Welzheim

Zehn erfolgreiche Jahre der Christlichen Jugendarbeit mit Gottesdienst feiern

Christliche Jugendarbeit
Am kommenden Sonntag steigt um 10.30 Uhr der Jubiläumsgottesdienst. Fotos: Alexandra Palmizi © ALEXANDRA PALMIZI

„Jugendarbeit braucht Freunde“ heißt es auf dem brandneuen Flyer des Förderkreises Christliche Jugendarbeit; der bemüht sich jetzt seit zehn Jahren, Initiativen der evangelischen Kirche für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene finanziell zu unterstützen.

Christliche Jugendarbeit braucht Leute, die sich ehrenamtlich engagieren, sie braucht aber auch Geld - zum Beispiel für Leo Schabel, der seit September 2020 als Jugendreferent in Welzheim arbeitet und dessen Gehalt der Förderkreis zu 60 Prozent übernimmt. Diese Mittel kommen aus Spenden (manche regelmäßig, manche spontan) und von den Mitgliedern, die 50 Euro Jahresbeitrag zahlen. Außerdem gibt es immer wieder kreative Ideen, um das Budget aufzustocken - Kinoabende mit Buffet zum Beispiel, bei denen die Besucher ermutigt werden, eine Spende für Unterhaltung, Speis und Trank zu hinterlassen, oder die sehr unterhaltsame Aktion, den Welzheimer Bürgermeister Thomas Bernlöhr gegen den evangelischen Pfarrer Markus Frasch (inzwischen Dekan in Böblingen) buchstäblich mit Geld aufzuwiegen. „Dabei kamen genügend Münzen zusammen, dass der Bürgermeister tatsächlich in die Luft ging“, erzählt Eberhard Schneider, 1. Vorsitzender des Förderkreises, „und das hat richtig Spaß gemacht.“

Weniger spaßig war die Corona-Epidemie, die vielen Zweigen der Kinder- und Jugendarbeit 2020 ein jähes Ende setzte. Die sieben Jungscharen konnten nicht mehr stattfinden, der Teeniekreis fiel ebenso aus wie die Zeltlager, der Jugendzirkus und so ziemlich alles andere, wozu man sich normalerweise persönlich traf. Und Leo Schabel musste sich plötzlich viel Neues einfallen lassen, um die Kinder, die zu betreuen und zu motivieren er angetreten war, bei der Stange zu halten.

Er entwickelte Online-Formate, gestaltete einen Adventskalender auf Instagram … und stieß bei alldem irgendwann auf Grenzen. „Am Anfang wurde das alles sehr gut angenommen“, erzählt er, „aber später hat das nachgelassen.“ Denn wenn die Zielgruppe sowieso schon bis zu acht Stunden für Schulunterricht und Hausaufgaben vor dem Computer sitzen muss, meint er, reicht es auch irgendwann, ständig auf einen Bildschirm zu starren. Um etwas anderes anzubieten, erfand man u. a. die „Jungschartüte“ mit Spielen, Rätseln, biblischen Geschichten und einer kleinen Süßigkeit - Jugendarbeit zum Anfassen sozusagen, in Zeiten der Pandemie.

Inzwischen allerdings darf man sich wieder begegnen, und Leo Schabel freut sich darüber, wie groß das Interesse ist. Seine Arbeit erreicht bis zu 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, und sie ist, das betont Berthold Schaaf vom CVJM Welzheim, ausdrücklich offen für jeden kleinen und größeren Besucher, dessen Eltern normalerweise nicht in die Kirche gehen.

Am kommenden Sonntag würden sich Förderkreis und CVJM allerdings über viel Besuch in der St.-Gallus-Kirche freuen; da findet um 10.30 Uhr ein spezieller Gottesdienst statt. In dem werden nicht nur die neuen Konfirmanden vorgestellt, sondern wird auch die Jugendarbeit des Förderkreises gefeiert. „Lob- und Dank-Gottesdienst haben wir das genannt“, sagt Eberhard Schneider, „weil wir dafür danken möchten, dass diese Arbeit gelingt. Und weil wir uns freuen, sie weiterhin machen zu dürfen.“

„Jugendarbeit braucht Freunde“ heißt es auf dem brandneuen Flyer des Förderkreises Christliche Jugendarbeit; der bemüht sich jetzt seit zehn Jahren, Initiativen der evangelischen Kirche für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene finanziell zu unterstützen.

Christliche Jugendarbeit braucht Leute, die sich ehrenamtlich engagieren, sie braucht aber auch Geld - zum Beispiel für Leo Schabel, der seit September 2020 als Jugendreferent in Welzheim arbeitet und dessen Gehalt der Förderkreis

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