Winnenden

Corona und Schule: So viele Infektionen wie nie unter Schülern in Winnenden

Winnender Schulen
Unter den Winnender Schülerinnen und Schülern geht das Coronavirus um – über schwere Verläufe ist aber nichts bekannt. © Alexandra Palmizi

Die Zahl der Corona-Fälle unter Kindern und Jugendlichen an den Schulen in Winnenden ist stark gestiegen. Mussten vor einer Woche noch 133 Schülerinnen und Schüler mit einer durch einen PCR- oder Antigentest nachgewiesenen Corona-Infektion zu Hause bleiben, sind es in dieser Woche 173, also 40 junge Menschen mehr. Die Zahl ist damit, nach allen Daten, die unserer Redaktion vorliegen, so hoch wie nie.

Das geht aus den Meldungen der Schulleitungen ans Rathaus hervor, die jeden Mittwoch erfolgen.

Fast fünfmal so viele Quarantänefälle an Schulen wie zu Beginn des Jahres

Zum Jahresbeginn, in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien, als die Virusvariante „Omikron“ die Schlagzeilen beherrschte, hatten Tausende Tests an den Winnender Schulen in Summe nur 37 positive Ergebnisse hervorgebracht (davon 16 per PCR-Test bestätigt). Zwei Monate später müssen fast fünfmal so viele Schülerinnen und Schüler coronainfiziert zu Hause bleiben. 173 positive Fälle unter insgesamt 3457 Kindern und Jugendlichen an den Grundschulen und weiterführenden Schulen bedeuten: Satte fünf Prozent der Winnender Schülerinnen und Schüler sind aktuell coronapositiv.

Rechnet man die zwölf Quarantäne-Fälle unter Kindern an den städtischen Kitas dazu, die im Zeitraum vom 7. bis 16. März ans Gesundheitsamt gemeldet wurden, ergeben sich 185 Fälle unter Kindern und Jugendlichen in Winnenden (mögliche Fälle in Kindergärten freier Träger oder unter Jugendlichen, die keine pädagogischen Einrichtungen mehr besuchen, noch nicht erfasst). Allein der Anteil dieser 185 Fälle an der Gesamtzahl von aktuell 498 coronapositiven Menschen in Winnenden beträgt rund 37 Prozent. Das war vergangenen Donnerstag bereits ähnlich, allerdings hatte die Gesamtzahl der vom Landkreis gemeldeten Infektionen damals noch bei 391 gelegen.

Trotz der hohen Zahlen: Jetzt wird nur noch zweimal die Woche getestet

Was es diesen Rechenspielen zu bedenken gilt: Kaum irgendwo sonst wird so intensiv getestet wie in den Schulen. Wenn auch aufgrund einer neuen Regel in Zukunft weniger als bisher: nur noch zweimal pro Woche und auch nach einem Infektionsfall nicht mehr an fünf Tagen in Folge.

Die Winnender geschäftsführende Schulleiterin Sabine Klass hält das trotz der stark gestiegenen Zahlen für vertretbar und freut sich über die Unterrichtszeit, die dafür frei wird. In den Schulen sei die Ansteckungsgefahr weiterhin gering, es werde ja Maske getragen und gelüftet. Hinzu kommen die beiden Tests, an Klass’ Geschwister-Scholl-Realschule montags und mittwochs. „Das ist ein subjektiver Eindruck, aber ich habe bei uns in Winnenden noch nie gehört, dass unter den Kindern und Jugendlichen jemand extrem krank war. Die Kinder kommen in der Regel nach fünf bis sieben Tagen wieder, wenn sie sich freigetestet haben“, sagt Sabine Klass.

Kinderärzte: Schwere Verläufe "nur in absoluten Ausnahmefällen"

Es ist ein subjektiver Eindruck, den die Kinderärzte im Rems-Murr-Kreis bestätigen: „Nur in absoluten Ausnahmefällen“ führe eine Corona-Infektion unter Kindern und Jugendlichen zu einem schweren Krankheitsverlauf, ließen sie vor wenigen Tagen geschlossen verlauten – und forderten die Abschaffung der Test- und Maskenpflicht an Schulen. Bis mindestens 2. April wird beides aber aufrechterhalten werden.

Die Zahl der Corona-Fälle unter Kindern und Jugendlichen an den Schulen in Winnenden ist stark gestiegen. Mussten vor einer Woche noch 133 Schülerinnen und Schüler mit einer durch einen PCR- oder Antigentest nachgewiesenen Corona-Infektion zu Hause bleiben, sind es in dieser Woche 173, also 40 junge Menschen mehr. Die Zahl ist damit, nach allen Daten, die unserer Redaktion vorliegen, so hoch wie nie.

Das geht aus den Meldungen der Schulleitungen ans Rathaus hervor, die jeden Mittwoch

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