Winnenden

B14-Anschluss Avus acht Wochen gesperrt

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Acht Wochen sollen die Sanierungsarbeiten dauern. © Alexander Roth
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Die Brücke (im Vordergrund) ist so schadhaft, dass sie saniert werden muss.

Schwaikheim. Die Brücke der B-14-Zufahrt, die die Auffahrtsrampe, von der Dammstraße zur Kreisstraße 1850 („Avus“) überquert, ist so schadhaft, dass sie saniert werden muss. Die Brücke wird deshalb ab dem 23. Juli voraussichtlich ab 10 Uhr voll gesperrt. Während sie saniert wird, gibt es zwei Umleitungsstrecken, eine über Leutenbach, eine über Winnenden.

Edit: In einer früheren Version des Artikels war leider eine falsche Umleitung angegeben; diese wurde korrigiert


Eine Karte mit der Umleitung finden Sie unten im Artikel.


Festgestellt wurden die Schäden im Rahmen einer regelmäßigen Überprüfung der Brücke, die 1966 erbaut wurde. Die zahlreichen Risse und Abplatzungen am Konstruktionsbeton seien relevant für den Bestand der Brücke und für die Verkehrssicherheit, so das Landratsamt. Bewehrungsstahl liegt frei, die Korrosion ist bereits fortgeschritten, auf der Oberseite der Brücke ist die Abdeckung schadhaft und Gelände sowie Schutzplanken sind ebenfalls stark korrodiert.

Acht Wochen gesperrt

Eine Ausbreitung der Schäden, könne nur durch eine Sanierung aufgehalten werden, so das Landratsamt weiter. Die Abplatzungen sollen entfernt, der Bewehrungsstahl soll neu versiegelt und ein Betonersatz aufgebracht, die Abdichtung im Bereich der Fahrbahn und an den Brückenkappen erneuert werden. Außerdem ist vorgesehen, die Entwässerungsrinnen entweder punktuell zu sanieren oder zu ersetzen.

Die Arbeiten werden rund acht Wochen dauern. Sie sollen Ende Juli beginnen, um die Sommerferien und damit die verkehrsärmere Zeit zu nutzen, so dass sie bis Mitte September erledigt sein sollen. Laut Landratsamt ist wegen der geringen Fahrbahnbreite und wegen neuer Vorschriften für Straßenbaustellen eine nur einseitige Sperrung nicht möglich.

Schnelle Umleitung an Leutenbach vorbei

Die wichtigere Umleitung ist die für den „schnellen“ Verkehr auf der B 14. Dessen Hauptableitung erfolgt an der B-14-Anschlussstelle Winnenden-West, und zwar sowohl für den Verkehr aus Richtung Waiblingen als auch für den aus Richtung Backnang. Der Verkehr wird von dort über die Landesstraße 1127, also an Leutenbach vorbei, zum Weiler Kreisel und von dort über die Kreisstraße 1850 nach Schwaikheim geleitet. Der Verkehr aus Richtung Backnang wird also bereits vor Winnenden „abgefangen“, der Verkehr aus Richtung Waiblingen weiter- und um Winnenden herumgeleitet.

Städtische Umleitung für den „langsamen“ Verkehr über Winnenden

Der „langsame“ Verkehr, von Mofas, Mopeds, Traktoren, also Fahrzeugen, die nicht auf der Bundesstraße fahren dürfen, sowie der „städtische“ Verkehr aus Richtung Korb wird über die alte B 14 (K 1911) nach Winnenden umgeleitet, von dort auf der Waiblinger Straße über die Rewe-Kreuzung, die Max-Eyth-Straße im Gewerbegebiet Langes Gewand, die Brückenstraße, die Hufeisenkreuzung unterhalb des Bahnhofs und von dort über die Schwaikheimer Straße (Landesstraße 1140) nach Schwaikheim geführt.

Hinweisschilder für den Verkehr aus Richtung Remseck

Das sind die beiden Umleitungen für den Verkehr, der nach Schwaikheim will. Beim Verkehr, der durch Schwaikheim will, etwa aus Richtung Remseck und von dort zur B 14, kann das Landratsamt auf Nachfrage derzeit noch nichts zu einer möglichen Umleitung sagen, auch nichts zu einer möglichen Ausschilderung, die auf andere Straßen als die Ortsdurchfahrt im Zuge der K 1850 verweist. Das hänge nämlich vom jeweiligen Ziel des Verkehrs ab.

Man werde aber an den betreffenden Knotenpunkten früh- beziehungsweise rechtzeitig darauf hinweisen, dass die Durchfahrt zur B-14-Anschlussstelle wegen der Sperrung nicht möglich ist, also den betreffenden Verkehr nicht bis zur Sperrung selbst in die Sackgasse fahren lassen, so das Landratsamt.

Der Busverkehr zwischen Korb und Schwaikheim werde während der Bauzeit aufrechterhalten, allerdings komme es zu Änderungen im Fahrplan, so das Landratsamt weiter. Das Schwaikheimer Industriegebiet bleibe während der Bauzeit für den Verkehr erreichbar.

 

 

50 Prozent Förderung

Den Auftrag erhält die Firma Lukas Gläser aus Aspach zu einem Angebotspreis von 390 000 Euro (die Kostenschätzung lag bei 350 000 Euro).

Das Vorhaben wird mit 50 Prozent vom Land aus dem Kommunalen Sanierungsfonds gefördert.