Winnenden

Die Bio-Bäckerei Weber zieht am 1. Dezember ins neue Mehrgenerationenhaus

BaeckerWeber
Noch zwei Wochen lang gibt es den Verkaufsraum Ecke Ring- und Palmerstraße. Ab 1. Dezember findet man ihn im Nachbarhaus. © Gaby Schneider

Sie ist die Erste, die das neue Mehrgenerationenhaus bezieht: die Bio-Bäckerei Weber. Sie verlegt ihren kompletten Verkaufsraum mit dem großen Vollkornbrotsortiment ins Erdgeschoss des Nachbarhauses an der Ringstraße. Sicher können die beiden Geschäftsführer, Klaus Dernbecher und Klaus Späth, sagen, dass sich am Dienstag, 1. Dezember, für die Kunden die modernen elektronische Schiebetüren in einen barrierefreien Laden öffnen werden. Dessen Design darf die Zeitung noch nicht verraten, weder im Bild noch in der Beschreibung. Da bleiben die Herren eisern wie die Mutter an Heiligabend. Erst wenn das Glöckchen klingelt, dürfen die Kinder den geschmückten Weihnachtsbaum sehen.

Die Spannung auf die neue Einrichtung, die Innenarchitekt Wettemann zusammen mit den Geschäftsführern ausgetüftelt hat, steigt also noch in den kommenden zwei Wochen. Der Bauzaun vor dem Mehrgenerationenhaus und der gesperrte Gehweg an der Ringstraße tun ihr Übriges, dass keine neugierigen Schaufensterspäher sich vorab ein Bild machen können.

Café könnte am 8. Januar öffnen, wenn es die Corona-Lage erlaubt

Was indes noch nicht sicher ist bei diesem größten Um- und Anbau in der Geschichte der Bäckerei Weber, das liegt weder in der Macht der Geschäftsführer, noch hat es mit den Handwerkern zu tun: Wann das ebenfalls zu dem großen neuen Raum mit der hohen Decke gehörende Café eröffnet werden kann, wann sich hier die Gäste zu einem Frühstück, einem Mittagssnack oder Kaffee, Kuchen und Torte gemütlich niederlassen können, das steht corona-bedingt in den Sternen und wird letztlich von der Politik bestimmt. „Unser internes Ziel ist der 8. Januar, aber es kann ja gut sein, dass bis dahin die Gastronomie noch nicht aufmachen darf“, sagt Klaus Dernbecher.

Zum Glück fehlt nur noch die Lösung für den Radweg Palmerstraße

In den vier Wochen zwischen Bäckerei-Eröffnung und geplantem Café-Start wird der alte Verkaufsraum umgebaut. In ihm wird eine neue Konditorei-Abteilung eingerichtet, die die bisherige Vollkornkuchen- und Süße-Stückle-Produktion in der Backstube um eine Feinbäckerei erweitert. „Erstmals können wir dann auch Torten machen, geplant sind außerdem vegane Kuchen“, verrät Klaus Späth.

Des Weiteren wird im alten Ladenbereich auch eine Küchenzeile eingebaut, in der die salzigen Snacks und eventuell auch ein einfaches Mittagsgericht wie eine Suppe zubereitet werden können.

„Wir investieren in die Erweiterung gut und gerne 250 000 Euro“, sagt Klaus Späth. „An der Backstube ändert sich allerdings gar nichts, sie wird nicht größer“, sagt Klaus Dernbecher.

Langfristig fehlt den beiden Geschäftsführern zu ihrem Glück noch eine kluge Radwegführung an der Palmerstraße. Wenn die Bäckerei Weber Mehl bekommt oder ihre Brote für die Handelspartner in Lieferwagen packen will, müssen die Fahrzeuge den Radweg für eine Weile blockieren, anders geht es nicht. „Wir waren schon da, bevor es diesen Radweg gab, ich poche da auf Bestandsschutz“, sagt Klaus Späth. Wobei ihm auch klar ist, dass vor allem Schüler aus Winnenden und Schwaikheim diesen Schutz brauchen. Überdies ist der Biobetrieb sehr für Umweltschutz und Radfahren. „Wir sehen, dass die Stadt weniger Individualverkehr will und den Parkraum verknappt“, so Späth über den Neubau am Holzmarkt, der weniger öffentliche Stellplätze als vorher übrig lässt. Immerhin wird es bei der Gaststätte „Traube“ einen großen Fahrradabstellplatz geben, der genauso nah liegt wie die beiden Bushaltestellen des Kronenplatzes. Und schließlich kann die Bio-Bäckerei mit einem ganz großen Pfund wuchern: treue Kunden. „Obwohl es derzeit ganz schwierig ist, zu uns zu gelangen wegen Baustellen auf beiden Seiten der Ringstraße, die Kunden sind ohne Unterbrechung gekommen. Das empfinden wir als Auszeichnung“, freut sich Klaus Späth.

Vor 99 Jahren wurde die Bäckerei gegründet, seit 1983 hat sie sich auf biologische Backwaren und Vollkornprodukte spezialisiert, ist längst Partner von Bioland. Brote aus Dinkel, aber auch Urweizen, Emmer oder Einkorn sind ebenso erhältlich wie Weißmehlprodukte. Es wird auf lange Teigführung, häufig ohne oder mit wenig Hefe, und handwerkliches Können gesetzt.

Sie ist die Erste, die das neue Mehrgenerationenhaus bezieht: die Bio-Bäckerei Weber. Sie verlegt ihren kompletten Verkaufsraum mit dem großen Vollkornbrotsortiment ins Erdgeschoss des Nachbarhauses an der Ringstraße. Sicher können die beiden Geschäftsführer, Klaus Dernbecher und Klaus Späth, sagen, dass sich am Dienstag, 1. Dezember, für die Kunden die modernen elektronische Schiebetüren in einen barrierefreien Laden öffnen werden. Dessen Design darf die Zeitung noch nicht verraten, weder

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