Winnenden

Corona-Situation in Winnenden: Hohe Zahl von Infizierten

Coronatest
Symbolfoto. © Alexandra Palmizi

Wie geht’s uns? Speziell in Winnenden nicht so gut wie im gesamten Landkreis und auch nicht so gut wie zu Beginn der Lockerungen. Die 7-Tages-Inzidenz für Winnenden liegt bei 173,4 (Stand Donnerstag, 18. März). In einem Überblicksbericht für den Gemeinderat hat OB Holzwarth die Fakten und Entwicklungen zusammengefasst. „Ein Hotspot, welcher für den Anstieg an Infizierten verantwortlich ist, lässt sich für Winnenden nicht erkennen“, sagt der Oberbürgermeister.

Jedoch sei der Anteil an Virusmutationen bei den Infektionen auch in Winnenden sehr hoch, was dazu führe, dass bei einer Infektion innerhalb einer Familie praktisch alle Haushaltsangehörigen innerhalb weniger Tage infiziert sind. Gleichzeitig sei jedoch auch festzustellen, dass im Fall von Virusmutationen bei einer konsequenten Beachtung der Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln keine weitere verstärkte Ausbreitung über diese betroffenen Familienverbände (gemeinsamer Haushalt) zu beobachten ist. Holzwarth: „Daher der dringende Appell, die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln einzuhalten!“

Eine gute Nachricht innerhalb der besorgniserregenden Daten: Seit Mitte Februar verzeichnet die Stadt keine neuen Sterbefälle im Zusammenhang mit Corona.

Maskenmuffel, Abstands-Schluris

Durch die Öffnung insbesondere der Kindergärten und Schulen ist laut Holzwarth auch die Zahl von engen Kontaktpersonen in Winnenden wieder gestiegen. Trotz Reisebeschränkungen sei die Zahl der Einreisenden und Reiserückkehrer auf einem hohen Niveau.

Seit Beginn der Corona-Regelungen wurden in Winnenden 156 Verstöße als Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Hierbei handelt es sich insbesondere um Verstöße gegen Maskenauflagen, Kontaktbeschränkungen und Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen. Geahndet wurden die Verstöße mit Bußgeldern zwischen 70 und 1500 Euro.

Einer positiv getestet

Im kommunalen Testzentrum Alte Kelter – in Betrieb seit 3. März – wurden bis Donnerstag 309 Personen getestet, davon 127 Personen aus Schule/Kita, 170 Bürger/-innen und 12 Personen aus anderen Gruppen (Polizei, Justiz, Jugendhilfe etc.). Eine Person wurde positiv getestet. Holzwarth berichtet: „Seit 15. März sind wir täglich ausgebucht, deshalb kläre ich derzeit mit den Hilfsorganisationen und Frau Obleser die Erweiterung der Kapazitäten (vormittags, Wochenende, Feiertage). Seit dieser Woche testen wir von Montag bis Freitag jeweils von 17 bis 20.30 Uhr. Pro Schicht und Tag können derzeit 45 Tests durchgeführt werden.“

Seit 23. Februar testet die Stadt selbst ihre Mitarbeiter und Sitzungsteilnehmer in der Rathauskantine. „Mit heutigem Stand haben wir 26 Tests durchgeführt, davon 24 städtische Mitarbeitende, 1 Mitglied des Gemeinderates und 1 Pressevertreter. Alle Personen wurden negativ getestet.“

Ein Testzentrum im Klinikum Winnenden war vom 22. Februar bis 3. März in Betrieb, ausschließlich für Personal Schule/Kita. Der Track wurde geschlossen, da mit der Alten Kelter neue Strukturen und Möglichkeiten für das Personal an Schulen/Kitas bestehen. Zudem sollen diese Personengruppen ab April mit Selbsttests vom Land versorgt werden.

Privates Testzentrum Marktplatz

Die Wirtschaftsförderung ist im Gespräch mit Noah Schäftlmeier, der mit der Firma Minessa Medical ein privates Pop-up-Testzentrum am Marktplatz (Container) einrichten möchte. Die Kapazität beträgt voraussichtlich zwischen 400 und 600 Tests täglich.

Tests für Schüler

Für die Testungen der Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht bis zu den Osterferien ist gesorgt. Die Tests wurden bereits am Mittwoch verteilt. Derzeit gebe es an den Schulen keine positiven Fälle.

Einzelne Kitas geschlossen

Die Kita Höfen II wurde aufgrund der Infizierung eines Kindergartenkindes und seiner Mutter vom 11. bis 23. März geschlossen. Betroffen sind rund 25 Kinder: Reihentestung wurde veranlasst. Alle Testergebnisse der anderen Kinder waren negativ, wobei nicht alle getestet wurden.

Schließung des Albert-Schweitzer-Kindergartens aufgrund von 2 positiv getesteten Kindern (beide Gruppen vom 15. bis 22. März). Betroffen sind etwa 50 Kinder. Reihentestung wurde veranlasst. Alle Testergebnisse der anderen Kinder waren negativ, wobei nicht alle getestet wurden.

Einen Verdachtsfall gab es im Kinderhaus Pfützen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt wurde von einer Schließung abgesehen. Reihentestung wurde veranlasst. Auch vom Kindergarten Hungerberg wurde ein Verdachtsfall gemeldet, der mit dem Gesundheitsamt abgeklärt wird. Das Impfangebot wurde von vielen Erzieherinnen schnell in Anspruch genommen. Auch die Schnelltests werden genutzt.

Impftruck kommt

Das Land Baden-Württemberg ermöglicht vorübergehend Impfangebote in den Kommunen vor Ort für über 80-Jährige. Hierfür hat der Rems-Murr-Kreis ein mobiles Impfzentrum eingerichtet, das am 20. und 21. März in Winnenden im Stadtgarten vor der Hermann-Schwab-Halle stationiert sein wird. Mindestens 268 Impfdosen stehen für eine Erstimpfung zur Verfügung. Die Zweitimpfung wird genau drei Wochen später, am 10. und 11. April, ebenfalls im mobilen Impfzentrum an gleichen Ort und Uhrzeit stattfinden. Geimpft wird mit dem mRna-Impfstoff von Biontech.

Alle möglichen 268 Termine wurden vergeben, sowie zusätzlich 39 Wartelistenplätze. Die telefonische Anmeldung war allerdings mit Irritationen verbunden. Mancher kam telefonisch einfach nicht durch.

Wie geht’s uns? Speziell in Winnenden nicht so gut wie im gesamten Landkreis und auch nicht so gut wie zu Beginn der Lockerungen. Die 7-Tages-Inzidenz für Winnenden liegt bei 173,4 (Stand Donnerstag, 18. März). In einem Überblicksbericht für den Gemeinderat hat OB Holzwarth die Fakten und Entwicklungen zusammengefasst. „Ein Hotspot, welcher für den Anstieg an Infizierten verantwortlich ist, lässt sich für Winnenden nicht erkennen“, sagt der Oberbürgermeister.

Jedoch sei der Anteil an

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