Winnenden

Abrissarbeiten im Schelmenholz

Steinbrecher
Der Steinbrecher hat aus einem alten Haus an der Forstraße Steinbrocken gemacht. © Schneider / ZVW

Winnenden. Ein großes, altes Haus an der Ecke Fortstraße/Steinhäusle im Schelmenholz hat die Kreisbaugesellschaft im vergangenen Jahr ausbeinen und seit 14. Januar abreißen lassen. Im Mai beginnt der Aushub für Tiefgarage und Keller des Mietshauses, das 66 neue Wohnungen voraussichtlich ab Herbst 2020 bieten wird.

Über den ohrenbetäubenden und belastenden Krach des Steinbrechers beschweren sich Anwohner im Schelmenholz. Hätte dies nicht vermieden werden können, indem man zum Beispiel größere Wandteile abtransportiert und sie außerhalb zerkleinert? Muss das an Ort und Stelle geschehen? Die Kreisbaugesellschaft antwortet: Ja. „Derzeit erfolgt noch die Trennung der unterschiedlichen Materialien. Diese sollte vor Ort geschehen, um eine optimale Verwertung sicherzustellen.“

Bauschutt wird wiederverwendet

In dieser Woche wird nach dem Steinbrecher nun ein Schredder zum Einsatz kommen, der die einzelnen Bauteile zerlegt. „Während dieser Arbeiten muss nochmals mit Lärm gerechnet werden“, bedauert die Kreisbaugruppe. Es wird aber nicht alles wegtransportiert: „Ein Teil des Bauschutts wird zum Verfüllen des Arbeitsraums im Zusammenhang mit dem Neubau Haus F, welches derzeit bereits weitgehend im Rohbau fertiggestellt ist, verwendet.“ Haus F entsteht schon seit längerem an der Ecke Fortstraße/Schiefersee, neben dem nun abgerissenen Haus – den Neubau an dieser Stelle nennt die Kreisbaugruppe intern „Haus A – Appartementwohnen“.

Das passt, denn unter den 66 Wohnungen sind viele kleine mit nur 26 bis 36 Quadratmetern. Im dritten und vierten Stock werden sich größere Drei- und Vierzimmerwohnungen befinden.

Die Kreisbau investiert etwa zwölf Millionen Euro in das Haus A. Mietinteressenten können sich frühestens im Sommer 2020 für eine der Wohnungen bewerben, die Preise werden sich am Mietspiegel orientieren.

Nebenan läuft die Vermarktung des benachbarten Hauses F, in dem die Kreisbau zusammen mit der Baugenossenschaft Backnang Eigentumswohnungen erstellt, ganz ordentlich. „Die Nachfrage ist da: Von 40 Wohnungen sind bereits 24 veräußert beziehungsweise reserviert“, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Bau ist zudem im Zeitplan, so dass eine Fertigstellung für Ende 2019/Anfang 2020 immer noch machbar erscheint.