Winnenden

Baustellen-Probleme überwunden, neuer Kunstrasenplatz Hertmannsweiler ist fertig

Kunstrasen
Der neue Kunstrasenplatz in Hertmannsweiler ist fertig. © Benjamin Büttner

Es hat ein wenig länger gedauert als geplant, doch jetzt ist das neue Kunstrasenfeld in Hertmannsweiler fertiggestellt. Wir erinnern uns: Die Baustelle glich zwischenzeitlich eher einem Badesee als einem Fußballplatz. Mittlerweile wird hier aber trainiert und gespielt. Diese gute Nachricht aus der städtischen Pressestelle bestätigt Josip Ljubas, Vorsitzender des SV Hertmannsweiler. Nur rund acht Wochen Verzug „bei so einem Riesenprojekt“ (Gesamtkosten: 1,53 Millionen Euro) seien ein Erfolg: „Wir haben 30 Jahre auf einen neuen Platz gewartet, das sind acht Wochen nichts!“ Ein anderes Problem ist noch nicht abschließend gelöst.

Der alte Platz wurde 1957 angelegt - und wurde zunehmend gefährlicher

Zunächst aber zum neuen Kunstrasenplatz. Seit der SVH in den 1980ern den neuen Sportplatz nebenan gebaut hat, steht die Sanierung des alten Feldes auf dem Plan – beziehungsweise ein Neubau. Schließlich war der alte Bolzplatz am Vereinsheim aus dem Jahr 1957 nur noch schwer bespielbar. Im dürftigen Licht der alten Flutlichtanlage bestand auf dem abschüssigen Grün zuletzt hohe Verletzungsgefahr. Im März 2022 begannen endlich die Bauarbeiten am Kunstrasen, die jetzt abgeschlossen wurden. Vor circa zwei Wochen erfolgte die langersehnte Freigabe.

Das neue „Fußballgroßspielfeld“ hat eine Fläche von 99 mal 55 Meter. Bei der Linierung der Spielfläche wurden nach Angaben der Stadt zwei quer ausgerichtete Jugendspielfelder mit einer Größe von jeweils 55 mal 35 Meter angebracht. Mit der neuen Flutlichtanlage, die laut Stadtverwaltung „über äußerst sparsame LED-Scheinwerfer und vier Beleuchtungsmodi“ verfügt, können Trainingseinheiten und Spiele auch abends ohne Einschränkungen stattfinden. Ausgestattet ist das Kunstrasenfeld laut Pressemitteilung mit drei mobilen Großfeldtoren und vier mobilen Kleinfeldtoren sowie zwei Spielerkabinen.

Eigentlich hätten sich die Fußballer eine Eröffnung des neuen Feldes im September gewünscht. Im Zuge der Erdarbeiten im Frühjahr hatten aber starke Regenfälle zu Bauverzögerungen geführt. Zeitweise stand ein Großteil der Baustelle unter Wasser. Immerhin hätten Lieferschwierigkeiten aufgrund frühzeitiger Bestellung und Zwischenlagerung weitgehend vermieden werden können, schreibt die Rathaus-Pressestelle. Das Feld stehe jetzt den örtlichen Vereinen und Schulen sowie nach Möglichkeit auch anderen Vereinen zur Verfügung.

Der neue Bolzplatz ist ausbaufähig

Doch was ist mit den Kindern, die früher auf dem Bolzplatz gekickt haben? Die Stadt hat zwar einige Meter weiter hinter dem Vereinsheim ein kleines Ersatzfeld angelegt, das ist aber äußerst uneben und die angekündigten Fangzäune sind bis heute nicht aufgestellt. Claudia Broos, eine Mutter, die sich mit anderen für den Ersatz-Bolzplatz starkgemacht hat, hat sich deshalb erneut an die Stadt gewandt. Ihr sei gesagt worden, dass der Platz noch einmal nachgebessert werden soll, berichtet sie unserer Redaktion. Hier ist offenbar das letzte Wort noch nicht gesprochen – zumal auch die Zukunft eines möglichen Multifunktionsfelds bei den Tennisplätzen noch nicht abschließend geklärt ist.

Allerdings haben die Bolzplatzkinder jetzt doch die Möglichkeit, auch ab und zu den Kunstrasen zu nutzen. Josip Ljubas teilt mit: „Wir haben mit der Stadt abgesprochen, dass der SV nichts dagegen hat, wenn die Dorfjugend den Kunstrasenplatz nutzt – aber unter den gleichen Bedingungen wie der Sportverein.“ Also mit Aufsicht, dem richtigen Schuhwerk und nur zu bestimmten Zeiten, wenn keine Spiele oder Training stattfinden. „Der Platz soll von möglichst vielen genutzt werden können. Aber wir wollen vermeiden, dass er nach zwei Jahren schon wieder ramponiert ist.“

Es hat ein wenig länger gedauert als geplant, doch jetzt ist das neue Kunstrasenfeld in Hertmannsweiler fertiggestellt. Wir erinnern uns: Die Baustelle glich zwischenzeitlich eher einem Badesee als einem Fußballplatz. Mittlerweile wird hier aber trainiert und gespielt. Diese gute Nachricht aus der städtischen Pressestelle bestätigt Josip Ljubas, Vorsitzender des SV Hertmannsweiler. Nur rund acht Wochen Verzug „bei so einem Riesenprojekt“ (Gesamtkosten: 1,53 Millionen Euro) seien ein Erfolg:

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