Winnenden

Bald weniger Kalk im Winnender Wasser: Neues Wasserwerk Ende März fertig

Jahresendbeilage: Winnenden Stadtwerke
Stefan Schwarz vor dem neuen Wasserwerk bei Birkmannsweiler. © Alexandra Palmizi

Die drei Fahnen der Stadtwerke wehen schon stramm und leuchtend-orange vor dem neuen Wasserwerk bei Birkmannsweiler. Auch das Gebäude, die Hülle, wenn man so will, steht schon länger mit seiner Holzfassade und seinem steilen Satteldach. Es trägt die Module einer Fotovoltaikanlage. Doch in Betrieb ist das Wasserwerk noch nicht. Stadtwerkechef Stefan Schwarz erklärt, warum es etwas länger dauert.

Eigentlich wäre das Wasserwerk noch 2021 in Betrieb gegangen

„Wir wären vor Weihnachten in Betrieb gegangen, hätte nicht der Chipmangel für Zeitverzug gesorgt“, sagt der Geschäftsführer. Die stockende Halbleiterproduktion im Ausland ist einer der großen, von der Corona-Pandemie beeinflussten Knackpunkte, was die Fertigstellung vieler neuer Projekte und Produkte derzeit betrifft. Doch die drei Monate Zeitverzug sind eigentlich gar kein so großes Problem, denn das Projekt war seit Baubeginn im Juni 2020 viel schneller vorangekommen als ursprünglich gedacht. „Und so sind wir jetzt wieder im alten Zeitplan“, sagt Stefan Schwarz lachend. „Ende März soll endlich ganz Winnenden komplett mit einer einheitlichen Wasserhärte versorgt werden.“

Das Eigenwasser ist sehr kalkhaltig und muss deshalb mit Fremdwasser gemischt werden

Zwölf Grad deutsche Härte, das ist das große Ziel, das die Stadtwerke mit dem Bau von zwei neuen Wasserwerken erreichen wollten. Deutlich weicheres Wasser, mit weniger Kalk, heißt weniger Verschleiß, weniger Mühe, Geld- und Zeitaufwand beim Entkalken oder Reinigen. Die Besitzer von Maschinen zum Waschen, Spülen, Kaffeekochen werden sich freuen, und auch die Umwelt, denn Reinigungsmittel lassen sich bald geringer dosieren, und das wiederum wirkt sich auch auf den Geldbeutel der Verbraucher aus.

Das erste neue Wasserwerk steht an der Schwaikheimer Straße, Ecke Talweg, es ist 2018 in Betrieb genommen worden. Für große Teile der Kernstadt und die östlichen Teilorte wie Birkmannsweiler, Höfen und Baach brachte es keinen Nutzen, sie wurden weiterhin mit überaus hartem Wasser von bis zu 21 Grad deutscher Härte versorgt. Damit es nicht noch kalkhaltiger wird, verzichteten die Stadtwerke teilweise auf die Nutzung von Eigenwasser und mischten lieber eingekauftes Fremdwasser dazu.

Das soll mit dem zweiten Wasserwerk, das gut sichtbar an der Straße steht, die den Burkhardshof mit der Kernstadt verbindet, ein Ende haben. Nun kann das Eigenwasser direkt entkalkt werden.

Nächstes Jahr steigt der Preis fürs Wasser

Stefan Schwarz verschweigt freilich nicht, dass sich im Zuge des Neubaus nächstes Jahr die Wasserbezugspreise erhöhen werden. Der oben beschriebene monetäre Spareffekt für die Verbraucher durch weniger Waschmittel wird damit gemindert. „Das haben wir von Anfang an nie verschwiegen: Der zweite Neubau hat ähnliche Auswirkungen auf den Grundpreis wie der erste“, sagt Schwarz. Der Grundpreis stieg 2019 um zehn Prozent an, der Verbrauchspreis um zehn Cent je Kubikmeter.

Wie hoch genau die Erhöhung ab 2023 ausfällt, entscheidet der Aufsichtsrat der Stadtwerke im Herbst dieses Jahres. „Wir berücksichtigen alles, von der Lohnentwicklung für die Monteure über die Materialpreissteigerung, und auch der Wasserbezug bei der NOW wird für uns ja jedes Jahr teurer.“ Schließlich muss Schwarz auch die Abschreibung reinrechnen, und da sei es nur logisch, dass eher der Grundpreis als der Verbrauchspreis angehoben wird. „An sich ist der Neubau preislich nicht aus dem Ruder gelaufen“, diese gute Nachricht hat Stefan Schwarz auch noch in petto. 2,5 Millionen Euro lautete die Kostenschätzung zu Baubeginn.

Die drei Fahnen der Stadtwerke wehen schon stramm und leuchtend-orange vor dem neuen Wasserwerk bei Birkmannsweiler. Auch das Gebäude, die Hülle, wenn man so will, steht schon länger mit seiner Holzfassade und seinem steilen Satteldach. Es trägt die Module einer Fotovoltaikanlage. Doch in Betrieb ist das Wasserwerk noch nicht. Stadtwerkechef Stefan Schwarz erklärt, warum es etwas länger dauert.

Eigentlich wäre das Wasserwerk noch 2021 in Betrieb gegangen

„Wir wären vor

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