Winnenden

Der Impftruck kommt nach Winnenden: Irritation um das Impftelefon

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Symbolfoto. © Gabriel Habermann

Montagmorgen, 9 Uhr. Die Terminvergabe für den Impftruck startet. Die Stadt hat dafür mehrere Telefonnummern geschaltet. „Es war eine Katastrophe. Ich habe mir zwei Stunden die Finger wund getippt, aber bin nicht durchgekommen“, berichtet ein Winnender gegen 11 Uhr am Telefon. Er habe einen Termin für seine 88-jährige Mutter ausmachen wollen. „Nach zwei Stunden kam dann eine Ansage, dass diese Mailbox nicht mehr erreichbar ist. Wieso hat man nicht eine Ansage vorbereitet, dass die Termine vergeben sind?“, fragt er. Beim Testanruf erhalten wir den Hinweis: „Diese Mailbox steht momentan nicht zur Verfügung.“ Danach bricht die Verbindung ab.

Wenig später ein Anruf eines 83-Jährigen. „Es gab heute Morgen einfach kein Durchkommen bei der Telefonnummer“, seufzt er. Er habe es so lange versucht, bis der Akku seines Telefons leer gewesen sei. Später habe ihm jemand im Rathaus versichert, dass am Montag gar keine Termine vereinbart werden konnten, da es an der Technik scheiterte. „Ich bin so was von verärgert“, schimpft er. Am Mittag meldet sich Manuela Voith, Amtsleiterin für Soziales, Senioren und Integration, per E-Mail. Sie ist im Stress, schließlich ist sie für die Koordination verantwortlich. „Wir sind noch immer am Telefonieren auf fünf Telefonen ohne Unterbrechung seit 9 Uhr“, schreibt sie. Wir geben die Info an den 83-Jährigen weiter, der es daraufhin erneut bei der Impfhotline versucht. Kein Durchkommen. Also habe er wieder im Rathaus angerufen und dort erneut die Info erhalten, dass die Nummern nicht funktionieren. Das berichtet er am Telefon.

Noch Plätze für die Warteliste

Was sagt die Stadt? „Mit den Telefonen ist alles in Ordnung. Es gab vereinzelt technische Herausforderungen, die Kolleginnen und Kollegen sitzen aber seit 9 Uhr an fünf Telefonen und nehmen ununterbrochen Telefonanrufe entgegen“, schreibt Emely Rehberger, Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage. Da es sich dabei um Mobiltelefone handele, könne es manchmal sein, dass das Besetztzeichen nicht ertönt oder die Mailbox rangeht, wenn alle Leitungen belegt sind. Wenig später meldet sich Amtsleiterin Manuela Voith. „Es kam nicht immer ein Besetztzeichen, wenn bereits jemand in der Leitung war. Das hat zu Irritationen geführt. Die Leute haben es dann im Rathaus versucht.“ Dort wiederum finden allerdings momentan Leitungsarbeiten statt, nicht jeder Anruf kommt durch. „So kam es wahrscheinlich auch zu der Verwechslung beim Anrufer in der Redaktion“, vermutet Voith. Glücklicherweise stünden ein paar mehr Impfdosen als vermutet zur Verfügung. „Für die Wartelisten haben wir noch Plätze. Man kann also auch am Dienstag noch anrufen“, erklärt sie. Dann müsse man allerdings hoffen, dass andere ihren Termin absagen.

Info

Die Rufnummern für die Terminvergabe für Winnender ab 80 Jahren: 01 57/85 04 39 97; 01 57/85 04 40 25; 01 57/85 04 37 99; 01 57/85 04 39 60

Montagmorgen, 9 Uhr. Die Terminvergabe für den Impftruck startet. Die Stadt hat dafür mehrere Telefonnummern geschaltet. „Es war eine Katastrophe. Ich habe mir zwei Stunden die Finger wund getippt, aber bin nicht durchgekommen“, berichtet ein Winnender gegen 11 Uhr am Telefon. Er habe einen Termin für seine 88-jährige Mutter ausmachen wollen. „Nach zwei Stunden kam dann eine Ansage, dass diese Mailbox nicht mehr erreichbar ist. Wieso hat man nicht eine Ansage vorbereitet, dass die Termine

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