Winnenden

Appell vom Winnender OB Holzwarth: "Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte aufs Notwendige!"

Covid Schnelltest
Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. © Gabriel Habermann

Angesichts der steigenden Infektionszahlen appelliert der Winnender Oberbürgermeister an die Bevölkerung, Kontakte zu reduzieren. Häufig werde er in letzter Zeit zum Weihnachtsmarkt, der kommende Woche stattfinden soll, befragt. „Augenblicklich sind Weihnachtsmärkte seitens des Landes noch erlaubt und der Veranstalter, unser Verein Attraktives Winnenden, verschärfte das Hygienekonzept nochmals deutlich, zum Beispiel durch eine 2Gplus-Regelung und ein Öffnungsende um 20 Uhr“, schreibt der Oberbürgermeister. Falls Weihnachtsmärkte erlaubt bleiben, fordert er alle Winnender zu einem verantwortungsvollen Umgang auf. Kleine Einkäufe, ein Glas Glühwein oder eine Leckerei im Kreise der Familie - im Freien bei genügend Abstand - seien hoffentlich vertretbar.

„Wir stehen vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung“

Die Lage ist ernst: „Wir befinden uns mitten in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Die Infektionsfälle steigen weiter, die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und wir stehen in Baden-Württemberg und auch im Rems-Murr-Kreis vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung. Die Belastungen für das pflegerische und ärztliche Personal sind enorm“, so der Oberbürgermeister in seinem Schreiben.

Für alle, egal ob geimpft oder ungeimpft, müsse nun eine zentrale Maßnahme im Vordergrund stehen: die Überprüfung unseres Verhaltens und die Reduzierung von Kontakten. „Deshalb bitten wir Sie eindringlich: Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte ausschließlich auf das Notwendige!“ Bei den notwendigen Zusammenkünften und Veranstaltungen sollen die geltenden Regeln, Abstände und Hygienekonzepte beachtet werden. „Regelmäßige Schnelltests und die Selbsttestung für alle tragen im Übrigen zur Erhöhung der Sicherheit bei“, empfiehlt der OB.

„Auch für die Geimpften heißt es: Wachsam und vernünftig bleiben“

Er fordert die Winnender auf, auf die Älteren und Schwächeren in der Gesellschaft zu achten, insbesondere beim Umgang in der Familie und in der Nachbarschaft. „Bitte denken Sie daran, dass Sie durch eine Impfung sich selbst und andere vor einem schweren Verlauf schützen.“

Auch solle man an die Kinder unter zwölf Jahren denken, die man momentan noch nicht impfen kann. „Helfen Sie uns durch ein verantwortungsvolles Verhalten dabei, die Schulen und Kindergärten offen zu halten“, bittet der OB.

Holzwarth rät außerdem dazu, mit dem Hausarzt zu sprechen und sich um eine Drittimpfung zu kümmern, wenn das möglich ist. „Die Impfung ist derzeit der zentrale Baustein der Pandemiebekämpfung. Denn obwohl wir zwischenzeitlich wissen, dass Geimpfte sich infizieren können, das Virus weitertragen und bei Vorerkrankungen auch schwer erkranken können, ist diese Wahrscheinlichkeit nach aktuell herr-schender Meinung um ein Vielfaches geringer als bei Menschen ohne Impfschutz. Gleichzeitig heißt es aber auch für die Geimpften: wachsam und vernünftig bleiben.“

Als Gesellschaft gemeinsam durch die Pandemie kommen

Als Gesellschaft sei es gerade in dieser kritischen Phase der Pandemie unsere gemeinsame Verantwortung, dass jeder und jede seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise beitrage. „Nutzen wir die Impfangebote und ermutigen wir diejenigen, die bisher noch mit der Impfung abgewartet haben. Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte.“

Inzidenz steigt auf über 500

Stand Freitag, 19. November, 10 Uhr, sind 239 Winnender positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 18 Personen mehr als noch am Dienstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz (hochgerechnet auf 100 000 Einwohner) liegt damit laut einer Mitteilung von Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bei 516,6.