Winnenden

Aus EK und SV wird der Handball-Club Winnenden

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Symbolbild. © pixabay.com (CC0 Public Domain)
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Michael Dengler, Jens Heck und Oliver Grötsch sind die drei gleichberechtigten Vorsitzenden des Handball-Clubs Winnenden (HCW).
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Das neue Logo des HC Winnenden.

Winnenden. Der im Mai gegründete Handball-Club Winnenden steht nun auch sportlich in den Startlöchern. Ab 28. April werden die Jugendmannschaften unter dem neuen Namen und mit dem neuen Logo auf dem Trikot aufspielen, ab Mitte September auch die Erwachsenen, die Aktiven-Mannschaften.

Von hoher Motivation und großem Spaß an der neuen großen Gemeinschaft berichten die drei Vorsitzenden. „Die Leute sehen darin eine Chance und laufen schon alleine los, sie wollen zusammenfinden“, sagt Jens Heck. E-Mail und Whatsapp machen rasche Abstimmungen in kleinen Gruppen einfach, und die vielen koordinierenden Aufgaben lassen sich wiederum gut auf die 25 Ausschuss-Mitglieder verteilen. „Die haben wir alle berufen, sie waren bisher in den Ausschüssen der Vorgänger-Vereine“, sagt Michael Dengler. „Uns ist wichtig, dass wir trotz der Neugründung unsere Wurzeln nicht abgeschnitten haben“, so Oliver Grötsch.

Die drei Männer haben im März zwei historische Mitgliederversammlungen geleitet. Zunächst hat ihr alter Verein Eichenkreuz (EK, der sportliche Ableger des CVJM) ohne Gegenstimme beschlossen, dass er mit dem HCW verschmelzen will. Eine Woche später haben die HCW-Mitglieder (79 waren’s bei der Gründung im Mai 2017) ebenfalls ohne Gegenstimme beschlossen, dass sie die 550 EK-Mitglieder aufnehmen möchten. Beide Male war ein Notar dabei und hat die Beschlüsse beurkundet, so dass alles formal absolut korrekt abgelaufen ist.

400 aktive Spieler wechseln zum Handball-Club Winnenden

Mit dem Saisonende für die Aktiven am Samstag, 28. April, wird auch die Zeit der Spielgemeinschaft EK und Handballabteilung der SV Winnenden enden. Seit 2003 haben die Männer, seit 2012 auch die Frauen gemeinsame Besten-Teams gebildet. Die SV wird zwar ihre Abteilung behalten, so dass etwa Altherrengruppen oder ehemalige Spieler, die Nutzer des Sportparks geworden sind, nicht heimatlos werden. Aber der aktive Spielbetrieb mit 30 Mannschaften, 400 Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern, wechselt komplett zum HCW. 100 bis 150 von ihnen waren bisher SV-Mitglieder. Die Aktiven verteilen sich derzeit auf drei Frauenmannschaften und vier Männerteams. Kinder trainieren als Minis, Jugendliche getrennt nach Geschlechtern in E- bis A-Jugend. Der Nachwuchs ist beim Saisonabschlussfest ebenfalls samt Eltern eingeladen, damit sie sich untereinander kennenlernen. Somit ist der Tag zugleich ein Vereins-Neustartfest, nach dem die Jugendlichen mit dem neu designten blau-weißen Logo auf dem Hemd in die Qualifikationsphase starten.

„Wir hatten immer eine Jugendmannschaft in der obersten Liga des Bezirks, die 1. Herren spielen Bezirksliga, die 1. Damen Bezirksklasse“, erläutert Michael Dengler, dass Aufstiege nicht Zweck des neuen Vereins sind. „Wir machen Breitensport und spielen mit lauter eigenen Leuten, da ist der Spagat zum Leistungssport schwierig.“ Vielleicht könne der größere Verein einige Spieler halten, die bisher höherklassig spielen wollten, denkt Dengler. „Eventuell ist mehr Talentförderung möglich“, so Oliver Grötsch. Einfacher wird es in jedem Fall mit dem Nachwuchs. Bisher mussten sich Kinder nach Schulkooperationen oder Handballfesten entscheiden, ob sie der SV oder dem EK beitreten.

Citytreff: Vier Stände von einem Verein

Der Handball-Club wird übrigens mit der SV Winnenden per Rahmenvertrag kooperieren, so dass seine Mitglieder ebenfalls den Sportpark nutzen können. Wie gesagt: Die Wurzeln werden nicht gänzlich abgeschnitten. „Im Mai fahren A-Jugendliche und Aktive nach Albertville, bisher eine reine SV-Angelegenheit. Und dem CVJM bieten wir an, weiter bei der Altpapiersammlung und beim Zeltlager zu helfen“, so Michael Dengler. Für den City-Treff hat man sich geeinigt, statt der bisher fünf Stände von zwei Vereinen vier HCW-Stände an der Wallstraße zu betreiben. „Eine echte Herausforderung wird unsere Weihnachtsfeier“, sagt Jens Heck. „Sie platzte schon bisher mit 300 Teilnehmern im Berufsbildungswerk der Paulinenpflege aus allen Nähten“, schmunzelt Oliver Grötsch. Auch das wird der neue Verein managen.


Einer der größten Handballvereine im Bezirk

„Wir sind mit 700 Mitgliedern einer der größten Handballvereine im Bezirk Rems-Stuttgart. Der Bezirk reicht von Lorch/Alfdorf bis Stuttgart-Möhringen/Gerlingen“, so Michael Dengler. Nur die SG Weinstadt ist ähnlich groß.

„Aus zwei Vereinen wird einer, aber die Zahl der Mannschaften bleibt gleich. Wir brauchen nach wie vor 50 Trainer, ausreichend Schiedsrichter, Eltern und andere Ehrenamtliche, die bei den Heimspielen auf- und abbauen und bewirten“, so Oliver Grötsch. Er wird nach 25 Jahren noch ein Jahr als Schiedsrichter dranhängen.

Michael Dengler rechnet mit 250 Heimspielen im Halbjahr, die vom Handball-Club Winnenden ausgerichtet werden.

Die neue Satzung des HCW sieht übrigens vier Vorsitzende vor. Doch bisher hat sich kein Kandidat gefunden, der das frühere EK-Vorsitzenden-Trio verstärkt.

Am Wochenende 30. Juni und 1. Juli richtet der HCW für den Bezirk das Bezirksspielfest aus, bei dem 70 E- und D-Jugendmannschaften erwartet werden.