Welzheim

Wie groß sind die Corona-Schäden in der Welzheimer Geschäftswelt?

KOL 0603K078 25 jahre Optik Linde in welzheim foto Zuern
Optik Linde am Welzheimer Kirchplatz kam bisher in der Corona-Krise mit einem blauen Auge davon. © Zürn

Auch die Welzheimer Geschäftswelt ist durch Corona geplagt. Die einen trifft es härter, die anderen etwas weniger. Wie groß die Schäden tatsächlich sind, wird sich wohl endgültig erst am Ende der Pandemie sagen lassen.

HGV: Martin Kohnle und Jürgen Müller hören auf

In dieser schwierigen Zeit stehen auch Veränderungen beim Handels- und Gewerbeverein (HGV) in Welzheim an. Mehrere Ausschussmitglieder scheiden zur kommenden Hauptversammlung aus. Im nächsten Jahr sind Vorstandswahlen geplant. Sicher ist, dass das bewährte Führungsduo Martin Kohnle (Erster Vorsitzender) und Jürgen Müller (Zweiter Vorsitzender) nicht mehr zur Verfügung steht.

Ob wir bis dahin gelernt haben, mit Corona zu leben, wird sich zeigen. Interessant sind die Antworten von Augenoptikermeister Michael Linde auf unsere drei Fragen.

Frage 1: Wie erging es Ihnen bei Beginn von Corona im Frühjahr mit den damals beschlossenen Einschränkungen und Schließungen?

Wir als Augenoptiker durften unser Fachgeschäft geöffnet lassen – dies lag an unserer Handwerkstätigkeit, die nicht unter die Schließungen des Einzelhandels gefallen ist. Allerdings hatten wir enorme Umsatzrückgänge zu verzeichnen, da die Unsicherheit bei unseren Kunden groß und die Kundenfrequenz äußerst niedrig war. Das war auch der Grund, weshalb wir Kurzarbeit eingeführt und unser Team aufgeteilt haben.

So waren wir jederzeit voll handlungsfähig und ausfallsicher aufgestellt. Durch viel Engagement in unserem Team haben wir das gemeinsam gemeistert. Darauf bin ich wirklich stolz und sehr dankbar!

Frage 2: Wie kamen Sie bisher durch die Pandemie? Wie schlimm waren die geschäftlichen Auswirkungen?

Wir waren von Anfang an ganz gut aufgestellt. Ein im September 2019 bestelltes und Februar 2020 neu geliefertes Messgerät ermöglicht uns Augenmessungen aus größerer Distanz – ein regelrechter Glücksfall in der Pandemie.

Ebenso hatten wir immer ausreichend Desinfektionsmittel und Schutzvorrichtungen für unsere Kunden und Mitarbeiter. Beispielsweise haben wir im Geschäft bereits eine Woche vor Einführung der Maskenpflicht diesen Schutz bereits konsequent getragen.

Bewährt hat sich auch im Vorfeld die Investition in die Digitalisierung unseres Unternehmens. So waren wir permanent über die verschiedensten Kommunikationswege erreichbar und unsere Kunden konnten telefonisch, per App, per E-Mail oder Website Bestellungen tätigen oder Reparaturen in Auftrag geben. Dadurch konnten wir häufig auch ohne „direkten“ Kontakt die Anliegen unserer Kunden besprechen und bearbeiten.

Mitte Mai konnten wir weitestgehend zur „Normalität“ zurückkehren und haben die Pandemie bisher – wie der Optiker sagen würde – mit zwei blauen Augen überstanden.

Frage 3: Wie beurteilen Sie den neuen Lockdown der Bundes- und Landesregierung?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten und abzuschätzen. Fakt ist - ein weiterer Lockdown ist eine Katastrophe für viele Unternehmen und damit letztendlich auch für private Existenzen. Nicht zu vergessen für unser soziales Leben – in Familien, Schulen, Vereinen etc.

Die staatlichen Hilfen für Unternehmen müssen schnell und unbürokratisch, vor allem aber auch in der benötigten Höhe ausbezahlt werden. Zu hoffen bleibt, dass die Maßnahmen tatsächlich ein Sinken der Infektionszahlen zur Folge haben.

Auch die Welzheimer Geschäftswelt ist durch Corona geplagt. Die einen trifft es härter, die anderen etwas weniger. Wie groß die Schäden tatsächlich sind, wird sich wohl endgültig erst am Ende der Pandemie sagen lassen.

HGV: Martin Kohnle und Jürgen Müller hören auf

In dieser schwierigen Zeit stehen auch Veränderungen beim Handels- und Gewerbeverein (HGV) in Welzheim an. Mehrere Ausschussmitglieder scheiden zur kommenden Hauptversammlung aus. Im nächsten Jahr sind

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