Winnenden

Die Stadt Winnenden bleibt auch im Jahr 2020 schuldenfrei

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Symbolfoto. © Gabriel Habermann

Die Finanzlage der Stadt hat sich überraschend zum Besseren gewendet. Stellte sie sich im Juni noch absolut düster dar mit einem historischen Negativergebnis in Höhe von minus 18,8 Millionen Euro, so liegt das Ergebnis nun wieder bei den erwarteten minus 6,5 Millionen Euro, mit denen die Stadt schon vor der Pandemie wusste: Damit müssen und damit können wir umgehen.

Allerdings hatte die Leiterin der Finanzverwaltung, Martina Schrag, damals vermutet, dass die Stadt sich dafür aus ihrer gut gefüllten Rücklage bedienen und nach vielen Jahren der Nullverschuldung wieder Kredite in Höhe von 9,1 Millionen Euro aufnehmen müsse. Beides hat sich nun beim dritten Finanzzwischenbericht in Wohlgefallen aufgelöst. Bei den Eigenmitteln bleiben noch 5,8 Millionen Euro auf der hohen Kante, und die Verschuldung bleibt bei Null. Nur ein Tilgungs-Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau sorgt für eine kleine Verschuldung in Höhe von 37 000 Euro am Ende des Jahres, für die Dachsanierung am Kinderhaus Hanweiler. „Es wird aber schon Ende 2020 wieder abgelöst“, sagte Schrag, „wir sind also nur einen Wimpernschlag lang verschuldet dieses Jahr.“

Sehr hilfreich war, dass sich seit dem Sommer die Gewerbesteuereinnahmen erholt haben. Nicht ganz aufs erwartete Niveau von 20 Millionen, aber doch auf stolze 17,5 Millionen Euro. Dessen ungeachtet erhält Winnenden fünf Millionen Euro Coronasoforthilfe vom Bund, das Geld ist bereits eingegangen.

Als „gutes Zeichen“ wertet die Finanzchefin 480 000 Euro Umlagezahlung an den Landkreis, „das ist weniger als gedacht“.

Verzichten muss die Stadt auf zwei Millionen Euro bei der Einkommensteuerzuweisung und auf 52 000 Euro vom Land. Das liegt an den nun feststehenden Schülerzahlen, es sind weniger als von der Kämmerei hochgerechnet. Die Folge: „Die Schulbudgets werden entsprechend gekürzt.“ Auf Gebühreneinnahmen im Kinderbetreuungsbereich verzichtet sie auf Beschluss des Gemeinderats bewusst, weil Einrichtungen im Frühjahr schließen mussten. Schrag sagte dennoch: „Es ist ein guter Finanzbericht in dieser Pandemie.“ Die verhandelten Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst haben für sie ihren Schrecken verloren: „Wir schaffen das, diese noch an die Beschäftigten auszuzahlen.“

Die Finanzlage der Stadt hat sich überraschend zum Besseren gewendet. Stellte sie sich im Juni noch absolut düster dar mit einem historischen Negativergebnis in Höhe von minus 18,8 Millionen Euro, so liegt das Ergebnis nun wieder bei den erwarteten minus 6,5 Millionen Euro, mit denen die Stadt schon vor der Pandemie wusste: Damit müssen und damit können wir umgehen.

Allerdings hatte die Leiterin der Finanzverwaltung, Martina Schrag, damals vermutet, dass die Stadt sich dafür aus ihrer

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