Welzheim

Welzheim: Wie der Lichtblick-Diakonieverein Menschen in Not unterstützt

Lichtblick-Fest
Viel Freude hatten die Gäste beim Grillfest des Diakonievereins. © Gabriel Habermann

Auf ein durch und durch gelungenes Grillfest konnten am Ende der Mühe Thorsten Ameis und sein Mitstreiterteam zurückblicken. „Lichtblick - Diakonieverein Welzheim e.V.“ hatten am Samstag zu einem Grillfest in den Garten der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) im Amselweg eingeladen. „Es passte alles optimal für ein sehr gemütliches Beisammensein“, lautete Ameis’ Fazit. „Der Nachmittag bot den perfekten Rahmen für gute Gespräche, für leckeres gemeinsames Essen vom Grill und für ungezwungenes Beisammensein, bei dem wenigstens für ein paar Stunden jeder die Last des Alltags hinter sich ablegen konnte.“ Selbst das Wetter spielte mit: Sonnenschein und blauer Himmel, während gleichzeitig ein leichter Wind für Abkühlung sorgte. Man sei der Reservistenkameradschaft dankbar dafür, dass sie ihren Pavillon zur Verfügung stellte, damit man für alle Eventualitäten gewappnet sei, betonte Ameis. „Unsere Gäste fühlten sich bei uns rundum wohl und gut aufgehoben.“

"Lichtblick" unterstützt Menschen in Not

Bei diesen Gästen handelte sich um einen Teil der Welzheimer, deren Alltag sich nicht unbedingt auf der Sonnenseite der Straße des Lebens abspielt. „Lichtblick“ unterstützt sie seit September 2005 gezielt nach dem Motto „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Der Zweck des Vereins, erklärte Gründungsmitglied Kirsten Straub, bestehe darin, in geschützter Atmosphäre die Lebenssituation von Menschen in seelischer oder materieller Not zu verbessern. Dazu gehörten das Angebot zu Gesprächen in angenehmer Atmosphäre, eine Kleiderkammer, eine mit gut erhaltenen Stücken ausgestattete Möbelkammer und in besonderen Härtefällen eine gezielte finanzielle Unterstützung mit Gutscheinen für Nahrungsmittel oder andere lebensnotwendige Dinge.

Diese Hilfe, ergänzte Vereinsvorsitzender Thorsten Ameis, werde ohne Unterscheidung nach Geschlecht, Abstammung, Rasse, Alter, Sprache, Herkunft, Konfession oder politischer Anschauung geleistet. Der Verein ist überkonfessionell und steht allen Menschen guten Willens offen; der Antrieb sei das christliche Menschenbild und der Grundsatz der Nächstenliebe. Für seine ehrenamtlich geleistete Arbeit, betonte Ameis, sei der Verein auf Spenden und weitere Helfer angewiesen. Jeder Mann und jede Frau sei willkommen.

Weihnachten ist die Not besonders groß

In „normalen Zeiten“, blickte Ameis zurück, lade man zu einer Weihnachtsfeier ins evangelische Gemeindehaus ein. Gerade an den Tagen um Weihnachten seien das seelische Elend, Einsamkeit, Perspektivlosigkeit, der Verlust eines geliebten Menschen, aber auch die materielle Not besonders schmerzhaft zu spüren. Umso notwendiger sei es dann, den Menschen einen Lichtblick zu geben. „Doch leider lebten wir nicht in normalen Zeiten“, bedauerte Ameis. Bedingt durch die Pandemie und die Einschränkungen sei es in den vergangenen zwei Jahren nicht möglich gewesen, an Weihnachten Gemeinschaft zu pflegen. Ob es dieses Jahr möglich sein werde, könne im Augenblick noch niemand vorhersagen.

Aus diesem Grund gab es nun ein Grillfest. Die Einladungen wurden mit Unterstützung der Stadt verschickt, über die Medien habe man parallel informiert, und nun freue man sich über jeden einzelnen der 40 Besucherinnen und Besucher in der Baptistengemeinde.

Pastsor Ralf Gottwald spielte ein Einpersonen-Stück

Diese stellte für diesen Tag nicht nur ihren Garten und ihre Kirche zur Verfügung. Pastor Ralf Gottwald setzte mit einem Einpersonen-Bühnenstück über die Begegnung des blinden Bartimäus mit Jesus einen besinnlich-unterhaltsamen Kontrapunkt zu Steak, Wurst, Salat und Limonade. Bei den ersten der Gäste handelte es sich um ein ukrainisches Ehepaar jüdischen Glaubens. Sie lebten schon seit 21 Jahren in Welzheim, erzählten sie. Aus ihrer Lebensbahn habe sie der Verlust ihrer Arbeit geworfen, das Entsetzen über das, was über ihre Heimat hereingebrochen sei, mache es ihnen im Augenblick unmöglich, in diese Bahnen zurückzufinden.

Auf die Frage, was ihre Motivation für das Engagement in „Lichtblick“ sei, antworteten Heide Friz und Gertraud Knödler, unisono wie aus der Pistole geschossen: „Weil es notwendig ist!“

Auf ein durch und durch gelungenes Grillfest konnten am Ende der Mühe Thorsten Ameis und sein Mitstreiterteam zurückblicken. „Lichtblick - Diakonieverein Welzheim e.V.“ hatten am Samstag zu einem Grillfest in den Garten der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) im Amselweg eingeladen. „Es passte alles optimal für ein sehr gemütliches Beisammensein“, lautete Ameis’ Fazit. „Der Nachmittag bot den perfekten Rahmen für gute Gespräche, für leckeres gemeinsames Essen vom Grill und für

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