Winnenden

Bausprinter auf der Bacchus-Terrasse: Wie geht's für den Winnender Wirt Kosta weiter?

Terrasse
Stühle und Tische der Bacchus-Keller-Terrasse sind zur Seite geräumt, Baufahrzeuge müssen zur Baustelle im Hof fahren. © Regina Munder

Gastwirte haben dank Hitze und weiteren Lockerungen nun endlich Grund, etwas hoffnungsvoller in die Zukunft zu blicken: Sie können wieder Gäste auf ihren Terrassen und in ihren Biergärten begrüßen und dürfen sie ohne Schnelltest Platz nehmen lassen. Alle? Nein. Einer bleibt außen vor: Konstantinos Gatsios, der griechische Wirt des Bacchus-Kellers. Eigentlich hat er eine Terrasse zwischen zwei Häusern, direkt vor dem Eingang zum Restaurant. Elf Tische, etwa 45 Plätze, nicht schlecht. Doch seit geraumer Zeit ist dieser Freisitz an der Schorndorfer Straße in eine Baustellenzufahrt verwandelt. Projektbau Pfleiderer erstellt im Hinterhof, wo früher ein großer Parkplatz und ein kleines Schlachthaus waren, ein Mehrfamilienhaus.

Wir besuchen Kosta, wie alle den Winnender Kult-Kellner nennen, 20 Stufen unter der Erde. Machen uns auf alles gefasst: einen niedergeschlagenen oder auch wütenden Typen, der kurz davor ist, alles hinzuwerfen. Oder so. Aber von wegen! Kosta ist bestens aufgelegt und schäkert mit einem Baby, während dessen Mama aufs Abholessen wartet. Das Kindlein lacht über die Faxen und Duzi-Duzi-Neckereien, da geht einem das Herz auf. Und auch als Mutter und Kind mit der Essenstüte gegangen sind, bleibt Kosta gelassen und gut gelaunt. Ja, sagt er, klar, sagt er, jetzt die Terrasse zu haben, das wäre klasse. Denn im Keller kann er nur so die Hälfte der Gäste und nur mit dem „3-G“-Nachweis bewirten, das lohnt sich nicht. Doch er kann die Baustelle nicht wegzaubern. Und selbst wenn sie morgen so weit wäre, dann müsste er ja noch Angebote von Handwerkern einholen, Materialien vergleichen und Preise verhandeln, dann muss alles bestellt werden, und Sommerurlaub im August, die drei Wochen müssen auch sein. „Ich denke, die Saison ist gelaufen.“ Er lässt sich davon aber nicht kirre machen. „Im Juni sind wir noch durch Hilfen abgesichert, nur im Juli wird es auf jeden Euro und jeden Cent ankommen“, meint Kosta.

Eine Sorge weniger und vielleicht ein happy Saison-Ende

Ein Anruf unserer Zeitung bei Projektbau Pfleiderer kann dem sympathischen Wirt immerhin eine Sorge nehmen: Die Firma wird als Eigentümerin der Terrasse diese neu pflastern lassen und das auch bezahlen. Nichts anderes war von vornherein geplant. Ein Mitarbeiter sagt, dass in etwa drei Wochen der gigantische Kran abgebaut wird. Dann wird die Zufahrt nicht mehr benötigt, die Terrasse kann gerichtet werden. „Damit Herr Gatsios als Mieter der Fläche wenigstens ein bissele außen bewirten kann“, sagt der Mitarbeiter.

Wenn Kosta also aus dem August-Urlaub zurück ist und der Frühherbst ihm und seinen Gästen noch ein paar warme Tage beschert, dann ist die Saison vielleicht doch noch nicht ganz gelaufen. 

Gastwirte haben dank Hitze und weiteren Lockerungen nun endlich Grund, etwas hoffnungsvoller in die Zukunft zu blicken: Sie können wieder Gäste auf ihren Terrassen und in ihren Biergärten begrüßen und dürfen sie ohne Schnelltest Platz nehmen lassen. Alle? Nein. Einer bleibt außen vor: Konstantinos Gatsios, der griechische Wirt des Bacchus-Kellers. Eigentlich hat er eine Terrasse zwischen zwei Häusern, direkt vor dem Eingang zum Restaurant. Elf Tische, etwa 45 Plätze, nicht schlecht. Doch

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