Welzheim

Wegen Corona: Kein Unterricht für Klasse 2 an der Bürgfeldschule Welzheim

Klassenzimmer Schule Stühle Klasse Symbol Symbolbild
Symbolbild. © Pixabay (CC0 Creative Commons)

Der Schulbeginn fiel für die Klassenstufe 2 der Bürgfeldschule am Montag (14.09.) aus. Der Grund: Eine der Lehrerinnen hatte sich, noch kurz vor Ende der Sommerferien, mit dem Coronavirus infiziert. Weil sie bei den Unterrichtsvorbereitungen mit drei weiteren Lehrerinnen in Kontakt war (wohlgemerkt mit Abstand), mussten alle vier in Quarantäne gehen – mit der Konsequenz, dass am Montag für die Klassenstufe 2 kein Präsenzunterricht stattfinden konnte.

Quarantäne - trotz negativer Tests

„Für uns als Schule ist das eine Katastrophe“, sagt Rektor Michael Huy. Denn das zuständige Gesundheitsamt hat, trotz inzwischen negativer Tests bei den drei Lehrerinnen, zunächst angeordnet, dass die vierzehntägige Quarantäne bestehen bleibt. Medizinisch kann Huy das durchaus nachvollziehen. So lange sei nun mal die Inkubationszeit.

Für die Schulpraxis könnten sich daraus in diesem Winter aber noch große Herausforderungen ergeben. Es sei schon ein kleiner Schock gewesen, als sie das erfahren hätten, sagt Huy. Auch das für den Fall nicht zuständige Gesundheitsamt Rems-Murr (die betroffene Lehrerin lebt nicht im Kreis) empfiehlt, in solchen Fällen besser 14 Tage zuhause zu bleiben. Bei Lehrkräften müsse man besondere Vorsicht walten lassen, so Landratsamts-Pressesprecherin Leonie Ries.

Vorerst kein Präsenzunterricht bis Ende kommender Woche

Denn wenn es so bleibt, wie vom Amt vorgesehen, kann bis Ende kommender Woche kein Präsenzunterricht stattfinden. Es mangelt schlicht an Lehrern. Die Schule habe inzwischen eine Notbetreuung eingerichtet, sagt Huy. Und über eine Online-Plattform wurden Unterrichts-Materialien hochgeladen. Außerdem habe ein Lehrer Materialien an Familien verteilt, die keinen Zugang zu der Plattform haben. Ein Fernunterricht per Video findet bisher nicht statt.

Der Unmut der Eltern ist entsprechend groß. „Es gibt keine Lösung und kein Konzept“, kritisiert Elternvertreterin Nadine Maier, die sich als berufstätige Mutter mit der Situation alleine gelassen fühlt. Am Mittwochnachmittag hat deshalb ein Gespräch zwischen Schulleitung und Elternvertretung stattgefunden. Denn auch der Schule ist daran gelegen, dass die Zweitklässler, die letztes Schuljahr schon einen schlechten Start hatten, nicht wieder auf der Strecke bleiben.

Vor dem Gespräch am Mittwoch fasste Konrektorin Alexandra Trischtler die Lage so zusammen: „Wir hängen im Moment in der Luft.“