Winnenden

Corona-Teststationen in Winnenden: Wie geht es weiter?

Drive In Teststation beim Wunnebad
Die Teststation auf dem Wunnebadparkplatz. © Alexandra Palmizi

Winnenden hat mehrere Corona-Teststationen. So zum Beispiel am Kronenplatz, auf der Marktstraße nahe dem Torturm oder auf dem Schotterparkplatz beim Wunnebad. Lohnt sich der Betrieb momentan überhaupt noch? Wie lange bleiben die Stationen noch? Wir haben bei den Betreibern nachgefragt.

Auslastung deutlich zurückgegangen

Die Test-Nachfrage ist in jedem Fall deutlich zurückgegangen. Das kann Philipp Hatzis, der unter anderem die Station am Wunnebadparkplatz betreibt, auch an Zahlen festmachen. „Von der Auslastung her sind es etwa noch 20 oder 30 Prozent im Vergleich zum März“, erzählt er am Telefon. Auch absolute Zahlen nennt der Testbetreiber. „An Hochtagen kommen vielleicht noch 100 Personen zu einem Test. Mitten in der Pandemie waren es auch schon mal 600, wenn sehr viel los war“, erinnert sich Hatzis.

Hatzis kann momentan die Kosten decken – hängen bleibt jedoch nichts

Nach reiflicher Überlegung hat er sich deshalb entschieden, dass er ab 3. Juni am Wunnebad nur noch zwischen 10 und 13 Uhr testet. „Möglicherweise öffnen wir am Abend noch für eine Stunde. Das ist allerdings noch nicht spruchreif“, sagt Hatzis. Eine Teststation sei mittlerweile nicht mehr lukrativ. „Wir können mit der momentanen Auslastung unsere Kosten decken, mehr allerdings nicht“, sagt Hatzis. Seine Teststation am Wunnebad bereits jetzt schon zu schließen, komme für ihn allerdings nicht infrage. „Wir haben mit den Tests Geld verdient. Ich möchte jetzt ein bisschen was zurückgeben. Deshalb bleiben wir noch“, sagt er.

In Berglen und in Hertmannsweiler schließen die Stationen

Geöffnet bleiben soll vorerst auch die Station in Birkmannsweiler (Montag, Mittwoch und Freitag von 7 bis 8 Uhr). Die Stationen in Hertmannsweiler und in den Berglen (Oppelsbohm) hingegen werden zum 3. Juni geschlossen.

Da Ende Juni die aktuelle Verordnung ausläuft, plant Hatzis auch dann das Ende für die Station am Wunnebad. „Wenn die Leute für die Tests bezahlen müssen, dann kommt so gut wie niemand mehr“, weiß Hatzis. Mit der Stadtverwaltung will er abklären, wie es dann genau weitergeht. „Ob wir unser Zelt abbauen oder es noch stehen lassen, werden wir noch besprechen. Sollte die Zahl der Infektionen im Herbst wieder steigen, dann sind wir innerhalb eines Tages wieder startklar“, versichert der Testbetreiber. Für den Fall der Fälle halte er einige Testkits im Lager zurück.

Anders handhabt es Noah Schäftlmeier, der die Stationen am Kronenplatz, auf der Marktstraße und auf dem Leutenbacher Löwenplatz betreibt. „Wann wir aufhören, ist überhaupt nicht absehbar“, sagt er. Zwar laufe die Testverordnung Ende Juni aus, jedoch könne diese auch kurzfristig noch verlängert werden.

Momentan betreibt er deutschlandweit 26 Stationen

Schäftlmeier will in Winnenden und Leutenbach auch weitermachen, wenn die Bürger für die Tests bezahlen müssen. „Dadurch, dass wir eine sehr große Menge an Tests bestellen, bekommen wir einen guten Preis“, sagt Schäftlmeier, der momentan deutschlandweit 26 Stationen, teils im Franchisesystem, führt. „Im Norden haben wir ein paar Stationen aufgegeben, den Platzhirschen das Gebiet überlassen. Hier wollen wir allerdings weitermachen“, versichert der Student.

Ob sich die Testerei noch lohnt? „Lohnen ist ein schwieriges Wort. Im vergangenen Sommer haben wir einige Wochen draufgelegt. Durch unseren niedrigen Einkaufspreis bleibt momentan schon noch etwas hängen“, antwortet er.

Gesondert will Schäftlmeier sich mit der Verwaltung in Leutenbach unterhalten

Gesondert will er sich noch mit der Leutenbacher Verwaltung unterhalten. Diese plant am Löwenplatz eine Regiorad-Station (wir haben berichtet). „Mit Bürgermeister Kiesl habe ich ein gutes Verhältnis. Wir werden uns bestimmt einig, wenn ein Umzug der Station zur Debatte steht“, sagt Schäftlmeier.

Winnenden hat mehrere Corona-Teststationen. So zum Beispiel am Kronenplatz, auf der Marktstraße nahe dem Torturm oder auf dem Schotterparkplatz beim Wunnebad. Lohnt sich der Betrieb momentan überhaupt noch? Wie lange bleiben die Stationen noch? Wir haben bei den Betreibern nachgefragt.

Auslastung deutlich zurückgegangen

Die Test-Nachfrage ist in jedem Fall deutlich zurückgegangen. Das kann Philipp Hatzis, der unter anderem die Station am Wunnebadparkplatz betreibt, auch an

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