Winnenden

Aktion Winnender Adventskalender so gut besucht wie noch nie

Adventskalender
Susanne und Eva-Maria Kiefer, Familie Bochnig und im Schaufenster der Nachthemd-Engel von „Fischer beim Tor“ (von links). © Benjamin Büttner

Das hat die Stadt Winnenden vor Weihnachten noch nicht erlebt: Die Aktion „Winnender Adventskalender“, gestartet 2010 und zwei Jahre ausgefallen wegen der Pandemie, ist so gut besucht wie noch nie. Der Wirtschaftsförderer Timm Hettich, auch Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „Attraktives Winnenden“, berichtet von „100 bis 170 Besuchern pro Fenster an der Marktstraße, 50 bis 100 in den Seitenstraßen“, weshalb er die Kombination aus einem speziell dekorierten (Schau-)Fenster mit einem bis zum Türchen-Öffnen geheim gehaltenen Begleitprogramm als „ein absolutes Highlight in der Vorweihnachtszeit und eine Bereicherung für unsere Innenstadt“ bejubelt, „die Resonanz ist überwältigend“.

Für 2023 wird eine Nachfolgerin gesucht, die den Adventskalender betreut

Den Kalender füllt seit zehn Jahren Angelika Bochnig, ausgebildete ehrenamtliche Bürgermentorin, die den Job aus gesundheitlichen Gründen gern abgeben will und bereit ist, die Nachfolgerin einzuarbeiten und bei Fragen zu unterstützen. „Man muss nur die Leute zusammenführen und wissen, dass Kinder von der Musikschule besser unter der Woche auftreten und Chöre samstags“, außerdem seien die vergangenen Jahre gut dokumentiert, an denen könne man sich orientieren. In die heiße Phase geht die Planung für den Adventskalender nach dem Herbstmarkt Mitte Oktober.

Bei den Fenstern gibt es entweder Punsch oder etwas Süßes

Die derzeit hochgischtende Krankheitswelle hat am Samstag indes einmal mehr Angelika Bochnigs Improvisationstalent gefordert: „Der geplante Chor konnte nicht auftreten, bei zwei weiteren Chören, die ich deshalb angefragt habe, war es dasselbe.“ Zu viele Sängerinnen und Sänger krank, ein Auftritt vor dem Wäschegeschäft „Fischer beim Tor“ kam nicht infrage. Die Flötistin Susanne Kiefer und ihre Tochter, Geigerin Eva-Maria Kiefer, sprangen in die Bresche und spielten trotz der Eiseskälte Weihnachtslieder, die im Publikum zart mitgesungen wurden. Selina Bochnig las aus einem Weihnachtsbüchle eine Geschichte von Kurt Tucholsky vor („Gefühle nach dem Kalender“). Schließlich enthüllte Tanja Heinz ihre Adventskalender-Idee: „Unser Geschäft wird 130 Jahre alt, auch wenn man uns das nicht ansieht“, sagte sie zu den Gästen und erklärte, dass das mit Engelsflügeln umgewidmete Nachthemd mit dem Spitzenkragen ebenfalls „über 100 Jahre alt ist“.

„Attraktives Winnenden“: Mehrwegbecher zu verschenken

Aus einer großen Schale reichte Tanja Heinz dann den Besuchern Schokoladen-Pralinen. „Es gibt nicht an jeder Station Punsch, das kann man von denen, die mitmachen, nicht verlangen“, erläutert Angelika Bochnig mit Blick auf den ungewohnt starken Zulauf. Zwar hat „Attraktives Winnenden“ Mehrwegbecher zu verschenken, aber der Türchen-Öffner entscheidet sich für Süßes oder Flüssiges. Für die Bäcker oder die Gastronomen war und ist es natürlich leichter, den Gästen Nahrhaftes zu bieten, aber die Veranstalter wollen deshalb die kleineren Einzelhändler nicht ausschließen. Das Programm sollte die eigentliche Attraktion sein, Bochnig verrät daher im Vorfeld nichts, setzt tatsächlich auf die Neugier der Menschen. „Es gibt aber auch einige Stammgäste, die bei jedem Fenster dabei waren“, berichtet sie von mehreren Familien und einem Frauen-Fünfergrüppchen.

Ist die Stadt dadurch voller, steigt etwa auch die Kauflaune? „Das Adventsfenster spült einem ein paar mehr Kunden als sonst in den Laden. Das ist aber nicht der Hauptgrund, warum ich bei der Aktion mitmache“, sagt Tanja Heinz von „Fischer beim Tor“. Mit dem Umsatz vor Weihnachten, traditionell die stärkste Zeit, ist sie gerade ganz zufrieden nach den zweieinhalb schwierigen Jahren.

Das hat die Stadt Winnenden vor Weihnachten noch nicht erlebt: Die Aktion „Winnender Adventskalender“, gestartet 2010 und zwei Jahre ausgefallen wegen der Pandemie, ist so gut besucht wie noch nie. Der Wirtschaftsförderer Timm Hettich, auch Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „Attraktives Winnenden“, berichtet von „100 bis 170 Besuchern pro Fenster an der Marktstraße, 50 bis 100 in den Seitenstraßen“, weshalb er die Kombination aus einem speziell dekorierten (Schau-)Fenster mit einem

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