Winnenden

Boehringer-Schule: Mit höheren Grundsteuern geht’s

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Schild im Altbau – die Winnender Schule soll mit dem Schwaikheimer Pendant fusionieren. © Habermann / ZVW

Winnenden.

Die Stadt hält nur Einsparungen von 10,5 Prozent für realistisch, gerade nach dem Gespräch zwischen Eltern, Stadträten und Architekten. Von 21,9 Millionen kommt man so auf 19,4 Millionen Euro. Davon zieht die Stadt die bereits bezahlte Planung in Höhe von 500 000 Euro und den Zuschuss des Landes (3,2 Millionen Euro) ab. Auch den Mensabau nimmt Kämmerer Jürgen Haas aus, der müsste sowieso erfolgen und ist für 2017 mit 3,6 Millionen Euro eingeplant.

Die Haushaltszahlen für nächstes Jahr haben sich, wie berichtet, etwas gebessert, das verschafft der Stadt in ihrem engen Finanzkorsett Luft. Aber nicht so viel, dass sie befreit durchatmen könnte: „Mit dem Schulbau können wir ab dem Jahr 2020 viele wichtige Maßnahmen nicht beginnen. Und wir müssen die Grundsteuer B auf mindestens 450 vom Hundert erhöhen“, so Kämmerer Haas. Diese Steuer bezahlen alle Hauseigentümer und Mieter. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sagte: „Es geht am 29. November darum, ob die Finanzierung sichergestellt werden kann.“

Zitate

„Wir wollen als Schule in Winnenden bleiben. Wir könnten auf Räume verzichten, im Moment funktioniert es auch trotz Raumknappheit.“ Markus Klein, Rektor der Gemeinschaftsschule

„Wir haben das Bürgerbegehren gestartet und in zwei Tagen 300 Unterschriften gesammelt. Entscheidet der Gemeinderat gegen den Schulbau, führen wir es bis zum Ende durch.“ Kurt Lander, Elternbeiratsvorsitzender der Boehringer-Schule

„Bitte bedenken Sie bei einem Ja zum Neubau, dass die Kosten für die Stadt tragbar sind. Das Schwaikheimer Schulkonzept hört sich interessant an, wäre kombinierbar und der Ort ist nicht weit weg.“ Jessica Lenz für den Jugendgemeinderat

„Ist es bei einer Fusion möglich, alle Lehrer und Leiter zu übernehmen? Vielen Schülern ist auch noch nicht klar, was die Fusion für sie bedeutet.“ Jil Weber für den Jugendgemeinderat

„Wir unterstützen die Fusion, weil wir sie für machbar halten. Beide Konzepte sind gleich gut, und es gibt keine Gemeinschaftsschule, die ihr anfängliches Konzept nicht weiterentwickelt hat. Die Kollegen begegnen sich bereits mit großer Wertschätzung. Und in Schwaikheim herrscht Aufbruchstimmung. Eltern, die von der Schulart überzeugt sind, nehmen auch Wege in Kauf.“ Sabine Hagenmüller-Gehring, Leiterin des Staatlichen Schulamts