Welzheim

Welzheims Bürgermeister wünscht sich verbindliche Tests und hält das Tübinger Modell für nachahmenswert

Schule Schnelltest
Schnelltests werden ausgewertet. © Benjamin Büttner

An den Welzheimer Schulen und Kindergärten sind alle, die sich dazu bereiterklärt haben, in dieser Woche zweimal auf das Coronavirus getestet worden. Von den rund 2000 durchgeführten Tests war einer positiv, muss aber erst noch mittels eines PCR-Tests bestätigt werden. Ein Ergebnis war zunächst unklar, ergab bei der Nachtestung jedoch ein negatives Resultat.

„Das war schon eine Hauruck-Aktion im Vorlauf“, sagt Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr, der nach der ersten Woche eine positive Bilanz zieht. Denn „Schnelltests an Schulen haben durchaus ihre Berechtigung“, sagt er, auf einen Ausbruch an einer Welzheimer Grundschule vergangene Woche verweisend.

Knapp ein Drittel verweigert Schnelltests

Im Moment sind in Welzheim 1000 von 1700 Schülern im Präsenzunterricht, gut 80 Prozent der 350 Kindergartenkinder besuchen eine Einrichtung. Leider sei die Bereitschaft, ihre Kinder testen zu lassen, nicht bei allen Familien vorhanden. Rund 30 Prozent hätten sich Schnelltests verweigert. Viel an Kommunikationsarbeit sei hier noch zu leisten. Zumal das Infektionsgeschehen mit 26 Neuinfizierten diese Woche wieder deutlich zugenommen habe. 93 Personen befinden sich aktuell in Quarantäne.

„Die ausschließliche unbedingte Freiwilligkeit schränkt die Wirkung dieser Mechanismen ein“, findet Bernlöhr, der sich eine bedingte Freiwilligkeit bei den Tests wünschen würde, wie sie etwa in Sachsen praktiziert wird. Nur wer sich schnelltesten lässt, darf dort am Präsenzunterricht teilnehmen.

Der Vertrauensverlust, den die Politik gerade erlebt, hänge nämlich auch damit zusammen, „dass wir alleine mit Appellen unterwegs sind und keine verbindlichen Regeln haben“. Immerhin tut sich auch etwas beim Thema Impfen: 250 über 80-Jährige haben mit dem Impfdruck inzwischen eine Schutzimpfung erhalten. Die Lage in den Pflegeheimen ist deshalb deutlich entspannter als in der ersten und zweiten Welle. „Das Infektionsgeschehen spielt sich im Moment fast ausschließlich in Familienverbänden ab“, sagt Bernlöhr.

Die Infrastruktur für verbindliche Tests wäre vorhanden

Ebenfalls erfreulich für den Welzheimer Schultes: Das Interesse an Bürgertests nehme kontinuierlich zu. Die sechs Teststellen haben mittlerweile eine Auslastung von rund 50 Prozent, Tendenz steigend.

Schnelltests stellen für Thomas Bernlöhr neben dem Impfen einen wichtigen Baustein dar in der Bekämpfung der Pandemie. Ein Modell wie in Tübingen, wo der Einzelhandel und die Gastronomie geöffnet haben, aber nur Personen mit Schnelltests sie nutzen dürfen, könnte er sich auch in Welzheim vorstellen. Die notwendige Infrastruktur zum Testen wäre dafür jedenfalls vorhanden. „Allerdings müssten wir dann auch Regelungen vereinbaren und durchhalten dürfen“, sagt Bernlöhr.

Bei der aktuellen Inzidenzlage wäre so eine Öffnung indes nicht erlaubt. Stattdessen stehen für kommende Woche voraussichtlich erneute Schließungen an.

An den Welzheimer Schulen und Kindergärten sind alle, die sich dazu bereiterklärt haben, in dieser Woche zweimal auf das Coronavirus getestet worden. Von den rund 2000 durchgeführten Tests war einer positiv, muss aber erst noch mittels eines PCR-Tests bestätigt werden. Ein Ergebnis war zunächst unklar, ergab bei der Nachtestung jedoch ein negatives Resultat.

„Das war schon eine Hauruck-Aktion im Vorlauf“, sagt Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr, der nach der ersten Woche eine

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