Winnenden

Ausbildung und Studium: Messe für Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten

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Pascal Ekert hält das Plakat der Berufe-Messe hoch. Neben ihm weitere Azubis und Ausbildungsleiterin Cornelia Eick. © Gaby Schneider

Pascal Ekert ist 19 Jahre alt, hat 2020 Abi am Lessing-Gymnasium gemacht und diesen Herbst seine Ausbildung im Winnender Rathaus begonnen. Dort arbeitet er zurzeit im Amt für Wirtschaftsförderung mit. Dessen aktuelles Projekt heißt „Abenteuer Wirtschaft“. Die Berufe-Messe für Schüler ab Klasse 8 gibt es seit 15 Jahren, doch Pascal ist ehrlich: „,Abenteuer Wirtschaft' ging bisher an mir vorbei. Bei uns gab es zeitgleich freitagabends eine Berufsbörse als Pflichtveranstaltung, die Lust, sich da zu informieren, war bei einigen Mitschülern entsprechend groß“, erzählt er mit einer Prise Ironie. „Wir Gymnasiasten hatten den Eindruck, dass die Messe etwas für Realschüler sei, die nach der Realschule eine Ausbildung machen wollen.“

Viele Firmen bieten nicht nur Ausbildungsplätze

Das, sagt der Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung, Timm Hettich, war ganz am Anfang so, als die Messe zusammen von Stadt und Kreisjugendring in der Geschwister-Scholl-Realschule veranstaltet wurde. Doch mit den Jahren hat sich „Abenteuer Wirtschaft“ vergrößert und auch die Job-Angebote weiter gefasst. Auch vor der Corona-Pause 2020 sind Schüler vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur fündig geworden, konnten sich über Angebote im Freiwilligendienst, Ausbildungen, aber eben auch (duale) Studiengänge informieren. Timm Hettich lastet das nicht den Gymnasiasten und ihren Schulen an, sondern spricht von eigener „Betriebsblindheit“. Beim Neustart der Messe arbeitete er die Zielgruppen nun stärker heraus und nennt „Abenteuer Wirtschaft“ nun „Die Ausbildungs- und Studienmesse“.

Die zweite Verbesserung brachte Hettich auch auf den Weg: „Unser Team hat geprüft, warum die Besucherzahlen kontinuierlich gesunken sind.“ Dabei kam heraus, dass der Termin Mitte Oktober sich oft mit der Berufsorientierungswoche an den Gymnasien gebissen hat, die Schüler waren dann gerade in Praktikumsbetrieben. „Manchmal stellte die Schule ihre Klassen auch einfach nur frei für den Besuch der Messe.“ Da war's der eigenen Motivation der Schüler überlassen, ob sie hingehen oder nicht. Bis 2016 war die Messe sogar samstags, und das in der Volksfestzeit Mitte Oktober ... wenn nicht Mama oder Papa Druck machten, schlief so mancher Junior lieber aus.

Neu ist, dass jede Schule mitmacht und eine eigene Besuchszeit bekommt

„Der Lehrer muss seine Schüler auf die Messe vorbereiten und mit ihnen hingehen“, darin wurde sich die Wirtschaftsförderung mit den Schulen einig. Dadurch seien nun auch wieder alle Winnender Schulen mit an Bord. Und damit sich nicht 20 Klassen am Vormittag in der Halle drängen und die Leute am Stand am Nachmittag Däumchen drehen, hat jede Schule einen Zeitslot bekommen. Nicht nur, aber auch wegen Corona: „An den einzelnen Ständen aber ballen sich die Besucher nicht, und jeder Schüler hat die Möglichkeit, sich über Berufe und Studiengänge zu informieren.“ Das persönliche Gespräch, ob mit den Ausbildern der Firmen oder auch Auszubildenden und dualen Studenten, sei wichtiger denn je, findet Hettich.

34 Messestände gibt es, hauptsächlich von Winnender Firmen. Von der Warteliste kam niemand mehr zum Zuge, die Wirtschaftsförderung musste Interessenten absagen. „Wir sorgen auch für einen guten Mix, weil wir die verschiedenen Berufe und Studiengänge möglichst breit darstellen wollen“, sagt Hettich. Am Stand der Stadt wird auch Pascal Ekert etwas über den Beginn seiner Verwaltungslaufbahn erzählen. „Mir gefällt, dass es enorm breit gefächert und nicht nur Theorie ist.“

Pascal Ekert ist 19 Jahre alt, hat 2020 Abi am Lessing-Gymnasium gemacht und diesen Herbst seine Ausbildung im Winnender Rathaus begonnen. Dort arbeitet er zurzeit im Amt für Wirtschaftsförderung mit. Dessen aktuelles Projekt heißt „Abenteuer Wirtschaft“. Die Berufe-Messe für Schüler ab Klasse 8 gibt es seit 15 Jahren, doch Pascal ist ehrlich: „,Abenteuer Wirtschaft' ging bisher an mir vorbei. Bei uns gab es zeitgleich freitagabends eine Berufsbörse als Pflichtveranstaltung, die Lust, sich

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