Winnenden

Die ersten Gottesdienste wackeln  - wie wird Weihnachten in der Kirche?

Jakobusaltar
Schlosskirche: Ab dem 25. Dezember sind hier keine Präsenzgottesdienste mehr. © Gaby Schneider

Die Pandemie macht in den Kirchengemeinden Eingriffe in teilweise jahrzehntelange Traditionen nötig. Die ersten evangelischen Kirchengemeinden sagen ihre Freiluft-Gottesdienste ganz ab. Hierzu hat uns eine bewegende Nachricht aus Hertmannsweiler erreicht. Die von unserer Zeitung vor wenigen Tagen angekündigten Weihnachtsgottesdienste der Stadtkirchengemeinde finden zwar statt, aber die Teilnehmerzahl ist mittlerweile streng begrenzt und durch Anmeldung geregelt. Bei den Katholiken sind die Anmeldungen schon Usus, von ihnen kommt jetzt aber die Mitteilung, dass die Sternsinger jetzt doch nicht an die Haustüren kommen – wie es bislang in unserer Zeitung angekündigt war. Hier ein Einblick in die Gottesdienstplanungen, wie sie am Freitag, 18. Dezember, um 15 Uhr uns bekannt waren. Weitere Aktualisierungen werden in den Ausgaben vor Weihnachten folgen.

Schlosskirche: Ab 25. Dezember keine Präsenzgottesdienste mehr

Im Blick auf das Infektionsgeschehen hat sich der Kirchengemeinderat zum Verzicht auf Präsenzgottesdienste vom 25. Dezember bis einschließlich 17. Januar verständigt. Auf der Homepage der Gemeinde (evangelisch-winnenden.de) werden vermehrt digitale Angebote zu finden sein. Die Gottesdienste am 4. Advent in Paul-Schneider-Haus und Schlosskirche sollen stattfinden, ebenso die Freiluftgottesdienste am Heiligen Abend.

Anregungen für häusliche Feiern finden sich auf der Homepage der Landeskirche (www.elk-wue.de/leben/weihnachten-feiern-2020).

Stadtgarten: Für Heiligabend ist eine Anmeldung nötig

Am Heiligen Abend sind je drei Freiluft-Gottesdienste im Stadtgarten und an der Hungerbergschule geplant (15 Uhr, 15.45 und 16.30 Uhr). Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Anmeldung im Gemeindebüro unter Angabe von Namen und Kontaktdaten ist notwendig. Das Telefon im Gemeindebüro ist an Werktagen jeweils zwischen 8 und 12 Uhr besetzt. Auch die Anmeldung per Mail an gemeindebuero.winnenden@elkw.de ist möglich. Das Gemeindebüro bleibt aus nachvollziehbaren Gründen geschlossen, persönliche Anmeldung und Anmeldung über den Anrufbeantworter ist nicht möglich. Der Anmeldeschluss ist der 23. Dezember, 12 Uhr.

Solidarität: Was ist mit Brot für die Welt?

In der Vergangenheit konnte die evangelische Kirchengemeinde die erheblichen Opfer aus den Weihnachtsgottesdiensten an Brot für die Welt überweisen: Damit die Solidarität mit den Ärmsten der Armen auch in diesem Jahr nicht abreißt, wird um Online-Spenden an Brot für die Welt gebeten (www.brot-fuer-die-welt.de).

Breuningsweiler, Hanweiler und Schelmenholz: Anmeldung nötig

An Heiligabend finden in der evangelischen Kirchengemeinde Schelmenholz-Breuningsweiler-Hanweiler folgende Gottesdienste im Freien statt: 15.30 und 16.15 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz, um 17 Uhr auf dem Dorfplatz in Hanweiler (Silvanerstraße) und um 18.30 Uhr auf dem Dorfplatz in Breuningsweiler (Sonnenbergstraße). Sie dauern höchsten 30 Minuten. Es muss ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden, und es besteht Maskenpflicht. Wer teilnehmen möchte, muss sich anmelden von Montag bis Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Schelmenholz24 18, Schwab; in Hanweiler92 08 23 Wied, Breuningsweiler7 42 07 Herfurth, oder im Internet: https://ekschelmenholz.church-events.de.

Zu Hause: Feiervorschläge von der Kirche

Wer zu Hause den Heiligen Abend feiern möchte, der kann vor der Kirche in Breuningsweiler, vor dem Haus Wied in der Silvanerstraße. 1 und vor dem Christophorus-Haus einen Feiervorschlag „Weihnachten zu Hause feiern“ abholen. Am 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) sind in Breuningsweiler (Braungart) und in Hanweiler (Kischel) um 9 Uhr und im Christophorus-Haus (Braungart) um 10.15 Uhr Gottesdienste. Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens sollten Interessierte die jeweils geltenden Regelungen der Homepage evangelisch-winnenden.de entnehmen.

Hertmannsweiler: Intensive Debatte im Kirchengemeindertat

Die evangelischen Christen von Hertmannsweiler versammeln sich nicht mehr zu Gottesdiensten, weder im Freien noch in der Kirche. Der Kirchengemeinderat hat nach einer einstündigen, ernsthaften und intensiven Debatte einstimmig beschlossen, im Lockdown keine sogenannten Präsenzgottesdienste zu feiern. Zur Entscheidung beigetragen hat der eindringliche Appell eines Gemeindeglieds, das im Gesundheitswesen nahezu täglich mit Covid-19-Patienten konfrontiert wird.

In einer Erklärung der Kirchengemeinde heißt es: „Wir wollen solidarisch sein mit allen Menschen im Ort, die alles tun, um Infektionen zu vermeiden, auch und gerade um der schwachen Glieder der Gemeinde willen. Wir wollen solidarisch sein mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen, vor allem auf den Intensivstationen und in der Notfallmedizin - und nicht zuletzt mit deren Patienten heute und mit den Patienten, die in dieser Zeit noch dringend eine medizinische Notversorgung brauchen werden. Wir wollen, wenn wir in größerer Ansammlung feiern, dies frei und mit gutem Gewissen tun und ohne die Sorge,“

Die Gemeinde möchte, dass alle gleichzeitig Gottesdienst feiern, aber jeder bei sich zu Hause. Die Gottesdienste werden zur Gottesdienstzeit eingeläutet.

Sternsinger: Wie kriegt man jetzt den Haussegen?

Die Sternsinger kommen im Januar 2021 nicht in die Häuser. Der Lockdown verhindert die Aktion. Wie kriegt man dann den Haussegen CMB 2021 über die Tür? Dieser Segen kommt mittels einer Segenstüte, die am 2. Januar gesegnet wird und in den darauffolgenden Gottesdiensten mitgenommen werden kann, zu den Fans der Sternsinger.

In der Segenstüte befindet sich: ein Segensstreifen, den jeder selbst über seiner Tür anbringen kann, die Segenskarte, die über das diesjährige Projekt informiert, und die Kontodaten der Sternsinger, wo Interessierte ihre diesjährige Sternsingerspende hin überweisen können.

Das diesjährige Motto der Sternsingeraktion heißt „Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit“. Viele Kinder vermissen in der Ukraine ihre Eltern, die monatelang von der Familie getrennt im Ausland Geld für den Lebensunterhalt verdienen müssen. Die Kinder leben in der Zwischenzeit bei den Großeltern oder Verwandten. Geborgenheit, Halt, Förderung und Verständnis für ihre schwere Situation erhalten diese Kinder darüber hinaus in Einrichtungen, die von Sternsingerspenden finanziert werden oder noch eingerichtet werden sollen.

In dem Film „Willi in der Ukraine“ zeigt Reporter Willi Weitzel, der für die Sternsinger in der Ukraine unterwegs war, wie wichtig die Hilfseinrichtungen sind: https://youtu.be/PiurahjHiYg

Nach wie vor werden frühere Projekte weltweit gefördert, wie Therapieeinrichtungen für behinderte Kinder in Peru oder für kriegstraumatisierte Kinder im Libanon. Mit den Spenden aus der Sternsingeraktion haben Kinder in vielen Ländern der Erde eine Chance auf Bildung und auf ein menschenwürdiges Leben.

Volksmission: Gottesdienste um 14, 16 und 17 Uhr mit Anmeldung

Die Volksmission in Winnenden möchte an Heiligabend kompakte „Wohnzimmer-Gottesdienste“ und „spektakuläre Show-Events“ – Live vor Ort und online zuhause – feiern. Neben einem Familiengottesdienst um 14 Uhr und Festgottesdiensten um 16 und 17 Uhr, die unter erprobten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen und aktuell besonderer Auflagen stattfinden (und per Livestream auch zuhause erlebt werden können) wirbt die Gemeinde besonders für das deutschlandweite TV- und Online-Event „Weihnachten neu erleben“: Hunderte ehrenamtliche Mitarbeiter, Schauspieler, Akrobaten sowie Band- und Chormitglieder singen, tanzen und spielen die Weihnachtsgeschichte. Das Ereignis mit Aufnahmen aus ganz Deutschland wird am 24. Dezember um 21 Uhr auf Bibel TV und YouTube ausgestrahlt. Mehr Informationen und die Anmeldung zu den Vomi-Heiligabend-Gottesdiensten und zu „Weihnachten neu erleben“ sind auf www.vomi.de/weihnachten zu finden.

Die Pandemie macht in den Kirchengemeinden Eingriffe in teilweise jahrzehntelange Traditionen nötig. Die ersten evangelischen Kirchengemeinden sagen ihre Freiluft-Gottesdienste ganz ab. Hierzu hat uns eine bewegende Nachricht aus Hertmannsweiler erreicht. Die von unserer Zeitung vor wenigen Tagen angekündigten Weihnachtsgottesdienste der Stadtkirchengemeinde finden zwar statt, aber die Teilnehmerzahl ist mittlerweile streng begrenzt und durch Anmeldung geregelt. Bei den Katholiken sind die

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