Welzheim

Was für den Abi-Ball in Welzheim geplant ist

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Sie haben für ihren Abi-Ball fleißig organisiert und vorbereitet: Unser Bild zeigt von links nach rechts das Team des Abi-Ball-Komitees: Selina Klenk, Kai Bäuerle, Robin Wenz, Lea Hudelmaier und Julia Köngeter. Nicht im Bild, aber mitverantwortlich war auch Marlene Jahnel. © Ralph Steinemann Pressefoto

Langsam wird es ernst. „Das ist der letzte Termin, der mit der Schule in irgendeiner Weise zu tun hat“, stellt Robin Wenz fest. Er und das Organisationsteam für den bevorstehenden Abitur-Ball berichten vom Stand der Vorbereitungen für den großen Abend in der Schulbibliothek des Limes-Gymnasiums. Die Mitglieder des Abi-Ball-Komitees haben auf dem Weg dorthin ein Klassenzimmer durchquert, in dem ein Lehrer seine Schüler unterrichtet, ganz normaler Schulbetrieb. Aber nicht mehr für die Abiturienten. „Es ist schon jetzt merkwürdig, wenn man sich klarmacht, dass man damit eigentlich nichts mehr zu tun hat.“

Luftballons mit Zetteln für Wünsche und Träume

Wichtige Meilensteine liegen bereits hinter den Schülern, Momente, an die sie sich zurückerinnern werden: das von der Corona-Pandemie geprägte Schuljahr, Lernstress, die Prüfungen, die feierliche Zeugnisübergabe, die die Eltern mit einem kleinen Sektempfang festlich umrahmt haben. Zettel für die Träume und Wünsche der Schüler gab es da, die an Luftballons auf die Reise in die Zukunft geschickt wurden. „Es war eine ganz nette Atmosphäre“, freut sich auch Edeltraud Grassmann vom Schulleitungsteam.

Und nach und nach wird der Gedanke real, dass nach den langen gemeinsamen Jahren der Abschied von der Schülerzeit bevorsteht. „Ganz langsam, ja. Irgendwie ist es schon so ein bisschen unrealistisch“, findet Lea Hudelmaier.

Anzug oder Kleid, lang oder kurz, stilvoll eben

Aber jetzt steht erst mal noch der Abitur-Ball an. Am Samstag ist es so weit. Der „Dresscode“ für den Abend steht fest: „Festlich, wie man es kennt“, bringt es Selina Klenk auf den Punkt. Anzug oder Kleid, lang oder kurz, werden von den Gästen erwartet, stilvoll eben.

"Mit der Zeit nahm der Optimismus zu"

„Wir sind froh, dass es überhaupt klappt“, sind sich die Mitglieder des Abi-Ball-Komitees einig. In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung von einem anfänglichen „Niemals klappt es“ in den Zeiten mit hohen Infektionszahlen allmählich gewandelt. „Mit der Zeit nahm der Optimismus zu“, erinnert sich Robin Wenz. Anfang Juni dann, bei sinkenden Infektionszahlen, haben die Aktiven die Justinus-Kerner-Halle reserviert. Und sind bei der Planung bedacht zu Werk gegangen. Das Abi-Ball-Komitee hat vorsichtshalber nur mit bis zu 200 Gästen geplant für den Fall, dass die Sieben-Tage-Inzidenz amtlich festgestellt auf über zehn Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner steigen könnte.

Es gibt ein Hygienekonzept für den großen Abend

So war klar, dass jeder Abiturient auf jeden Fall mit seinen Eltern kommen kann, und die Lehrer und die Schulleitung ebenfalls mitfeiern können. Für den Fall, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei einem Wert unter zehn bleibt, davon ist zumindest nach offiziellem Feststellungsmodus für den Ball auszugehen, können Geschwister oder Freunde mitgebracht werden, denn dann können bis zu 300 Gäste den großen Abend erleben.

Es gibt ein Hygienekonzept für den Abi-Ball. Einlass in die Justinus-Kerner-Halle erhält, wer geimpft, getestet oder genesen ist und das nachweisen kann. Am Eingang wird das kontrolliert, und es wird eine Anwesenheitsliste geführt. Die Bar wird mit einem Spuckschutz versehen. Am Buffet besteht Masken- und Desinfektionspflicht. Die Gäste werden an Tischen mit Sitzplätzen Platz nehmen, die Tische werden regelmäßig desinfiziert, geben die Mitglieder des Abi-Ball-Komitees Auskunft.

Ältere Geschwister übernehmen den Ausschank, Eltern helfen beim Aufbau

Das Buffet soll mit Fingerfood bestückt werden, „jeder bringt etwas mit“. Das hält die Kosten niedriger, denn die Abiturienten konnten die klassischen Möglichkeiten, um vorab Geld für den Ball zu sammeln, wie Kuchen- oder Waffelverkäufe, coronabedingt nicht umsetzen. Gleichzeitig muss dank der kostengünstigeren Variante, fünf Euro werden pro Person für den Eintritt bezahlt, nach dem Ball auch weniger Geschirr abgespült werden. Die Getränke wurden bei einem Lieferanten bestellt, ältere Geschwister übernehmen den Ausschank. Die Eltern helfen beim Aufbau für den Abend, für die Tischdekoration wird gesorgt. So haben die Organisatoren bereits vieles vorbereitet.

Preise werden überreicht, Zeugnisse auch, noch einmal

Auch etliche Programmpunkte des Abends sind bereits gesetzt, wenngleich zum Zeitpunkt des Gesprächs mit unserer Zeitung noch nicht alle Planungen fix waren. Preise werden überreicht. Zeugnisse auch, noch einmal und in neuer Ausfertigung, weil sich in den bereits überreichten eine alte Verordnung anstelle einer neuen fand, was nicht an der Schule lag, aber nun seine Richtigkeit haben wird. Darüber hinaus wird die Schulleitung eine Rede halten, von Schülerseite gibt es eine Abi-Rede, den Lehrern wird gedankt. Und: „Es darf getanzt werden. Wir haben einen DJ.“ Für Schnappschüsse zur Erinnerung wird eine Fotoecke eingerichtet.

Zukunftsvorstellungen: „Jeder hat schon irgendeinen Plan“

Nach dem Abitur-Ball geht es dann bald hinaus ins Leben, in die nähere oder weite Welt. „Jeder hat schon irgendeinen Plan“, sagen die Mitstreiter des Abi-Ball-Komitees. Sie selbst ebenso: Arbeiten und Geld verdienen für eine Reise nach Australien etwa, die die Pandemie hoffentlich zulassen wird, ein Freiwilliges Soziales Jahr, Einführungspraktika in den Rathäusern in Welzheim und Rudersberg fürs Studium des Public Management, die Abiturienten haben konkrete Vorstellungen. Egal, ob hierzulande oder in der Ferne: Die Zukunft liegt vor ihnen.

Langsam wird es ernst. „Das ist der letzte Termin, der mit der Schule in irgendeiner Weise zu tun hat“, stellt Robin Wenz fest. Er und das Organisationsteam für den bevorstehenden Abitur-Ball berichten vom Stand der Vorbereitungen für den großen Abend in der Schulbibliothek des Limes-Gymnasiums. Die Mitglieder des Abi-Ball-Komitees haben auf dem Weg dorthin ein Klassenzimmer durchquert, in dem ein Lehrer seine Schüler unterrichtet, ganz normaler Schulbetrieb. Aber nicht mehr für die

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