Winnenden

Dehoga befürchtet Pleitewelle bei Hotels, Restaurants, Kneipen und Clubs

Hotel Le Village
Madlen Pecirep an der Rezeption des Hotels Le Village. Nur 20 der 104 Zimmer sind derzeit durch Geschäftsleute belegt. © ALEXANDRA PALMIZI

Mit Schwung und guten Ideen sind Hoteliers wie Boris Pecirep vom Winnender Le Village die Umsetzung der Hygienerichtlinien schon seit Mai angegangen. Doch wer glaubt, dass sich die Buchungszahlen durch Geschäftsreisende in Mai und Juni schon wieder steil nach oben bewegt haben und bewegen, der irrt. Von 104 Zimmern sind derzeit nur 20 belegt. Da geht es dem Winnender Business-Hotel genau gleich wie den Kollegen im Land. 

Schon im Monat März, als der Lockdown wegen der Corona-Pandemie noch gar nicht vollständig gegriffen hat, haben die Hoteliers im Rems-Murr-Kreis nur noch 19 Prozent Auslastung gehabt. Das heißt: Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Übernachtungen um 55 Prozent, so das Statistische Landesamt. Daniel Ohl, Pressesprecher des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Baden-Württemberg, sagt, dass sich die Landeszahlen ungefähr auf den Rems-Murr-Kreis übertragen lassen, „der Umsatz der Hotellerie ist im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 50,3 Prozent zurückgegangen. Die Zahlen für April liegen noch nicht vor, dürften aber nochmals deutlich schlechter ausfallen, da der gesamte Monat vom Lockdown betroffen war.“ Unterm Strich ist ein Jahresumsatzrückgang von 59 Prozent zu befürchten.

Buchungszahlen im Juni: schlecht

Um das Hotel- und Gastgewerbe vor einer Insolvenzwelle zu schützen, hat die Landesregierung am 26. Mai im Grundsatz ein neues Stabilisierungsprogramm beschlossen. Es soll für weitere drei Monate Unterstützung bieten, Pleiten vermeiden. „Die Umsetzung dieses Programms“, schreibt Daniel Ohl, „ist aber noch nicht angelaufen. Wir drängen darauf, weil der Bedarf akut ist. Viele Betriebe sind am Ende ihrer Liquidität - und wie unsere Umfrage bei 778 Betrieben zeigt, werden trotz der jetzt erlaubten Öffnungen keineswegs normale Umsätze erzielt.“

Über Pfingsten kam kaum ein Hotel über die Hälfte seines Vorjahresumsatzes, und auch die Buchungen für Juni sind noch mager: 83 Prozent der Befragten nennt die Lage schlecht, erst für Juli und August zeichnet sich eine leichte Besserung ab.

Mit Schwung und guten Ideen sind Hoteliers wie Boris Pecirep vom Winnender Le Village die Umsetzung der Hygienerichtlinien schon seit Mai angegangen. Doch wer glaubt, dass sich die Buchungszahlen durch Geschäftsreisende in Mai und Juni schon wieder steil nach oben bewegt haben und bewegen, der irrt. Von 104 Zimmern sind derzeit nur 20 belegt. Da geht es dem Winnender Business-Hotel genau gleich wie den Kollegen im Land. 

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Schon im Monat März, als der Lockdown wegen der

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