Welzheim

Welzheimer Tannwald um eine weihnachtliche Attraktion reicher

Weihnachtswald
Auch Familien haben sich am Sonntag aufgemacht, die Überraschungen entlang des neuen Ausflugsziels zu entdecken. © ALEXANDRA PALMIZI

Nicht nur Kinderaugen strahlten am Sonntagvormittag nach einem Spaziergang durch den Welzheimer Tannwald vor Begeisterung. Auch Erwachsene waren Feuer und Flamme von der Idee der Naturparkführer Walter Hieber und Manfred Krautter, die Spaziergänger in einen „Märchenwald“ zu locken und ihnen so die Advents- und Weihnachtszeit zu verzaubern. Einfach voll begeistert seien sie, versicherte ein Ehepaar aus Kernen-Rommelshausen, das sich beim Rundgang seinen Kindheits-Weihnachtserinnerungen hingab. Etwas ganz Tolles habe man sich da einfallen lassen, um die Menschen aus der Wohnung heraus in den Wald hineinzulocken. Aber sie seien Schwäbischer-Wald-Fans, bekannten sie. So gut wie jeden Tag würden sie nach Welzheim heraufkommen, zum Spazieren, Wandern und Einkaufen.

Auch Kinder sollten ihre Freude haben

Nachdem durch die Corona-Pandemie so gut wie alle vorweihnachtlichen Veranstaltungen, darunter auch der Advent im Stadtpark und die Mühlenweihnacht in Murrhardt, eingefroren wurden, habe man sich für die Tage um Weihnachten und den Jahreswechsel etwas Besonderes einfallen lassen müssen, erklärte Walter Hieber. Und was habe näher gelegen, als ein Angebot unter freiem Himmel, dort, wo das Ansteckungsrisiko am niedrigsten sei.

Und dann musste es etwas sein, an dem auch Kinder ihre Freude haben, ergänzte Manfred Krautter. Schließlich müsse man sich nur an die eigene Kindheit erinnern, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie „begeistert“ Kinder davon seien, einfach nur mit den Erwachsenen irgendwo herumzulaufen. Für sie müsse es etwas Außergewöhnliches sein, bei dem ihnen auch Spaß und Unterhaltung geboten werde.

An einem Zauberbaum wachsen Zuckerstangen

Als Männer der Tat richteten Hieber und Krautter den „Weihnachtswald“ ein, einen zweieinhalb Kilometer langen Rundweg, der am Pavillon im Stadtpark beginnt und dann ausgehend vom Adventsgedichte-Pfad durch den Tannwald zurück zum Parkplatz bei den Mammutbäumen führt.

Unterwegs erwartet die Besucher nicht nur der Nikolaus, der nach seiner anstrengenden Tour zu den Kindern hier Rast eingelegt hat. Es geht an einer mit Holzfiguren ausgestatteten Weihnachtskrippe vorbei, ebenso an einem Zauberbaum, an dem Zuckerstangen wachsen, sogar an einem geschmückten Christbaum und an einer Spielstation, bei der es darum geht, möglichst zielgenau einen Nikolaussack zu werfen. Insgesamt 15 Stationen, die Jung und Alt einladen, für ein paar Stunden den Alltag zu vergessen und sich nur dem Zauber der Weihnachtszeit hinzugeben.

Es sei ein ordentliches Stück Arbeit gewesen, den Rundweg einzurichten, räumten Hieber und Krautter ein. Umso dankbarer sei man für die Hilfe und Unterstützung, die man von der Stadt erhalten habe. Aber dies sei sowieso das Besondere in Welzheim, man arbeite in der Stadt zusammen, man kenne sich. Dies gelte für die Forstverwaltung, wie auch für den Jagdpächter: Man kenne sich, schätze sich und vertraue sich.

Vertrauen setze man auch darauf, dass der Weihnachtswald die Zeit bis zum 10. Januar unbeschadet überstehen werde und nicht Vandalen zum Opfer falle. „Aber wir sind da zuversichtlich, als unerschütterliche Optimisten“ versicherte Krautter.

Mit Bastelpäckchen kann daheim ein Stern entstehen

Überhaupt würden sie nur die besten Erfahrungen machen, zeigten sich die Naturparkführer einig. Spaziergänger würden sich sehr rücksichtsvoll und einsichtig verhalten. Sie selbst würden jeden zweiten Tag vorbeischauen, nach dem Rechten sehen, neue Zuckerstangen am Zuckerstangenbaum aufhängen, denn schließlich seien die nicht zum Anschauen da, sondern zum Herunternehmen und Naschen, und schauen, dass stets genügend Bastelpäckchen vorhanden seien. Die müssten mitgenommen werden. Der Stern, der aus dem darin verpackten Material entstehen soll, könne zu Hause zusammengebaut werden, um den Corona-Bestimmungen entsprechend eine Ballung von Bastlern im Wald zu vermeiden. Überhaupt habe man beim Anlegen der Wegstrecke darauf geachtet, dass auf dem Weg keine Engstellen entstehen und man dem Trimm-dich-Pfad und auch dem Feenweg nicht zu nahe komme.

Nicht nur Kinderaugen strahlten am Sonntagvormittag nach einem Spaziergang durch den Welzheimer Tannwald vor Begeisterung. Auch Erwachsene waren Feuer und Flamme von der Idee der Naturparkführer Walter Hieber und Manfred Krautter, die Spaziergänger in einen „Märchenwald“ zu locken und ihnen so die Advents- und Weihnachtszeit zu verzaubern. Einfach voll begeistert seien sie, versicherte ein Ehepaar aus Kernen-Rommelshausen, das sich beim Rundgang seinen Kindheits-Weihnachtserinnerungen

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