Winnenden

Anmeldezahlen der Schulen: Schüler zieht’s nach Leutenbach

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Schüler zieht es nach Leutenbach. © Sarah Utz

Winnenden. Geplant war, dass die Raumschaft Winnenden zwei Gemeinschaftsschulen hat: in Leutenbach und in Schwaikheim. Schüler und Eltern wollen jetzt etwas anderes: Die meisten wählen Leutenbach. Schwaikheim hat nur elf Anmeldungen, während Winnenden immer noch acht Anmeldungen bekam.

Schulamtsleiterein Sabine Hagenmüller-Gehring ist gar nicht mal arg überrascht: „Wir haben eigentlich mit nichts anderem gerechnet“, sagt sie auf Anfrage. Die Schwaikheimer Gemeinschaftsschule ist noch nicht so weit wie geplant. Sie hat noch keine Rektorin oder Rektor. Eltern wissen noch nicht, wie die Schule wird, umgebaut ist sie auch noch nicht. Da darf man jetzt nicht die große Anmeldewelle erwarten, zumal in direkter Nachbarschaft, in Leutenbach, eine intakte Gemeinschaftsschule, gut ausgebaut und besetzt, zur Verfügung steht. 48 Schüler haben sich bis Samstagvormittag in der Leutenbacher Gemeinschaftsschule angemeldet. Eine stolze Zahl. Damit kann die Schule zwei Klassen betreiben, die gut ausgelastet wären.

Ist eine Klasse mit acht Schülern in Winnenden sinnvoll?

Nur die Verteilung der Schüler auf die künftig zwei Gemeinschaftsschulen in der Raumschaft Winnenden ist ungleich: Die meisten zieht’s nach Leutenbach. Soll jetzt in Schwaikheim eine Klasse mit elf Schülern und in Winnenden noch eine Klasse mit acht Schülern eingerichtet werden? OB Hartmut Holzwarth kann sich dies nicht vorstellen, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung äußerte. Die Schulamtsleiterin sagt vorerst noch nichts Konkretes dazu. „Wir möchten mit den Winnender Eltern reden, vorher entscheiden wir nichts“, sagt sie. Nach dem Beschluss der Stadt Winnenden, die Winnender Gemeinschaftsschule nach Schwaikheim zu verlagern und sie mit der dortigen Gemeinschaftsschule zu fusionieren, ist das Thema sehr heikel. Nichts soll über die Köpfe der Eltern hinweg entschieden werden.

Die Anmeldezahlen sprechen für zwei Gemeinschaftsschulen

In einer Hinsicht sieht OB Holzwarth eine Bestätigung für die Entscheidung zur Schulfusion: Zählt man alle Anmeldungen zu Gemeinschaftsschulen in der Raumschaft zusammen, hat man 67. Die reichen auf jeden Fall für zwei Schulen mit jeweils zwei Einstiegsklassen. Eine Schule allein genügt nicht. Und drei wären zu viel. Im Grunde ist die Situation nicht viel anders als im laufenden Schuljahr, für das 73 Gemeinschaftsschüler angemeldet waren. Auch die geben vier Klassen her. Wenn jede Schule mindestens zwei Eingangsklassen haben soll, dann werden aus vier Klassen höchstens zwei Schulen.

Schulamtsleiterin spricht von einer Übergangszeit

Bisher war es nur so, dass die Winnender Robert-Boehringer-Schule sehr attraktiv war, während die Schwaikheimer Schule schwach besucht war. Nun haben die Winnender und die Schwaikheimer schwache Zahlen. Für Schulamtsleiterin Sabine Hagenmüller-Gehring ist dies jetzt eine Übergangszeit. Auf Dauer brauche die Raumschaft zwei Gemeinschaftsschulen, eine in Leutenbach und eine in Schwaikheim, davon geht sie aus.

Konstante Anmeldezahlen für Gemeinschaftsschulen

Sie hat auch festgestellt, dass die Anmeldungen für Gemeinschaftsschulen kreisweit konstant sind, sich auf ein Niveau eingependelt haben, das sich hält. Das werde auch in der Raumschaft Winnenden so, wenn die Gemeinschaftsschule in Schwaikheim etabliert sei, meint Hagenmüller-Gehring. Auf den Umbau und die Rektorenstelle in Schwaikheim kommt es an. Die müsse gut und zügig besetzt werden, sagt OB Holzwarth.

Realschulen und Gymnasien

Nach der Fusion der Gemeinschaftsschulen von Winnenden und Schwaikheim hatten viele befürchtet, dass die Realschulen überlaufen würden. Dafür gibt es jetzt keinerlei Anzeichen.

Beide Realschulen haben ungefähr die gleichen Schülerzahlen wie im Jahr zuvor. Bei der Geschwister-Scholl-Realschule haben sich 67 Schüler angemeldet, im Vorjahr waren es 65. Die Albertville-Realschule hat wieder 109 Schüler. Vor einem Jahr war es fast gleich: 110 Anmeldungen hatte sie damals.

Nahezu unverändert sind auch die Anmeldezahlen an den beiden Winnender Gymnasien: Das Lessing-Gymnasium hat 106 Schüler, und im Vorjahr waren es 105.

Das Georg-Büchner-Gymnasium hat 94 Schüler auf seiner Liste, und im Vorjahr waren es 81.