seit dieser Woche verschiedene organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um in jedem Fall arbeitsfähig zu bleiben.

Das Bürgerbüro hat seit Montag wieder offen, da die Mitarbeiter aus der Quarantäne zurückgekommen sind. Bürgermeister Bernlöhr appelliert weiter, dass alle gemeinsam die Regeln einhalten.

Die Kastell-Realschule ist aktuell von einem umfangreicheren Corona-Fall betroffen. Durch die exakt eingehaltenen Hygienevorschriften sind viele Schüler nicht betroffen, obwohl sie mit der infizierten Person zusammen im Klassenraum waren. Von insgesamt acht Klassen sind damit verhältnismäßig wenige Schülerinnen und Schüler enge Kontaktpersonen und in Quarantäne. Dies betrifft 23 Schülerinnen und Schüler aus Welzheim, Kaisersbach, Alfdorf und Rudersberg, des Weiteren eine Lehrkraft, zwei

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