Winnenden

Den Aufstieg feurig gefeiert

Championsparty
Hartmut Jenner (links) und ein Vereinskollege versuchen, mit je einer Fanghand Bälle abzufangen – die aktiven Fußballer und deren Familien geben die Torschüsse ab. © Steinemann / ZVW

Winnenden-Breuningsweiler. Die Brestlingssaison ist nicht unbedingt ein Grund zum Feiern, aber die sportlichen Erfolge der ersten Fußballmannschaft des SVB sind es sehr wohl! Beim Sonnwendfest des Sportvereins Breuningsweiler entzündeten SVB-Kinder den Scheiterhaufen und schickten die Flammen vom Hügel herunter weit hinaus in die Berglen und über das Zipfelbachtal.

Dies sah wohl auch Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth so. Er hatte am Samstag das erfolgreiche Team sowie die im Verein Verantwortlichen zu einem kleinen Empfang in den kleinen Sitzungssaal eingeladen, um zum „Double“, zum Aufstieg in die Bezirksliga Rems-Murr und zum Gewinn des Bezirkspokals zu gratulieren.

„In der Saison 2014/15 gelang dem SVB nach der Integration von Nachwuchsspielern aus der eigenen Jugend und Verstärkung mit erfahrenen Spielern aus anderen Vereinen der Aufstieg in die Kreisliga A“, outete sich der OB als Kenner der Fußball-Vereinsgeschichte. „Doch der Verein war weiterhin hungrig und wollte unter seinem neuen Trainer Johannes Stanke - ein Eigengewächs, der langjährige Erfahrung als Nachwuchstrainer, Jugendleiter und Trainer im höherklassigen Jugendbereich mitbrachte - noch mehr.“

Der Oberbürgermeister gratuliert zu „diesen grandiosen Leistungen“

Dieses Meisterstück des SV Breuningsweiler - der Aufstieg in die Bezirksliga - sei schon vor dem letzten Spieltag mit einem 3:0-Erfolg beim bis dato schärfsten Verfolger FSV Waiblingen gelungen. Ende Mai folgte dann auch noch das Double im Bezirkspokal durch einen Erfolg in der Mechatronik-Arena von Großaspach 3:1 gegen den TSC Murrhardt. „Zu diesen grandiosen Leistungen, zu diesem tollen sportlichen Erfolg ganz herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten.“

Diese „Traumsaison“ kommt für Holzwarth nicht von ungefähr: Er sah sie als Folge der 2009 begründeten Spielgemeinschaft mit dem SSV Steinach-Reichenbach und dem VfR Birkmannsweiler, die beginne, Früchte zu tragen. „Außerdem haben der SVB und die Spielgemeinschaft ein in der Region einzigartiges Konzept. Er vermittelt Jugendspielern Praktikums- und Ausbildungsplätze und Aktivspielern Arbeitsplätze, wodurch der Verein auch für Spieler aus höheren Ligen besonders attraktiv ist.“ Gern habe er neben den Spielern zu dieser Ehrung auch Marc Philipp Eckermann eingeladen, „dem hoffnungsvollen Nachwuchsschiedsrichter aus den Reihen des SVB“.

„Wir, das darf ich an dieser Stelle auch sagen“, versprach Holzwarth, „werden alles Erforderliche dazu tun, um gemeinsam mit Ihnen schnellst- aber auch bestmöglich das Umfeld Ihres sportlichen Zentrums in Breuningsweiler weiter auf Vordermann zu bringen.“ Dazu zählte er neben dem Neubau des Sanitärtraktes, den der Verein maßgeblich selbst gestemmt habe, die langersehnte Sanierung und Erneuerung des Kunstrasenplatzes. Die Zuschüsse von Land und Stadt stünden bereit, allerdings müssten noch letzte Details geklärt werden. Aus versicherungstechnischen Gründen, erklärte der OB, müsse der Kunstrasen vier Meter vom Zaun entfernt bleiben. Noch nicht entschieden habe der Gemeinderat bisher allerdings über die angepeilte Sanierung des Rasenplatzes.

Oben im Breuningsweiler Sportgelände hinter dem Grill wartete Bernd Kussmaul schon mit Schweinehälsen und Roten Würsten auf die ersten hungrigen Festbesucher, die sich vom Ort aus auf den Weg den Berg hinauf zum Sportplatz machten.

Ein Baustein des Vereinserfolgs

Während die Aktiven des Vereins mit OB Holzwarth feierten, lief auf dem Kunstrasenplatz in Breuningsweiler noch das D- und E-Jugend-Soccerturnier.

Für die E-Jugendtrainer Dennis Herwarth und Thomas Lohöfer handelte es sich dabei um einen der Bausteine, auf den der Vereinserfolg aufbaut: die Kinder der teilnehmenden Mannschaften aus den Teilorten zusammenzubringen, damit sie sich gegenseitig und die anderen Vereine kennenlernen.