Winnenden

48 neue Wohnungen in Winnenden-Schelmenholz: Reichen die Kitaplätze?

KoernleBaugebiet
Zwischen Forststraße, Körnle und Henry-Dujol-Kreisel plant die Stadt auf einer Fläche von über 4700 Quadratmetern eine Kita und Wohnungen. © Gaby Schneider

Braucht es in der Körnle-Erweiterung eine viergruppige Kita? Ein Blick auf die Entwicklung im Schelmenholz zeigt, dass zwischen 2017 und 2021 die Zahl der Kinder im Kita-Alter um insgesamt 60 gestiegen ist. Durch neue Baugebiete ist mit Zuzügen zu rechnen. Deshalb schreiten die Planungen für einen Kitabau in der Körnle-Erweiterung voran. Die städtischen Planer vermuten, dass im Schelmenholz ein Generationenwechsel nicht ausgeschlossen werden könne. Es könne passieren, „dass junge Familien in frei werdende Häuser beziehungsweise Wohnungen einziehen, was zu weiterem Betreuungsbedarf führen würde“, heißt es in einer Vorlage der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Kinder ziehen mit Erziehern um

Die Stadt hat im aktuellen Jahr 206 Kindergartenplätze im Schelmenholz zur Verfügung, allerdings wird die Kita Körnle I wohl in Zukunft wegfallen (siehe Infokasten). „Es war schon beschlossen, dass die Kita geschlossen wird. Diesen Beschluss haben wir allerdings noch mal zurückgenommen, um ausreichend Betreuungsplätze anbieten zu können“, schildert Thomas Pfeifer, Amtsleiter für Jugend und Familien, am Telefon. Man könne die Kita noch so lange am Netz lassen, bis die neuen Einrichtungen im Schelmenholz fertig sind. „Wenn die Kita Körnle I dann schließt, werden die Erzieherinnen und Erzieher mit den Kindern in die neuen Kitas umziehen“, erklärt Pfeifer das Prozedere. Wenn alles wie geplant laufe, dann sei die Kita Körnle II im April fertig, was den Druck auf Betreuungsplätze zumindest etwas lindert.

284 zusätzliche Einwohner

Durch den Bau von neuen Wohnungen, der Körnle-Erweiterung, ziehen 284 zusätzliche Einwohner in das Gebiet. Die Stadt benötigt dafür 16 zusätzliche Kindergartenplätze. Aus den Prognosen lasse sich laut Stadtverwaltung für das Wohngebiet Schelmenholz ein Bedarf von etwa 200 Kindergartenplätzen sowie rund 60 bis 70 Krippenplätzen schließen. Geht das Kinderhauses Körnle I vom Netz, würden zwei Kindergartengruppen sowie zwei Krippengruppen fehlen. Dies solle unter anderem die neue Kita in der Körnle-Erweiterung auffangen. Für den Kita-Neubau hat der Gemeinderat der Stadt Winnenden in seiner jüngsten Sitzung ein Raumprogramm verabschiedet.

Klar ist, dass in den Räumlichkeiten eine Ganztagesbetreuung für Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren angeboten werden soll. In die Kinderkrippe können pro Gruppe zehn Kinder im Alter von einem bis drei Jahren aufgenommen werden. Die Kindergartengruppen werden mit einer Größe von 20 bis 25 Kindern pro Gruppe geplant, im Alter von drei bis sechs Jahren. Neben Gruppenräumen soll die Kita eine Mensa, eine Küche, einen Kreativraum und Schlafräume auf über 900 Quadratmetern bekommen. Zusätzlich ist ein Außenspielbereich mit 480 Quadratmetern geplant.

48 Wohnungen über der Kita

Über der Kita sollen insgesamt 48 Wohnungen entstehen, von der jede einen Balkon haben soll. Die Pläne der Stadt sehen zehn Einzimmer-, elf Zweizimmer-, 13 Dreizimmer-, zwölf Vierzimmer- und zwei Fünfzimmerwohnungen auf einer Fläche von 3375 Quadratmetern vor. Außerdem wird mit Abstellräumen geplant, einem Heizraum, einer Waschküche, 96 Fahrradabstellplätzen und 48 Parkplätzen. Die Kita soll zusätzliche Parkmöglichkeiten bekommen. Ein Gemeinschaftsraum, wie ihn die SPD sich in der Sitzung im Februar gewünscht hatte, hat eine Mehrheit der Gemeinderäte abgelehnt.

Wie geht es jetzt weiter? „Es findet ein Teilnahmewettbewerb statt, bei dem sich Bauträger bewerben können“, gibt Klaus Hägele, Amtsleiter des Stadtbauamtes, die Antwort. „In diesem wettbewerblichen Dialog spielen unter anderem der Preis, die Architektur, Städtebau und energetische Gesichtspunkte eine Rolle. Jeder Punkt hat eine eigene Gewichtung. Wer die Maximalpunktzahl erreicht, bekommt den Auftrag“, erklärt Hägele. Wann Kita und Wohnungen fertig sind, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

 

Braucht es in der Körnle-Erweiterung eine viergruppige Kita? Ein Blick auf die Entwicklung im Schelmenholz zeigt, dass zwischen 2017 und 2021 die Zahl der Kinder im Kita-Alter um insgesamt 60 gestiegen ist. Durch neue Baugebiete ist mit Zuzügen zu rechnen. Deshalb schreiten die Planungen für einen Kitabau in der Körnle-Erweiterung voran. Die städtischen Planer vermuten, dass im Schelmenholz ein Generationenwechsel nicht ausgeschlossen werden könne. Es könne passieren, „dass junge Familien in

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