Welzheim

Wie findet Integration von Menschen mit Handicap in Welzheim statt?

Sportfest 1
Das Sportfest ist ein wichtiger Teil für Menschen mit Handicap, um wahrgenommen zu werden. © Privat

Menschen mit einem Handicap, sei es physischer oder psychischer Art, werden sehr oft bei Veranstaltungen vergessen. Warum? Es fängt schon bei Kleinigkeiten an, wenn man zum Beispiel zu einem Handballspiel gehen möchte, es aber für Rollstuhlfahrer keine Chance gibt, selbstständig auf der Tribüne Platz zu nehmen. Oder bei größeren Festen, wenn Sicherheitskräfte entscheiden, wer hineingelassen wird. Menschen mit Handicap werden nicht überall als gleichwertige Mitglieder in der Gesellschaft angesehen. Meistens erst dann, wenn man Integration, Behinderung, Handicap oder andere Stichworte laut anspricht.

Anders ist dies bei den TSF Welzheim der Fall. Seit Jahren gibt es das integrative Sportfest in Welzheim, federführend organisiert von Thomas und Heike Kappel sowie Erwin Kuhn und Julia Böhringer. Niko Kappel, der Weltrekordhalter und Olympiasieger im Para-Kugelstoßen, gehört als Kleinwüchsiger zu den Menschen mit Handicap, der nun als Profisportler auch alles dafür unternimmt, dass Menschen mit Handicaps eben als „Menschen ohne Handicap auch gesehen werden“, so Niko Kappel. Einen wichtigen Teil dazu trägt das integrative Sportfest bei. Hier war auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gernot Gruber am Start.

Der Höhepunkt ist immer der gemeinsame Staffellauf zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Aber auch das Prominenten-Kugelstoßen mit Michael Huy (Rektor der Welzheimer Bürgfeldgemeinschaftsschule), Nikolaj Beer (Rektor des Welzheimer Limes-Gymnasiums), Thomas Bernlöhr (Bürgermeister der Stadt Welzheim), Franz Hager (mehrmaliger Seniorenmeister BVSG Aalen) und Ludwig Scholl (langjähriger Trainer BVSG Aalen) war sehenswert.

„Ein Dank gilt den Sponsoren Bäckerei Maurer, Kreissparkasse und Volksbank“, sagt Thomas Kappel, der in der Zukunft hofft, dass noch mehr Abteilungen der TSF Welzheim an diesem Sportfest mitwirken und dann auch mehr Bürgerinnen und Bürger zu Besuch kommen. „Es ist klar, dass man sich mit Menschen mit Handicap nur auseinandersetzen kann, wenn man ihnen begegnet und miteinander spricht, oder eben zusammen Sport macht“, so Thomas Kappel.

Menschen mit einem Handicap, sei es physischer oder psychischer Art, werden sehr oft bei Veranstaltungen vergessen. Warum? Es fängt schon bei Kleinigkeiten an, wenn man zum Beispiel zu einem Handballspiel gehen möchte, es aber für Rollstuhlfahrer keine Chance gibt, selbstständig auf der Tribüne Platz zu nehmen. Oder bei größeren Festen, wenn Sicherheitskräfte entscheiden, wer hineingelassen wird. Menschen mit Handicap werden nicht überall als gleichwertige Mitglieder in der Gesellschaft

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