Welzheim

Welzheimer Römerspielplatz bekommt mehr Schatten: Das ist geplant

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Lisa Kosciankowsky von der Abteilung Stadtplanung im Welzheimer Rathaus zeigt einen Plan zur Beschattung des Kleinkindbereichs. © Ralph Steinemann Pressefoto

„Doch, schön ist er geworden.“ Schon früh am Morgen ist Janina Kaupp mit ihren beiden Jungs auf dem Römerspielplatz anzutreffen. Die Buben, einer ist sieben, der andere wird zwei Jahre alt, haben im Wasserbereich des Spielplatzes ihr Tun. Der heiße Sommertag ist noch jung, die Bäume spenden Schatten, Lachtauben gurren in den Wipfeln. Nur wenige Kinder spielen schon im weißen Sand oder klettern bereits. Entspannt ist die Stimmung, fast wie im Urlaub.

Ein Bereich für Kleinkinder und Angebote für die etwas Älteren

Eigens aus Gschwend ist Janina Kaupp nach Welzheim gekommen, hitzebedingt gleich morgens, damit sich die Kinder auf dem Römerspielplatz vergnügen können. Der ist seit Mitte Juli frisch saniert und findet viel Anklang. Janina Kaupp und ihre Kinder haben schon den alten Römerspielplatz ab und zu besucht, für den runderneuerten sind sie nun bereits zum zweiten Mal hergefahren. Besonders gefällt der jungen Mutter, dass es einen Bereich für die Kleinkinder gibt, ebenso wie Angebote für die etwas Älteren. Dass der Kleinkindbereich noch eine Beschattung erhalten soll, findet sie gut. „Ich denke, das ist auf jeden Fall sinnvoll.“ 

Auch Familie Siegle aus Miedelsbach hat es schon zeitig am Morgen auf den Römerspielplatz gezogen. Es ist ihr erster Besuch auf dem neuen Spielplatz, und der kommt an. „Der alte war schon gut gewesen, stimmig“, meint der Vater. Lobend erwähnt die junge Familie, dass es auch einen Wasserspielbereich gibt. Die Nachricht, dass der Kleinkindbereich noch beschattet werden soll, wird ebenfalls begrüßt. Boule-Kugeln hat die kleine Familie dabei und will noch den Boule-Platz aufsuchen, der im Zuge der Spielplatzsanierung umgezogen ist.

Lage am Stadtpark im Grünen ideal - und an der Haltestelle der Waldbahn

Schatten findet auch Marina Brecht aus Welzheim gut. Sie ist mit ihrem zweijährigen Sohn ebenfalls gleich morgens auf den Spielplatz gegangen, bevor die Temperaturen weiter steigen. Wie gefällt ihr der neugestaltete Römerspielplatz? „Besser wie gewünscht“, erzählt sie. Auch deshalb, weil er Angebote für jede Altersklasse macht. Die Lage am Stadtpark im Grünen ist natürlich ideal - und an der Haltestelle der Schwäbischen Waldbahn. Da denkt Marina Brecht auch an die Touristen, die die Limes-Stadt mit dem Zug besuchen.

Bis in die Stadtverwaltung ist das positive Echo auf den Römerspielplatz ebenfalls gedrungen. „Eigentlich begeistert“, so fasst Lisa Kosciankowsky von der Abteilung Stadtplanung die bisher dort angekommenen Reaktionen zusammen.

Und tatsächlich hat sich auf dem überregional bekannten Römerspielplatz viel getan (wie berichtet). Für die Kinder gibt es, dem Thema Römer gemäß, ein neues Kletter- und Spielgerüst in Form eines Kastells, für das die Rutsche und der Hangelbereich vom alten Spielplatz übernommen werden konnten. „Die Ausstattung wurde deutlich aufgewertet“, sagt Lisa Kosciankowsky.

Der Bereich für die kleinen Kinder ist nun etwas größer. Das hatten sich Eltern bei einer Bürgerbefragung gewünscht, und er nimmt das Thema Römer ebenfalls liebevoll-spielerisch auf.

Darüber hinaus wartet der Spielplatz zusätzlich mit Balanciergeräten, einem Klettergarten sowie einem bodengleichen Trampolin auf. Der große Kletterparcours und das Trampolin speziell für größere Kinder konnten ergänzt werden, weil der Bouleplatz hinter die Tennishalle verlagert wurde.

Das Trampolin war beim Pressebesuch noch eingezäunt, damit der Rasen drum herum gut anwachsen kann, wie überhaupt Absperrungen das junge Grün schützten. Ein Pavillon mit Sitzbänken wird hier künftig seinen Platz finden. „Er kommt Ende September erst aufgrund der aktuellen Lieferzeiten“, sagt Lisa Kosciankowsky. Picknicktisch und Bank sind angefragt und sollten drei, vier Wochen nach der Beauftragung geliefert werden.

Segel werden in Kürze bestellt, in rund vier Wochen sollen sie montiert sein

Im Kleinkindbereich stehen bereits die Robinienpfähle für die Sonnensegel bereit. Zwei dreieckige Sonnensegel sind geplant, die teilweise auch an den Spielgeräten befestigt werden. Sie haben eine Lieferzeit von einem Monat. Die Stadt hat entsprechende Anfragen gestellt, konnte die Segel aber noch nicht beauftragen. Die Aufbauten für die Spanner wurden bereits montiert und die Flächen für die Segel wurden genau vermessen. „Es gibt hier kein Standard-Maß“, sagt Lisa Kosciankowsky für diese Beschattung. Nun werden die Segel in Kürze bestellt. In rund vier Wochen sollen sie montiert sein.

Damit der gesamte Spielplatz natürlichen Schatten bekommt, werden auch im Herbst Bäume gepflanzt.

Warum wurde der Römerspielplatz überhaupt saniert? Das beliebte Ausflugsziel für Familien war in die Jahre gekommen.

Bei der Neugestaltung waren auch Welzheimer Eltern gefragt und beteiligt worden, etliche Wünsche wurden umgesetzt. Stadtplaner Ulrich Finke hatte sich ins Zeug gelegt, eine Konzeption und Planungsvorgaben erarbeitet. Der Gemeinderat hatte sich im vergangenen Jahr für einen entsprechenden Entwurf der Firma Spielart entschieden. Der Bauhof hatte und hat ebenfalls seinen Anteil am Gelingen und bewässert nicht zuletzt auch den neuen Rasen. Am Montag (8. August) ist übrigens geplant, die Zäune rund um das frische Grün zu entfernen.

„Wir sind froh, dass es jetzt so funktioniert hat“, freut sich Ulrich Finke über ein gutes Zusammenspiel der beteiligten Firmen und, dass es in den derzeit schwierigen Zeiten gelang, den Spielplatz vor der Sommerpause fertigzustellen.

Auf dem Spielplatz Hohe Tanne übrigens soll bald ebenfalls ein Sonnensegel den Kleinkindbereich beschatten.

Ein entsprechendes trapezförmiges Sonnensegel ist bereits eingetroffen, berichtet Lisa Kosciankowsky. Die Bauhof-Mitarbeiter sollen es in den nächsten zwei Wochen anbringen. Hier kommt ein vorgefertigtes Segel zum Einsatz, dessen Fläche kleiner ist als die zu beschattende des Kleinkindbereichs auf dem Römerspielplatz. Auch auf dem Spielplatz Hohe Tanne sollen zusätzlich Bäume gepflanzt werden, damit künftig ebenso für natürlichen Schatten gesorgt ist.

„Doch, schön ist er geworden.“ Schon früh am Morgen ist Janina Kaupp mit ihren beiden Jungs auf dem Römerspielplatz anzutreffen. Die Buben, einer ist sieben, der andere wird zwei Jahre alt, haben im Wasserbereich des Spielplatzes ihr Tun. Der heiße Sommertag ist noch jung, die Bäume spenden Schatten, Lachtauben gurren in den Wipfeln. Nur wenige Kinder spielen schon im weißen Sand oder klettern bereits. Entspannt ist die Stimmung, fast wie im Urlaub.

Ein Bereich für Kleinkinder und

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