Winnenden

Der Vernetzte: David Müller ist neuer Vorsitzender des Winnender Gesamtelternbeirats

Gesamtelternbeirats
David Müller vor dem Lessing-Gymnasium. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Winnender Schulen haben einen neuen Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats: David Müller. Der 47-Jährige stammt aus dem fränkischen Schwabach, lebt seit 22 Jahren in Winnenden und hat gemeinsam mit seiner Frau vier Kinder. „Wir haben eine siebenjährige, eine 13-jährige und eine 19-jährige Tochter. Außerdem noch einen 16-jährigen Sohn“, erzählt Müller. Die jüngste Tochter besucht die Grundschule in Höfen, die zwei mittleren Geschwister das Lessing-Gymnasium, auf welchem die 19-jährige Tochter im Sommer ihr Abitur gemacht hat. Über das Lessing-Gymnasium weiß Müller bestens Bescheid, ist dort bereits seit mehreren Jahren im Elternbeirat.

Berater von Bundespolitikern über die Situation im Irak

Beruflich ist David Müller in der Politik unterwegs. „Ich arbeite für eine ökumenische Stiftung, die Politiker über die Situation im Irak berät“, erklärt Müller. Hauptsächlich würde es dabei darum gehen, wie man Fluchtursachen bekämpfen und für Friedenssicherung sorgen könne. „Ich habe dort ein Netzwerk, das mich regelmäßig informiert. Diese Informationen gebe ich an Politiker weiter, damit sie Bescheid wissen, bevor sie bei Abstimmungen im Bundestag das nächste Mal die Hand heben“, schildert Müller. Selbst sei er auch schon einige Male im Irak gewesen und reise regelmäßig nach Berlin, wenn es die Corona-Situation zulässt. Auch in Winnenden ist Müller schon viel herumgekommen. „Wir haben in der Bahnhofsvorstadt gelebt, in Birkmannsweiler und inzwischen in Höfen. Mit jedem Kind haben wir uns quasi ein Stückchen vergrößert“, sagt er. Wie er sich in Winnenden zurechtgefunden hat? „Wenn man von außen kommt, dann ist es nie ganz einfach. Man muss sich zunächst um Anschluss bemühen. Man ist in keinem Clan drin, muss es dadurch aber auch niemandem recht machen“, sagt Müller. Der Schwabe sei nicht wie der Berliner oder der Kölner, der sein Herz auf der Zunge trage. Es hätte jedoch stets jeder gut mit ihm gemeint. Mit der Geburt seiner ältesten Tochter sei der Anschluss leichter gefallen. „Durch den Kindergarten und Vereine lernt man automatisch Menschen kennen, denen es ähnlich geht wie einem selbst“, erklärt der neue Vorsitzende des Elternbeirats.

Sein Hobby ist gewissermaßen auch Müllers Beruf. „Ich bin nicht derjenige, der den Garten umgräbt oder sich um seine Modellbahn kümmert. Der Umgang mit Menschen und die Gremienarbeit machen mir Spaß, auch wenn das nicht immer vergnügungssteuerpflichtig ist“, beschreibt Müller.

Der 47-Jährige vernetzt sich gerne, mag das Ehrenamt. „Ich will versuchen, dass Menschen, die man sonst weniger hört, sich ebenfalls einbringen. Sonst reden immer nur die gleichen“, sagt Müller. Dies sei auch eines seiner Ziele in der neuen Position. Auf die Frage, welche Themen er angehen möchte, hält er sich noch bedeckt. „In meiner Zeit als Elternbeirat im Lessing habe ich gelernt, dass die Themen sich von ganz alleine auftun. In meinem ersten Jahr gab es einen Schulleiterwechsel, im zweiten Jahr ging es um die Sanierung, jetzt haben wir Corona, und bald steht der Umzug in die neuen Schulräume an“, schildert Müller.

„Ein neues Gerät hat in Winnenden bisher noch niemand gesehen“

Während der Corona-Pandemie habe er gemerkt, dass manche Familien schwierig zu erreichen seien. „Was mache ich mit den Kindern, die beim Videounterricht einfach den Computer nicht einschalten?“, fragt Müller. Hier müsse man hinterher sein. „Ich weiß vom Lessing-Gymnasium, dass das einwandfrei funktioniert. Die Lehrer um Schulleiter Jörg Steinl leisten hervorragende Arbeit. Wenn Schüler ihren Computer nicht anschalten, dann sind die Lehrer dran und rufen dort an“, erzählt Müller.

Über andere Schulen möchte sich der neue Vorsitzende des Gesamtelternbeirats noch nicht äußern. „Erst will ich mir ein Bild von allem machen“, meint er. Es sei allerdings nicht so, dass an Winnendens Schulen alles im Argen liege. „Etwas, das mich bereits jetzt beschäftigt, ist die Digitalisierung. In den letzten Wochen und Monaten haben politische Gremien extrem viele Gelder für die Ausstattung der Schulen verabschiedet. Ein neues Gerät hat in Winnenden allerdings noch niemand gesehen“, so Müller.

Ob sich bei ihm ob der aktuellen Pandemie besorgte Eltern melden? „Es rufen quasi täglich Eltern an. Und zwar mit total gemischten Meinungen. Den einen konnten die Schulschließungen gar nicht früh genug kommen, die anderen wollten, dass die Schulen so lange wie möglich offen bleiben“, erzählt Müller. Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder selbst diejenigen seien, die mit dem Thema am entspanntesten umgehen.

Die Winnender Schulen haben einen neuen Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats: David Müller. Der 47-Jährige stammt aus dem fränkischen Schwabach, lebt seit 22 Jahren in Winnenden und hat gemeinsam mit seiner Frau vier Kinder. „Wir haben eine siebenjährige, eine 13-jährige und eine 19-jährige Tochter. Außerdem noch einen 16-jährigen Sohn“, erzählt Müller. Die jüngste Tochter besucht die Grundschule in Höfen, die zwei mittleren Geschwister das Lessing-Gymnasium, auf welchem die 19-jährige

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper