Winnenden

Andrea Berg verbindet sie alle

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Horst und Gabriele Tornow (links) sowie Walter und Monika Beckefeld halten ihren Becher der vergangenen Atlantis-Tour in Ehren. © Weirauch
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Angela und Martin Maschke mit Greta und Jule auf dem Parkplatz bei der Gemeindehalle in Aspach. Sie sind schon eine ganze Woche vor dem Heimspiel angereist. © A.Beche
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Andrea Berg - Die 20 Jahre Show
Andrea Berg. © Nicole Heidrich

Aspach. Am Freitag ist es so weit: Schlagerstar Andrea Berg gibt ihr Heimspiel in der Mechatronik-Arena. Viele Fans fiebern dem Auftritt entgegen und können es kaum erwarten. Manche verbinden das Konzert sogar mit einem erholsamen Campingurlaub und reisen mit ihrem Wohnwagen schon eine Woche vor dem musikalischen Spektakel an.

Die Sonne lacht vom Himmel. Gemütlich sitzen Bernd und Anneliese Reinkel in ihren Campingstühlen. Vor ihnen auf dem Tisch stehen zwei Tassen, aus denen der Dampf heißen Kaffees aufsteigt. Vor gut zwei Stunden haben sie mit ihrem Wohnmobil einen Platz auf der Wiese in der Nähe des Stadions belegt.

„Wir wissen noch nicht, ob wir an dieser Stelle bleiben, aber hier hat es uns gerade gefallen“, sagen die beiden 51-Jährigen aus Ingelheim. Bernd Reinkel hat extra zwei Wochen Urlaub genommen, um zum einen ein bisschen mit seiner Frau „im Grünen zu urlauben“ und zum anderen das Heimspiel von Andrea Berg zu besuchen. „Wir sind seit gut 5 Jahren mit dem Andrea-Virus infiziert. Und es geht uns blendend damit“, sagt Anneliese Reinkel und lacht herzhaft. Ganz besonders freuen sie sich, wenn sie am Freitagabend die Schlagerkönigin auf der Bühne sehen und sie die Titel des aktuellen Albums „Seelenbeben“ hören. „Wir leben das richtig mit“, sagen die leidenschaftlichen Camper.

Stimme und Beine locken

Leidenschaftliche Camper sind auch Martin und Angela Maschke. Die beiden 69-Jährigen stehen mit ihrem Wagen auf dem Parkplatz der Gemeindehalle in Aspach. „Der Platz hat uns im vergangenen Jahr so gut gefallen, dass wir jetzt schon am Freitag angereist sind, um diese Stelle wieder zu belegen.“ Fahrräder und einen Roller haben sie ebenfalls dabei. „Schließlich muss man beweglich sein und kann ja nicht mit dem Wohnmobil umeinanderfahren.“

Sie stammen aus Westfalen und haben wieder ihre beiden Hunde Greta und Jule dabei – wie im vergangenen Jahr. Die Karten für das Heimspiel hat das Ehepaar schon 2015 gekauft. „Die sind immer schnell weg.“ Das Konzert mit einem Urlaub zu verbinden, das sei einfach „Erholung pur“.

Zudem kämen auch noch Bekannte auf den Platz, die ebenfalls das Heimspiel besuchen. „Andrea Berg verbindet uns alle“, sagt Angela Maschke. „Ja – und sie hat so schöne lange Beine“, wirft ihr Mann mit einem Augenzwinkern ein. Die neue CD haben sie sich erst vor kurzem gekauft. „Da müssen wir uns erst noch reinhören.“ Auffällig sei, dass die Sängerin viele neue Worte nutzt, um das Gefühlsleben darzustellen. „Aber man hört gerne zu.“

Bei der Gemeindehalle Quartier bezogen haben auch Walter (64) und Monika (60) Beckefeld sowie Horst (65) und Gabriele (61) Tornow aus Bremen. Das Ehepaar Tornow wird zum zweiten Mal das Heimspiel besuchen, Beckefelds sind zum ersten Mal dabei. „Wir sind gespannt, wie die Atmosphäre hier ist, wir kennen das ja nur vom Hörensagen“, so Walter Beckefeld. Eine „ganz tolle Person“ sei Andrea Berg. „Bei der Musik hat man einfach viel Spaß“, fügt Gabriele Tornow hinzu. Obwohl – diesmal seien auf dem Album nicht nur energiegeladene Lieder, sondern auch sehr besinnliche und einfühlsame Songs.

Ein besonderes Andenken haben sie von Andrea Berg dabei: den Trinkbecher von der Atlantis-Tour. „Den halten wir in Ehren. Und kaufen uns vielleicht noch einen neuen dazu“, sagt Gabriele Tornow und die anderen nicken zustimmend. „Und was auch ganz toll ist – das Wetter spielt mit. Besser könnte es im Süden auch nicht sein.“

Urlaub und Schlager, das passt

Andrea Libschek ist aus Burgdorf (Nähe Hannover) mit ihrem Wohnwagen angereist. „Uns verbindet nicht nur der Name, ich bin auch in Krefeld geboren wie Andrea Berg“, lacht sie. Die 39-Jährige ist für Freitagabend mit ihrer Bekannten aus Heilbronn verabredet: „Das gibt einen perfekten Mädelsabend.“

Alessandro Krevit (42) sitzt in seinem Vorzelt auf einer Wiese nahe der Mechatronik-Arena und schneidet auf einem Brett Tomaten. „Heute gibt es Salat“, sagt er. Aus einem kleinen Rekorder klingt „Kilimandscharo“ – unverkennbar Andrea Berg. Es ist eindeutig, warum der 42-Jährige und seine 45-jährige Frau Ilona hier ihr Camp aufgeschlagen haben. Das Heimspiel von Andrea Berg jedes Jahr im Juli ist ein Pflichttermin für das Paar. „Auch wenn wir noch nichts anders planen – der Juli-Termin steht.“

Und sobald der Kartenvorverkauf gestartet ist, sind sie eine von den Ersten, die Tickets kaufen. Ein bisschen Ruhe und Entspannung in Aspach verbinden sie mit der großen Sommerparty der Schlagerkönigin. „Andrea Berg zieht einen in den Bann. Für den einen Abend hat man keine Sorgen und kann alles um sich herum vergessen und sich nur mitreißen lassen.“

Es ist bereits das dritte Mal, dass das Ehepaar aus Offenbach beim Heimspiel dabei ist. Das erste Mal haben sie noch im Sonnenhof übernachtet, erzählen sie. „Aber dann haben wir gesehen, dass man hier auch mit dem Wohnmobil kommen kann. Wir lieben es, mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein – also genau das Richtige für uns.“

Ausverkauft

Das 11. „Heimspiel – Das Kult Open Air“ mit Andrea Berg in der Mechatronik-Arena in Aspach läuft an zwei Tagen, am kommenden Freitag und Samstag, 22. und 23. Juli.

Tickets sind leider nach jetzigem Informationsstand komplett ausverkauft.