Winnenden

Balkon an der Stadtkirche repariert: Gotteslob erschallt wieder über der Stadt

Altane
Der Balkon an der Stadtkirche ist nun wieder sicher genug, dass zwei Bläser auf ihm stehen können. © Gabriel Habermann

Geschlossene Gesellschaft unter freiem Himmel: Rund 50 Geladene versammelten sich am Sonntagnachmittag auf der Marktstraßenseite der Stadtkirche und hörten, was lange nicht zu hören war: zweistimmige Trompetenmelodien. Außerdem verriet Pfarrer Reimar Krauß, dass die Sanierung der Stadtkirche nun in die nächste, spannende Phase eintritt, dazu später mehr.

Zwei Bläser des CVJM-Posaunenchors standen zunächst über den Zuhörern in schwindelnder Höhe auf der Altane, einem hölzernen und überdachten Balkon, der am Stadtkirchenturm hängt. Diese Altane durfte längere Zeit aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden, weshalb die evangelische Kirchengemeinde Winnenden das Turmblasen zu besonderen Anlässen wie Weihnachten zuletzt auf den Schwaikheimer Torturm an der Marktstraße verlegt hatte. Auch er hat, man sieht sie sogar auf unserem Turmbläserfoto, eine Altane.

Für weitere Reparaturen muss ein Gerüst aufgebaut werden

Wer da oben spielen will, muss doppelt gut bei Puste sein; nicht nur fürs Instrument, sondern auch die mehr als 100 Stufen, die es in Kirche und Kirchturm zu bewältigen gilt. Dass der Balkon nun wieder gefahrlos betreten werden kann, ist zunächst einigen Ehrenamtlichen zu verdanken und vielen Spendern, die Geld auf der Kreissparkassen-Spendenplattform oder direkt bei der Stiftung Stadtkirche einzahlten. „Weitere Arbeiten zum Erhalt der Altane sind bereits finanziert, aber dafür muss ein Gerüst her“, so Pfarrer Reimar Krauß. Das komme aber sinnvollerweise erst dann, wenn der ganz Turm saniert wird.

Architekten analysieren derzeit die Schäden an der Stadtkirche

Ewig dauern wird das allerdings nicht mehr, wie Krauß weiter ausführte: „Die Gesamtkostenberechnung und die Dachsanierung gehören zum ersten Bauabschnitt, weil die Verantwortlichen es für sinnvoll hielten, mit Dach und Hülle zu beginnen.“ Die geschätzten Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei 460 000 Euro, davon trägt die Stiftung 155 000 Euro aus ihrem Vermögen. Das Architekturbüro Weinreich aus Neckarsulm sei schon dabei, das Gebäude zu vermessen und die Schäden zu analysieren. „Der Innenraum wird nach wie vor genutzt“, verwies Reimar Krauß auf die Marktandachten, „nach Lockerung der Coronabeschränkungen wird hoffentlich wieder mehr möglich sein, Musik, Theater, Kunst.“ Großes Ziel der Stiftung Stadtkirche sei aber, den Innenraum in Sachen Heizung, Sanitär, Beleuchtung zu ertüchtigen.

Inzwischen hat auch der Kirchenbezirk Waiblingen das Gesamtprojekt Sanierung mit 1,4 Millionen Euro in seine Bauübersicht aufgenommen. Das heißt, die Winnender können davon ausgehen, mindestens ein Viertel der Bausumme aus der Solidargemeinschaft der Evangelischen Landeskirche zu erhalten.

Geschlossene Gesellschaft unter freiem Himmel: Rund 50 Geladene versammelten sich am Sonntagnachmittag auf der Marktstraßenseite der Stadtkirche und hörten, was lange nicht zu hören war: zweistimmige Trompetenmelodien. Außerdem verriet Pfarrer Reimar Krauß, dass die Sanierung der Stadtkirche nun in die nächste, spannende Phase eintritt, dazu später mehr.

Zwei Bläser des CVJM-Posaunenchors standen zunächst über den Zuhörern in schwindelnder Höhe auf der Altane, einem hölzernen und

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