Winnenden

Corona: Winnenden hat weiterhin die höchste Infektionsrate im Kreis - in welchen Fällen verkürzt sich die Quarantänezeit?

Schnelltest
Schnelltests wie hier im Haus im Schelmenholz helfen in Kitas, die Quarantänezeiten stark zu verkürzen. © Büttner

Zuerst die guten Nachrichten zu Corona in Winnenden: Es sind nicht mehr so viele Menschen in Quarantäne wie noch vor wenigen Tagen, und insgesamt gehen die Infektionszahlen langsam zurück. Dann aber die schlechte: Winnenden steht im Pro-Kopf-Vergleich immer noch an der Spitze aller Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis. Am Dienstag waren in Winnenden laut Landkreis-Statistik 70 Personen infiziert.

Da hilft es wenig, dass Waiblingen, Fellbach und Schorndorf in absoluten Zahlen mehr Infizierte haben. Waiblingen zum Beispiel hat 113 Infizierte bei 55 000 Einwohnern. Auf 100 000 gerechnet wären das 205 Infizierte, und in Winnenden mit seinen 28 400 Einwohnern wären es immer noch 245 auf 100 000. Auffällig ist in Winnenden der Unterschied zu den kleineren Nachbargemeinden: Leutenbach 16 Infizierte, Schwaikheim 14 und Berglen 8. Offenbar verbreitet sich das Virus in den kleineren Gemeinden nicht so schnell, obwohl in nächster Nachbarschaft eine hohe Infektionsrate vorliegt. Auf 100 000 gerechnet lägen Leutenbach und Schwaikheim etwas über 140 und Berglen sogar nur bei 126. Es sind alles keine beruhigenden Zahlen, aber immerhin deutliche geringere als in der Stadt.

Am Dienstag waren in Winnenden 340 Personen in Quarantäne

Ein kleiner Lichtblick sind die Quarantänezahlen. Am Dienstag waren in Winnenden 340 Personen in Quarantäne. Das sind doch deutlich weniger als die 500 Quarantäne-Verpflichteten, über die unsere Zeitung am 18. November berichtete. Danach gingen die Zahlen zurück. Niemand weiß, welche Faktoren alle auf die Quarantänezahlen wirken. Aber: Am Winnender Kreisklinikum wurde das Schnelltestzentrum eingerichtet. Und das hilft vor allen bei vagen Verdachtsfällen, wie sie manchmal in Kitas auftreten. Es sind genau diese Fälle, die Eltern an die Nerven gehen, wenn eine ganze Kitagruppe für Tage in Quarantäne muss, weil ein Verdachtsfall (!) vorliegt.


In welchen Fällen verkürzen Schnelltests die Quarantäne?

Das hat sich verändert, wie Thomas Pfeifer, der Leiter des Amts für Familien, im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet: „Die Schnelltests haben die Lage ziemlich entspannt. Damit können wir diese vorsorglichen Quarantänemaßnahmen verkürzen.“ Vorsorge-Quarantäne wird immer dann fällig, wenn man nicht sicher weiß, ob eine Person infiziert ist. Beispiel: Der Verwandte eines Kita-Kinds ist infiziert und war vor einigen Tagen noch mit dem Kind zusammengetroffen. Ist das Kind infiziert?


Früher wurde ein PCR-Test gemacht. Vorsorglich gingen das Kind und alle aus der Gruppe, die eng mit ihm zusammen waren, für zwei bis drei Tage in Quarantäne. Heute kann mit Schnelltests im Glücksfall noch am Sonntag geklärt werden, ob das Kind infiziert ist. Fällt der Test negativ aus, kann die Familie noch am Sonntag die Kitaleiterin informieren, und die schickt E-Mails an alle Eltern. Am Montag öffnet die Gruppe ganz normal, nur das betroffene Kind muss zu Hause bleiben „Das kann funktionieren“, sagt Pfeifer. Aber es gibt auch den Fall, dass die Tests positiv ausfallen, dass eine Infektion nachgewiesen wird. Dann ist die Quarantäne unausweichlich.

Zuerst die guten Nachrichten zu Corona in Winnenden: Es sind nicht mehr so viele Menschen in Quarantäne wie noch vor wenigen Tagen, und insgesamt gehen die Infektionszahlen langsam zurück. Dann aber die schlechte: Winnenden steht im Pro-Kopf-Vergleich immer noch an der Spitze aller Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis. Am Dienstag waren in Winnenden laut Landkreis-Statistik 70 Personen infiziert.

Da hilft es wenig, dass Waiblingen, Fellbach und Schorndorf in absoluten Zahlen mehr

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