Welzheim

Welzheim: Großer Trubel auf dem Holz- und Bauernmarkt

Bauernmarkt
Der Holz- und Bauernmarkt lockte in die Welzheimer Innenstadt. © Gaby Schneider

Vor einer guten Woche haben noch alle über die Hitze gestöhnt, jetzt hätte man sich fast ein wenig mehr Wärme gewünscht. Und weniger Regen. Aber um kurz vor zwei am vergangenen Sonntag ist es trocken, und auf dem Holz- und Bauernmarkt sind jede Menge Besucher unterwegs.

Natürlich hat auch das Museum geöffnet, und wer sich an den beiden Kaltblut-Pferden mit dem reich geschmückten Zaumzeug vor einem Karren mit Holzstämmen aus dem Welzheimer Wald vorbeigeschoben hat, kann eine kleine Reise in die Vergangenheit machen. In der Scheune hämmert ein Schmied. Man kann in einer kleinen Ausstellung in einem Seitenraum bewundern, mit welchen Utensilien die Frauen in alten Zeiten der Schmutzwäsche zu Leibe gerückt sind, und hinter einem kleinen Tisch bückt sich Jörg Mürdter aus Alfdorf über eine Sandsteinplatte, „Museum Welzheim“ ist darauf mit Kreide vorgezeichnet, und er schlägt mit dem Hammer auf den kleinen Meißel, der die Konturen der Buchstaben in die Oberfläche gräbt. „Wenn da was schiefgoht, dann isch’s hee, odr?“, bemerkt ein Mann, der ihm fasziniert zuschaut. „Dann dreh I d’r Schtoi om ond gang nach Hause.“

Im Museumshof ist Handarbeit angesagt

Jörg Mürdter lacht. Normalerweise arbeitet er gern mit dem Presslufthammer, das geht schneller; aber im Museumshof ist Handarbeit angesagt. 1967 hat er seine Prüfung gemacht, erzählt er, und er hat in der Bauhütte des Freiburger Münsters genauso gearbeitet wie in Schwäbisch Gmünd. Jetzt zeigt er seinen Zuschauern und Zuschauerinnen hautnah, wie früher Reliefs und Ausschmückungen an den Kirchen entstanden sind.

Der Apfelkuchen mit Zimt schmeckt wie bei Oma

Wer Appetit auf den Markt mitgebracht hat, muss sich um das leibliche Wohl keine Sorgen machen. Bubble-Waffeln mit zahllosen, bunt-süßen Füllungen gibt es ebenso wie die „Marktklassiker“: Salzkuchen, Würstchen und Steak im Brot. Man kann sich zum Nachtisch Crêpes gönnen oder an vielen Ständen anderes, süßes Gebäck kaufen. An einem Stand gibt es nicht nur einen „Wochenendkuchen“ mit Äpfeln und Zimt, der original schmeckt wie einst der von Oma, sondern auch luftige Dinkelstangen und leckeres Holzofenbrot. Bei der Dame vor dem Käsewagen darf man den „Alpenspitz“ kosten - einen reifen Bergkäse, der trotzdem noch ein herrlich cremiges, sanftes Aroma hat. Dazu gibt es geräucherten Scamorza, milde Camemberts und frische Butter.

Gesichtspeeling mit Zucker und Zitrone

An einem Stand auf der Wilhelmstraße duftet es köstlich nach Kräuter- und Blumenseifen. Neben einem Gesichtspeeling mit Zitrone und Zucker gibt es auch bunte Wollknäuel, und die junge Verkäuferin erklärt auf Wunsch gerne, mit welcher Technik sie ihr großes Schultertuch gestrickt hat. Man schlendert zwischen den Ständen hindurch, kann hier Honig und Wabenkerzen kaufen und dort Schuhe anprobieren, denn auch viele Geschäfte haben an diesem verkaufsoffenen Sonntag geöffnet. Anziehungspunkt für die kleinen Besucher ist die Kugel, die an einem Laternenmast befestigt immer dann Seifenblasen ausspuckt und durch die Luft wirbeln lässt, wenn der Wind hineinfährt.

Irgendwann kommen nur noch Landmaschinen und Motorsägen. Man wirft einen Blick in den bleigrauen Himmel: Bevor man nach Hause geht, könnte man sich am Stand noch ein paar Pfefferbeißer fürs Abendvesper kaufen. Und neben allem anderen war auch die Schwarzwurst ziemlich klasse … der Besuch auf dem Holz- und Bauernmarkt hat sich (mal wieder) gelohnt.

Vor einer guten Woche haben noch alle über die Hitze gestöhnt, jetzt hätte man sich fast ein wenig mehr Wärme gewünscht. Und weniger Regen. Aber um kurz vor zwei am vergangenen Sonntag ist es trocken, und auf dem Holz- und Bauernmarkt sind jede Menge Besucher unterwegs.

Natürlich hat auch das Museum geöffnet, und wer sich an den beiden Kaltblut-Pferden mit dem reich geschmückten Zaumzeug vor einem Karren mit Holzstämmen aus dem Welzheimer Wald vorbeigeschoben hat, kann eine kleine

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