Winnenden

Dalmstock Open Air - Harte Töne, raue Stimmen

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Das Dalmstock Open Air in Leutenbach. © Benjamin Beytekin
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Das Dalmstock Open Air in Leutenbach. © Benjamin Beytekin

Leutenbach. Sie hat kein schlechtes Karma verdient. Aber die Rockinitiative Leutenbach kämpft auch beim 22. Dalmstock Open Air wieder gegen widriges Wetter. Bei Leutenbacher Landwirten gelten die Macher des Festivals, eines der wenigen nicht kommerziellen, längst als so was wie die Regenmacher des Rock. Dabei haben sie ausschließlich lautere Ziele.

Okay, bei den Leutenbacher Sportplätzen, nahe dem Festivalgelände, stehen Zelte und Tipis wie auch bei Rock am Ring oder einem anderen großen Open Air. Aber ansonsten ist das Dalmstock auch in diesem Jahr, in dem pünktlich zum Festivalbeginn am Freitag Wolken aufziehen und die hartnäckige Sommerwetter-Periode für genau zwei Tage beenden, ein Rockfestival wie sonst keines: Nicht um Kommerz und Starrummel geht es, sondern um gemeinsames Feiern, um Nachwuchsförderung, um Rock umsonst und draußen. Mit Bands aus den Sparten Rock, Punk und Metal für ein Publikum, das alle Altersstufen umfasst. Und Rentner haben freien Eintritt - wo gibt es so was sonst noch?

Sponsoren springen ein, das Festival ist fast nie kostendeckend

Das Ganze hat freilich auch seine Schattenseite. Laut Oliver Krauß, seit Anfang des Jahres neuer 1. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Rockinitiative, lässt sich das Open Air „fast nie kostendeckend“ veranstalten. Sponsoren müssen einspringen, und der Verein muss sich in der Gemeinde engagieren, mit Ständen beim Weihnachtsmarkt und anderen Hocketsen.

Was natürlich wiederum seine Vorteile hat: Die Rockinitiative ist integriert, findet Unterstützung in der Bevölkerung. Nur bei den ganz Jungen, sozusagen dem Nachwuchs (beim Publikum, wohlgemerkt) hapere es etwas. Rock ist bei denen wohl schon lange durch, andere Pop-Spielarten sind womöglich angesagter.

Und wie steht es mit „rechten“ Rockfans? Findet nicht die einst eher links einzuschätzende Musik längst beim gegnerischen Lager Zuspruch? Oliver Krauß und Jessica Khan vom Rockini-Vorstand sehen das nicht so. Das Festival orientiere sich bewusst nicht politisch, aber die Punkszene, die sie ja neben Metal und Rock vor allem bedienen, sei traditionell gegen rechts. Außerdem, so Jessica Khan, „lege ich Wert auf persönlichen Kontakt im Vorfeld“, sprich: bei der Sichtung der Bands, musikalisch sowie inhaltlich. Und außerdem: Martialisches, Provozierendes, auch Missverständliches gehörten nun mal zum Rock, speziell zum Metal. Da beißt nicht jeder, der bellt. Und nicht Blut spritzt, sondern allenfalls Ketchup.

Estoplyn spielt im Metal-Modus, meint aber nicht alles todernst

Bei Estoplyn, extra fast 800 Kilometer aus Rheine angereist, dampft es aus zwei Rauchsäulen, alle fünf Musiker tragen Schwarz, und Sänger David Linnenschmidt reckt die geballte Faust, grimassiert gruselig, zeigt seinen Bizeps, röchelt und röhrt wie ein „bad boy“ des allerdunkelsten Metal. Aber das Quintett, das vor dem Hauptact Remember Twilight (nach 1999 und 2012 schon zum dritten Mal beim Dalmstock dabei) am Samstag im Metal-Modus spielt, meint nicht alles todernst. Neben beinharten Riffbrettern und harten Stampfern, bei denen sich der Bass ins Bauchfell bohrt und der Drummer Blitz und Donner auffahren lässt, beherrscht die Band Rock-Parodien reinsten Wassers. Und eine Prise Irish Folk, etwa im Stück „Irish Pub“, bei dem der zweite Gitarrist Dominik Kather zum Dudelsack greift und der Musik mit leiernden Sounds die Härte nimmt.

Einmal setzt sich der Sänger eine Trump-Perücke auf und ätzt in einem Stück, das er Amerika widmet, über den Egomanen im Weißen Haus, während der Dudelsack zusätzlich höhnt und stichelt. Dazu hüpfen die Dalmstock-Fans so verzückt über den nassen Rasen vor der Bühne, dass die frostigen Temperaturen kaum noch eine Rolle für sie spielen. Schäme dich, Wettergott! Dieses Festival hätte mehr Support verdient!


350 Besucher

Am Freitag besuchten etwa 150 Zuhörer das Dalmstock Open Air, am Samstag 200. Teenager verirrten sich kaum aufs Festivalgelände, dafür mancher Ü-40er.

Auf dem Line-up am Samstag findet sich die Band The Cocks. Uups, denkt mancher, was für ein Name … Spielen die Porno-Punk? Aber es ist auch hier nicht alles so, wie es zunächst scheint. Außer der nicht jugendfreien Bedeutung von „Cock“ lässt sich das Wort ja auch auf das französische Wort „le coq“ (der Hahn) beziehen. Und just einen solchen hat die Band als Maskottchen. Was aber doch nicht heißt, dass ihr Funpunk am Samstag so ganz lupenrein jugendfrei gewesen wäre …