Winnenden

Ab Montag (14.2.) Baustelle im Rotweg Winnenden – Bus 332 kommt nicht durch

Bus 332
Im engeren Teil des Rotwegs müssen Autofahrer bisweilen warten, bis der Bus durch ist, zumal, wenn am Rand geparkt wird. © Benjamin Büttner

Im Rotweg beginnen am Montag, 14. Februar, Bauarbeiten: Der Straßenbelag wird im Abschnitt zwischen Christallerstraße und Falkenweg erneuert und dafür voll gesperrt. Das heißt, dass fünf Tage lang, bis Freitag, 18. Februar, weder Autos noch die Buslinie 332 durchfahren können. Die Haltestelle Adelsbach entfällt in dieser Zeit. Rotweg-Anwohnerin Dorothea Layer-Stahl hat die Baustelle kommen sehen. Sie hat die schweren Linienbusse in Verdacht, die seit 7. Dezember 2020 durch die frühere Anliegerstraße brummen.

Das ist nicht ganz falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit, heißt es auf Nachfrage aus dem Stadtbauamt. Als vor 13 Jahren Leitungen in dem steilen und engen Abschnitt des Rotwegs erneuert wurden, stellten Fachleute fest, dass die Straße nicht zeitgemäß gebaut wurde. Solange aber wenige Baustellen-Lkw und gar keine Busse darüberfuhren, war dies nicht weiter wild. Nun jedoch sind Dellen entstanden. Sie werden nächste Woche beseitigt.

Anwohnerin hätte gern, dass der Bus im Adelsbach dreht

Dorothea Layer-Stahl merkt spitz an, dass diese vorzeitige Sanierung ja nicht hätte sein müssen und das Geld der Bürger verbrauche. Sie wünscht sich, dass der Bus 332 gar nicht mehr durch den Rotweg fährt, und hat diesbezüglich schon zwei Vorstöße bei der Stadt unternommen. Ihr zweites Argument ist: Sie beobachtet die vier Bustouren pro Stunde vor allem am Morgen mit Sorge. Schon zweimal hat sie ans Ordnungsamt der Stadt geschrieben und vorgebracht, dass der Rotweg zu schmal sei. „Der Bus streift fast die Schulkinder oder die Gruppen, da auf der anderen Seite geparkt wird“, sagt sie unserer Redaktion. „Bei mir beschwerten sich wiederholt Familien und Nachbarn über die bedrängende Enge im Rotweg unterhalb des Paul-Schneider-Hauses“, sagt die Rentnerin. Die Ordnungsamtsleiterin Beatrice Hertel sagt auf Nachfrage unserer Zeitung: „Außer der von Frau Layer-Stahl haben mich bisher keine weiteren Beschwerden erreicht.“

Von der Stadt hat Dorothea Layer-Stahl bereits Antworten bekommen, die sie aber nicht zufriedenstellen. Sie überlegt, ob sie eine Unterschriftensammlung startet, um ihre Forderung zu untermauern: „Der Bus soll über den neuen Kreisverkehr zwischen Baumschule Wöhrle und Adelsbach ins Neubaugebiet hineinfahren, dort drehen und danach wieder über den Kreisel seine Route fortsetzen. „Das würde ohne Einschränkungen funktionieren“, glaubt sie.

Stadt hat die Adelsbachstraßen nicht als Wendeschleife angelegt

Das könnte allerdings ein Trugschluss sein, aus folgenden Gründen: Busfahrern ist das Rückwärtsfahren nicht erlaubt. Dazu müssten sie jemanden haben, der sie einweist. Sonst wäre eine neue Gefahrenquelle eröffnet. Außerdem bedeutet Wenden Zeitverlust. Ob der Bus eine Schleife drehen kann durch die Anna-Hieber-Straße? Beatrice Hertel bedauert: „Aufgrund der Straßenverhältnisse und mangels Wendemöglichkeiten im Adelsbach ist es nicht anders möglich.“ So, wie der Bus jetzt fährt, sind die Fahrgäste vom Pflegeheim und der neuen Kita (im Bau beziehungsweise geplant) jedenfalls in wenigen Minuten am Bahnhof. Als das Stadtentwicklungsamt das Gebiet Adelsbach entworfen hat, war von Anfang an geplant, dass der Bus durch den Rotweg fährt, an dessen Ende die nächste Haltestelle beim Zweiradgeschäft MPS liegt (Backnanger Straße).

Dorothea Layer-Stahl führt des Weiteren an, dass „an der schmalsten Stelle des Rotwegs auf der einen Seite viele Autos“ parken. Und wenn der Müllwagen auch noch unterwegs ist, „muss der Bus langsam tun, es kommt zu mancher prekären Situation“. Ein Nachbar berichtete ihr, dass er im Auto und der Bus „nicht aneinander vorbeipassten, und er blieb natürlich als der Stärkere stehen. Ich musste mühsam rückwärtsfahren, bis ich ein Plätzle am Straßenrand gefunden hatte. Es ist ja meist alles zugeparkt“.

Halteverbote im Vorfeld mit dem Busunternehmen abgestimmt

Das wiederum sehen offenbar die Busfahrer nicht als Problem an. „Von der Firma Römer, die die Buslinie 332 fährt, habe ich keine Meldungen bekommen, dass es aktuell klärungsbedürftige Probleme im Rotweg und Adelsbach gibt.“ Im Gegenteil: „Es hat sich gut eingespielt. Es gibt kaum Probleme mit parkenden Fahrzeugen.“ Das hat Beatrice Hertel ganz frisch bestätigt bekommen. Sie steht grundsätzlich mit den Linienbetreibern im Austausch. „Wenn es auf einer Linie irgendwelche Probleme gibt, die geklärt oder verbessert werden müssen, melden sich die Busunternehmer. Bei Einrichtung einer neuen Linienführung stimmen wir schon im Vorfeld gemeinsam ab, ob und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, damit der Busverkehr möglichst reibungslos läuft.“ Für Adelsbach und Rotweg klärte Beatrice Hertel ab, „wo Haltverbote angeordnet werden mussten, um die Durchfahrt durch Straßenbereiche oder Einmündungsradien zu gewährleisten“.

Eng und zugeparkt, das trifft auf ganz viele Wohngebietsstraßen in Winnenden zu. „Gleichzeitig sind Anwohner nicht immer erfreut, wenn der Bus durch diese Straßen fährt“, merkt Beatrice Hertel auf Nachfrage unserer Zeitung an. „Für die Anwohner im Rotweg ist der regelmäßige Busverkehr in der Straße neu und damit verständlicherweise ungewohnt. Für die Bewohner in Adelsbach ist es dagegen von Beginn an normal, dass der Bus durch das Gebiet fährt.“ Die Ordnungsamtsleiterin glaubt, dass die Bewohner, auch vom Rotweg und vom Hungerberggebiet, die gute Busanbindung schätzen oder fordern würden, hätte die Stadt nicht für sie gesorgt.

Im Rotweg beginnen am Montag, 14. Februar, Bauarbeiten: Der Straßenbelag wird im Abschnitt zwischen Christallerstraße und Falkenweg erneuert und dafür voll gesperrt. Das heißt, dass fünf Tage lang, bis Freitag, 18. Februar, weder Autos noch die Buslinie 332 durchfahren können. Die Haltestelle Adelsbach entfällt in dieser Zeit. Rotweg-Anwohnerin Dorothea Layer-Stahl hat die Baustelle kommen sehen. Sie hat die schweren Linienbusse in Verdacht, die seit 7. Dezember 2020 durch die frühere

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