Winnenden

Artemisia annua: Verkaufsverbot für Kräutertee aus Winnenden bleibt

Artemisia-Polizei
Polizeiauto vor einer Artemisia-Staude: Der Verkauf des Krauts ist verboten und findet dennoch statt. © Anamed

Der Verein Anamed und sein Vorsitzender Dr. Hans-Martin Hirt kämpfen weiter gegen ein Verkaufsverbot des Heilkrauts Artemisia annua. Allerdings sind die Artemisiafreunde jetzt zum dritten Mal mit einem Eilantrag am Verwaltungsgericht gescheitert.

Ein bisher vom Verein engagierter Anwalt hatte in zwei Eilverfahren versucht, dem Verwaltungsgericht zu beweisen, dass Artemisia annua als Lebensmittel oder zumindest als Rohstoff zu akzeptieren sei. Diese zwei Eilverfahren wurden vom Verwaltungsgericht Stuttgart abgelehnt. Seit neuestem ist Dr. Eisenhart von Loeper der Anwalt von Anamed und der Handelsfirma Teemana. Er versucht klarzumachen, dass es unverantwortlich wäre, der Bevölkerung den Zugang zu dieser Heilpflanze zu verwehren, ja dass dies andernfalls einer unterlassenen Hilfeleistung gleichkäme. Das Verwaltungsgericht hat dieses Eilverfahren mit dem Vermerk „Eilt“ versehen und ganz schnell am 23. September abgelehnt. Das Gericht vermutet weiterhin, dass der Vertrieb von Artemisia annua gegen das geltende Lebensmittelrecht verstoße.

Hans-Martin Hirt meint dazu: „Auf das Menschenrecht auf Gesundheit, ja sogar Einbeziehung jetzt des Wirkstoffes Artesunate gegen Covid 19 in weltweit klinischen Studien der WHO (!) hat das Verwaltungsgericht jedoch nicht reagiert, weswegen Eisenhart von Loeper noch am 27. September eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof angekündigt hat und diese bis zum 22. Oktober begründen wird.“

Wie die Erfolgsaussichten vor dem Verwaltungsgerichtshof sind, weiß niemand. Aber der Rechtsstreit verschafft der Artemisia-Handelsfirma Teemana Luft: Solange das Verfahren läuft, ist es üblich, dass das Landratsamt keine Zwangsgeldbescheide verschickt. Ein Zwangsgeld in Höhe von 5000 Euro hatte das Landratsamt schon einmal eingefordert – Teemana hat es aber nie bezahlt und kann davon ausgehen, dass es zurzeit auch nicht fällig wird.

Der Verein Anamed und sein Vorsitzender Dr. Hans-Martin Hirt kämpfen weiter gegen ein Verkaufsverbot des Heilkrauts Artemisia annua. Allerdings sind die Artemisiafreunde jetzt zum dritten Mal mit einem Eilantrag am Verwaltungsgericht gescheitert.

Ein bisher vom Verein engagierter Anwalt hatte in zwei Eilverfahren versucht, dem Verwaltungsgericht zu beweisen, dass Artemisia annua als Lebensmittel oder zumindest als Rohstoff zu akzeptieren sei. Diese zwei Eilverfahren wurden vom

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