Winnenden

Corona-Infektionen erreichen neuen Höchststand in Winnenden

Coronatest Corona Schnelltest Symbolfoto
Ein Abstrich-Set für Coronatests (Symbolfoto). © ZVW/Benjamin Büttner

Die Coronazahlen steigen in dieser Woche von Tag zu Tag und haben am Mittwoch das Zwischenhoch von 89 Infizierten in der Stadt erreicht. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und seine Fachleute im Ordnungsamt der Stadt sind sicher: „Das ist eine konsequente Entwicklung, keine Zufallsschwankung.“ Auch die Sieben-Tage-Inzidenz von Winnenden liegt auffällig hoch bei 230 Infizierten auf 100 000 Einwohner. „Wir liegen momentan bei den absoluten Infektionszahlen im Kreis an dritter Stelle unter den Großen Kreisstädten“, weiß OB Holzwarth, „und wir sind die Stadt mit den meisten Infizierten pro Kopf im Landkreis.“

Sobald bei jemand der Coronatest positiv ausfällt, versucht ein Team der Stadt, die Infektionsketten nachzuvollziehen, herauszufinden, ob dieser Infizierte weitere Personen angesteckt haben könnte. Ergibt sich aus diesen Nachverfolgungen ein klares Bild? Hat Winnenden einen Hotspot?

Im diffusen Bild des Infektionsgeschehens stehen die 20- bis 30-Jährigen vorne

„Nein“, sagt Holzwarth, „es ist ein diffuses, weit verbreitetes Infektionsgeschehen.“ Altenpflege, Krankenpflege, Einzelhandel, Kitas, Schulen, Soziale Einrichtungen, Wohngruppen, Familien – überall wo mehrere Menschen in einem Raum zusammenkommen, kann sich ein Infektionsgeschehen entwickeln. Holzwarth weiß aus den Nachverfolgungen und den Meldungen der Positiv-Getesteten, dass die Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen ganz stark im Infektionsgeschehen vertreten ist. „Sie sind die Mobilsten der Gesellschaft, arbeiten oder studieren auswärts, haben viele Kontakte, kommen zurück nach Winnenden und haben hier wieder viele Kontakte.“

Auch extrem vorsichtige Ältere werden vom Virus erreicht

In den Sozialen Einrichtungen werde Infektionsschutz und Achtsamkeit auf vorbildliche Weise gelebt, und dennoch erwische das Virus immer wieder eine Gruppe aus so einer Einrichtung. Wenn ein Mitarbeiter einer Firma nachgewiesenermaßen infiziert ist, werden seine Kollegen nach und nach abgefragt. Da kann es passieren, dass aus einem Infizierten im Laufe der Nachforschungen acht oder neun Kontaktpersonen gefunden werden, die getestet werden und in Quarantäne müssen. Holzwarth kennt auch extrem vorsichtige ältere Mitbürger. „Die gehen fast gar nicht mehr aus dem Haus. Nur noch zum Arztbesuch, der absolut notwendig ist.“ Trotzdem werden sie irgendwo vom Virus erreicht und können sich nicht erklären wo.

Das Virus springt nicht von einer Klasse zur anderen über

In Kitagruppen und Schulklasse gibt es laut Holzwarth nur ein ganz geringes Infektionsgeschehen. Die Kinder infizieren sich irgendwo und bleiben gleich zu Hause, wenn ein Infektionsverdacht besteht. Kontakte werden nachvollzogen, einzelne Gruppen oder Klassen gehen in Quarantäne, aber das Virus springt nicht über auf die nächsten Klassen. Dank der Schnelltests können sie nach fünf Tagen wieder zurück in die Schule, wenn sie erwiesenermaßen nicht infiziert sind, und keine engen Kontakte mit einem Infizierten hatten.

Am Donnerstag wurde in Birkmannsweiler eine pädagogische Fachkraft positiv getestet und ihre Gruppe in Quarantäne geschickt. In Hanweiler ist ein naher Verwandter eines Kindes infiziert. Hier klärt ein Schnelltest beim Kind, ob es in Quarantäne muss und weitere getestet werden müssen. Der Kindergarten Waldstrolche ist ganz geschlossen wegen eines Coronafalls.

Neuer Höchststand am Donnerstagabend: 104 Infizierte

Am Donnerstabend meldet das Ordnungsamt der Stadt die neuesten Zahlen für Winnenden: 104 Infizierte und eine Siebentage-Inzidenz von 258. Ein neuer Höchststand.

Die Coronazahlen steigen in dieser Woche von Tag zu Tag und haben am Mittwoch das Zwischenhoch von 89 Infizierten in der Stadt erreicht. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und seine Fachleute im Ordnungsamt der Stadt sind sicher: „Das ist eine konsequente Entwicklung, keine Zufallsschwankung.“ Auch die Sieben-Tage-Inzidenz von Winnenden liegt auffällig hoch bei 230 Infizierten auf 100 000 Einwohner. „Wir liegen momentan bei den absoluten Infektionszahlen im Kreis an dritter Stelle unter den

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