Welzheim

Werden Wanderparkplätze in Welzheim bald kostenpflichtig?

Parkplatz Laufmühle
Wer die Laufenmühle besucht, muss demnächst womöglich Parkgebühr zahlen. © Mathias Ellwanger

Die drei Parkplätze im Umfeld der Laufenmühle könnten künftig kostenpflichtig werden. Das Geld würde dann in die touristische Infrastruktur von Welzheim fließen. Außerdem sind Preiserhöhungen an den Parkplätzen am Aichstrutsee und Ebnisee im Gespräch. Auch die Wohnmobilstellplätze könnten künftig mehr kosten.

Beschlossen ist all dies noch nicht. Der Bauausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung aber kurz mit dem Thema befasst. Es war der ausdrückliche Wunsch des Gemeinderates, dass die Verwaltung einmal ausführlich die Vor- und Nachteile von kostenpflichtigen Wanderparkplätzen abwägt und untersucht, wie wirtschaftlich das für die Kommune wäre. Dies ist nun geschehen. In der achtseitigen Vorlage kommt die Verwaltung dabei zum Schluss, dass sie sich eine Gebührenpflicht für alle Wanderparkplätze nicht vorstellen kann. Bei den drei rund um die Laufenmühle handle es sich aus Sicht der Verwaltung indes um touristische Knotenpunkte, bei denen dies durchaus gerechtfertigt wäre. Auch die Laufenmühle selbst hat sich dazu inzwischen bei der Stadt gemeldet. „Deren Haltung wird noch in die Sitzungsvorlage eingebaut“, sagte Bürgermeister Thomas Bernlöhr. Denn entscheiden muss darüber letztlich der Gemeinderat.

Stadträtin Erika Müller (CDU) meinte, das „Eins und alles“ habe eine sehr hohe Besucherfrequenz: „Kann man das nicht verbinden mit dem Eintrittsgeld, dann bräuchte man städtischerweise keine Ressourcen dafür?“ Diese Idee der Rückvergütung, so Bernlöhr, habe auch die Stadt schon ins Auge gefasst, müsse aber noch mit der Laufenmühle geklärt werden.

Alexandra Veit (SPD) merkte an, dass in diesem Zuge auch über mehr Toiletten entlang der Premium-Wanderwege nachgedacht werden sollte – gerade weil die Gastronomie geschlossen ist.

Die Stadt habe vor, eine WC-Infrastruktur zu schaffen, entgegnete Bürgermeister Bernlöhr, und zwar beginnend mit dem Archäologischen Park.

„Grundsätzlich finde ich es erst mal gut“, meinte Pirat Philip Köngeter zu den Plänen, die drei Parkplätze kostenpflichtig zu machen und Stellplatzgebühren zu erhöhen. „Was ich mich noch gefragt habe: Muss man hier nicht den HGV miteinbeziehen?“ Etwa indem Jahrestickets eine Rückvergütung für den Einzelhandel beinhalten.

Priorität hat der Corona-Neustart

Der Bürgermeister sagte, er werde über diese Idee nachdenken – und gab zugleich zu bedenken, dass vieles noch nicht konkret sei. So wäre eine Bewirtschaftung der Laufenmühle-Parkplätze aus Sicht der Verwaltung zwar richtig, aber „wir müssen zunächst mal klären: Wollen wir das? Wir müssen da ja auch Personal aufbauen, jemand muss das kontrollieren. An dieser Stelle muss ich Wasser in den Wein gießen.“

Zumal angesichts der Pandemie anderes gerade wichtiger sei. „Der Neustart der Innenstadt nach Corona wird deutlich dringender sein in der Umsetzung.“ Der Fachbereich Tourismus werde also vorerst vorrangig in der Wirtschaftsförderung eingesetzt. „Wir müssen gucken, wie wir irgendwie rumkommen. Ich kann die Touristiker gerade nicht einfach nur Touristik machen lassen, dafür stehe ich nicht gerade. Wir müssen versuchen, Prioritäten zu setzen.“

Die drei Parkplätze im Umfeld der Laufenmühle könnten künftig kostenpflichtig werden. Das Geld würde dann in die touristische Infrastruktur von Welzheim fließen. Außerdem sind Preiserhöhungen an den Parkplätzen am Aichstrutsee und Ebnisee im Gespräch. Auch die Wohnmobilstellplätze könnten künftig mehr kosten.

Beschlossen ist all dies noch nicht. Der Bauausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung aber kurz mit dem Thema befasst. Es war der ausdrückliche Wunsch des Gemeinderates, dass

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