Winnenden

Bekannter Händler eröffnet Pop-up-Store für Männermode im früheren Trikotmuseum

Pop Up Shop
Frisch geliefert und gerade eben ausgepackt: Andy Kalb mit neuer Ware in seinem Pop-up-Store in der Kirchstraße. © Benjamin Büttner

Andy Kalb hat ein Erbarmen für alle Männer, die dem früheren Hardy in der Marktstraße nachtrauern: Am Montag eröffnet er ein Geschäft für Männermode im ehemaligen Trikotmuseum in der Winnender Kirchstraße. Damit dürfte das größte Mangelgefühl behoben sein, das Männer beschleicht, wenn sie an den leeren Schaufenstern von Hardy in der Marktstraße vorbeiflanieren. Dass es Andy Kalb ist, der den Laden eröffnet, kommt Hardy-Stammkunden entgegen, denn Kalb war Mitinhaber des Hardy.

Dieser Laden hat nur eine begrenzte Lebensdauer

Ab Montag öffnet Kalb seinen Kurzzeitladen, der eigentlich Pop-up-Store heißt. Nur von 7. bis 19. Dezember wird er geöffnet haben, aber das hilft Männern schon viel, die vielleicht trotz Corona und der damit verbundenen Kontaktverbote noch was Neues zum Anziehen haben möchten für die Feiertage und fürs kommende Frühjahr. Diese Woche hat Andy Kalb sich mit neuer Ware eingedeckt und gerade bestückt er die kleine Boutique mit einer Fülle von Hemden, Jeans, Sweatshirts, Jacken, Jacketts, sportlich modischer Herrenbekleidung und im Untergeschoss mit den klassischen Sakkos, Anzügen und Olymp-Hemden. Vieles, was Hardy früher führte, wird nun hier vorübergehend angeboten, sogar Hosenträger sind dabei, nur Schuhe wird er in diesem kleinen Geschäft nicht führen. Andy Kalb arbeitet dort ganz alleine, und die Kundenzahl beschränkt er auf vier, um jegliche Ansteckungsgefahr auszuschließen. Am Eingang wird Desinfektionsmittel bereitgestellt. Maskenpflicht gilt.

Im Mai wird der Händler ein dauerhaftes, neues Geschäft eröffnen

Hinter der Idee für diesen Pop-up-Store stecken zwei Überlegungen: Im Mai möchte der 54-jährige Kalb ein neues, dauerhaftes Herrenmodegeschäft im Neubau am Holzmarktplatz eröffnen. Die Zeit zwischen der Hardy-Schließung am 31. Oktober und der Neueröffnung im Mai ist doch ziemlich lang. Kalb muss etwas tun, damit Stammkunden ihn nicht vergessen: „Das ist für uns Imagepflege und wir können damit vielleicht schon den neuen Namen des neuen Geschäfts etablieren: AN.DY.“ Und das andere ist: Wie jeder Mensch, muss auch ein Geschäftsinhaber schauen, dass Geld ins Haus kommt, und wenn er gerade kein dauerhaftes Geschäft hat, hilft auch mal ein Pop-up-Store.

Die Räume in der Kirchstraße passen gut – auch der Gewölbekeller

Den Laden in der Kirchstraße hat Andy Kalb von seiner Vermieterin ganz günstig bekommen für die kurze Zeit, und seit er ihn einrichtet, wächst seine Begeisterung für die Räume, die oben ganz geschmackvoll gestaltet sind und im Untergeschoss sogar einen gemütlichen Gewölbekeller haben: „Es ist ein superschöner Laden.“

Für Männer gibt es nun also bis kurz vor Weihnachten eine fast schon gewohnte Einkaufsmöglichkeit. Aber nach zwei Wochen ist schon wieder Schluss, denn so ganz locker und einfach ist es auch wieder nicht mit dem schönen Wort Pop-up-Store. Es klingt, als würde man schnell einen Laden aufploppen lassen, und wenn er gut läuft, würde man ihn ein paar Wochen offen halten und dann mal weitersehen. Aber jedes Geschäft braucht eine Zulassung von der Stadt. Wer ähnlich wie ein Markthändler seine Ware für ein paar Tage ausbreitet, und dann weiterzieht, kann das auch nicht einfach so machen. Er braucht eine Reisegewerbekarte. Andy Kalb kann für zwei Wochen mal so seinen Laden betreiben. Würde er verlängern wollen, müsste er die Reisegewerbekarte beantragen. Schon deshalb belässt er es nur bei zwei Wochen. Männer müssen sich darauf einstellen, dass es dann wieder eine Durststrecke geben wird bis zum Mai.

Männer haben in Winnenden noch andere Einkaufsmöglichkeiten

In dieser Zwischenzeit haben Winnendens Männer allerdings noch zwei Einkaufsquellen für Herrenmode. Im sportlich modischen Segment gibt es den Skurril an der Wallstraße und gleich neben ihm die Filiale des Billig-Kleidungsanbieters KiK.

Andy Kalb hat ein Erbarmen für alle Männer, die dem früheren Hardy in der Marktstraße nachtrauern: Am Montag eröffnet er ein Geschäft für Männermode im ehemaligen Trikotmuseum in der Winnender Kirchstraße. Damit dürfte das größte Mangelgefühl behoben sein, das Männer beschleicht, wenn sie an den leeren Schaufenstern von Hardy in der Marktstraße vorbeiflanieren. Dass es Andy Kalb ist, der den Laden eröffnet, kommt Hardy-Stammkunden entgegen, denn Kalb war Mitinhaber des

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