Welzheim

Welzheimer Busbahnhof soll neu gestaltet werden: Das ist geplant

Stadtsanierung
Im Moment kein schöner Anblick: Postweg mit Blickrichtung Omnibusbahnhof, links ist das neue Wohnheim der Laufenmühle zu sehen. © Rainer Stütz

Rund zwei Millionen Euro will die Stadt Welzheim in den Omnibusbahnhof, den Postweg und die Bahnhofstraße investieren. Ziel ist es, mit einem grünen Band den Bahnhofsbereich mit der Innenstadt besser zu verbinden. Vorbehaltlich, dass der Betrag im neuen Haushalt finanziert werden kann, beschloss der Gemeinderat, das Büro ARP mit der weiteren Planung zu beauftragen. Vom Regierungspräsidium Stuttgart gab es bereits positive Signale, dass der Umbau des Busbahnhofs in die Förderung Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz aufgenommen wird. Die letzte Entscheidung darüber fällt das Verkehrsministerium Baden-Württemberg in Stuttgart.

Kanal- und Wasserleitungen müssen ausgetauscht werden

Der Postweg soll im westlichen Teil als verkehrsberuhigter Bereich ausgebaut werden. Bei den Bauarbeiten sollen der Kanal und die Trinkwasserleitung in der Bahnhofstraße und in der Kurzen Straße erneuert werden. Das Büro ARP aus Stuttgart hat in den vergangenen Jahrzehnten alle Sanierungsabschnitte in Welzheim begleitet. Das Gesamthonorar für die Planung beträgt rund 223 200 Euro.

Der Busbahnhof ist nicht mehr zeitgemäß. Das sieht nicht nur der Bürger, das spürt auch der Nutzer jeden Tag. Der Postweg ist eine wichtige Verbindung für die Fußgänger zwischen Bahnhof und Innenstadt und führt künftig am Wohn- und Geschäftshaus am Feuersee mit dem Drogeriemarkt Rossmann und dem Textildiscounter Takko vorbei. Hier stellt sich die Stadt ein grünes, verbindendes Band vor und nicht eine öde Grünfläche wie heute.

Zusätzliche Wartezonen sollen geschaffen werden

Auch wenn der Busbahnhof trotz starker Nutzung einen vergleichsweise guten Zustand hat, können zusätzliche Sitzmöglichkeiten und überdachte, wettergeschützte Wartezonen die Qualität deutlich verbessern. Die öffentlichen Toiletten entsprechen nicht mehr den Erfordernissen einer behindertengerechten Einrichtung. Die vorhandene Fahrgastanzeige muss ebenfalls auf den aktuellen technischen Standard gebracht werden.

Den Grünzug vom Kirchplatz/Feuersee zum ZOB haben die Stadtplaner als wichtige innerstädtische Grünachse hervorgehoben. Deshalb ist die Anknüpfung des ZOB an die Bahnhofstraße eine zentrale gestalterische Aufgabe des Vorhabens. Ein neugestalteter Omnibusbahnhof kann zusammen mit der touristischen Museumsbahn und ergänzt mit modernen Elementen wie E-Bike-Safe, E-Ladestationen, Radverleih eine zeitgemäße Mobilitätsdrehscheibe werden.

Mittel aus dem Programm Städtebauförderung des Landes

Die Neugestaltung ist im fünften Sanierungsabschnitt enthalten. Damit könnten über das Programm Städtebauförderung des Landes 60 Prozent der Kosten erstattet werden. Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) erlaubt die Bezuschussung des Baus von Verkehrsanlagen mit 50 Prozent der Kosten.

Vorteil der beschlossenen Konzeption ist, dass dafür nicht alle bewilligten Mittel im Programm des fünften Sanierungsabschnittes verbraucht werden und noch Geld für weitere Projekte zur Verfügung steht, wie etwa Mediathek, Bürgergärten, Bahnhofstraße, Umbau und Erweiterung Rathaus.

Die Entscheidung über die Förderung durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erfolgt im März 2022. Frühester Baubeginn wäre damit vermutlich Herbst 2022. Die Volksbank als Eigentümer des zentralen Bahnhofsgebäudes wird in die weitere Planung einbezogen.

Gesetzliche Vorgabe: Alle wesentlichen Bushaltestellen bis 2027 barrierefrei umgestalten

Der Welzheimer Busbahnhof soll somit nach rund 40 Jahren umfassend erneuert werden. Neben dem baulichen Zustand der Fahrbahnen, der Bordsteine und der Infrastruktureinrichtungen ist ein Auslöser der Planung die gesetzliche Vorgabe, alle wesentlichen Bushaltestellen bis 2027 barrierefrei umzugestalten.

Angesichts dieser Sachlage und der Hoffnung, dass ein größerer Teil der Kosten über Zuschüsse vom Land finanziert werden kann, hat das Projekt gute Chancen, trotz knapper städtischer Mittel auch umgesetzt zu werden.

Rund zwei Millionen Euro will die Stadt Welzheim in den Omnibusbahnhof, den Postweg und die Bahnhofstraße investieren. Ziel ist es, mit einem grünen Band den Bahnhofsbereich mit der Innenstadt besser zu verbinden. Vorbehaltlich, dass der Betrag im neuen Haushalt finanziert werden kann, beschloss der Gemeinderat, das Büro ARP mit der weiteren Planung zu beauftragen. Vom Regierungspräsidium Stuttgart gab es bereits positive Signale, dass der Umbau des Busbahnhofs in die Förderung

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