Winnenden

Drei Großbaustellen im Sommer: Droht Winnenden ein Verkehrschaos?

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Die Waiblinger Straße soll den Charakter einer Bundesstraße verlieren. Im Sommer beginnen die Bauarbeiten auf Höhe des Rewe-Marktes. © Gaby Schneider

Zwei  Großbaustellen im Stadtzentrum: Der Busbahnhof wird barrierefrei umgebaut, die Waiblinger Straße soll den Charakter einer Bundesstraße verlieren. Das kostet Geld, Zeit und Autofahrer wohl einige Nerven. Dazu kommt eine Sanierung auf der B 14.

Die erste Baustelle soll Ende Mai starten: der Omnibusbahnhof. In der Gemeinderatssitzung im April vergeben die Räte Tiefbauarbeiten. „Je nachdem, wann die Firma dann starten kann, geht es los. Möglicherweise wird es auch Juni“, sagt Peter Bulling, Leiter des Sachgebiets Tief- und Straßenbau. Fertig werden soll der Bahnhof im November.

Der Verkehr von der Leutenbacher Straße in Richtung Bahnhof soll dauerhaft aufrechterhalten bleiben. In der Karl-Krämer- und der Bahnhofstraße werden voraussichtlich Ersatzhaltestellen eingerichtet. Die Stadtverwaltung steht im engen Austausch mit den Busunternehmern, um den Verkehr möglichst reibungslos fließen zu lassen.

Pflasteruntergrund stark in Mitleidenschaft gezogen

„Der Einstieg für gehbehinderte Menschen soll erleichtert werden. Außerdem installieren wir Leitelemente für sehbehinderte Menschen“, erzählt Bulling.

Der Pflasteruntergrund des Omnibusbahnhofs sei zudem stark in Mitleidenschaft gezogen. „Hier wollen wir mit bewährtem Beton statt der Pflastersteine, die deutlich sanierungsanfälliger sind, arbeiten.“ Für die Busfahrer soll die Anfahrbarkeit der Haltestellen verbessert werden und eine neue Toilettenanlage ist geplant.

In der Karl-Krämer-Straße stehen Asphaltarbeiten an, die Einfahrt aus der Bahnhofstraße wird zeitweise nicht mehr möglich sein. Im Haushalt sind für die Maßnahmen 1,3 Millionen Euro veranschlagt. „In dieser Größenordnung werden wir uns schlussendlich auch bewegen“, sagt Bulling.

Etwa sechs Wochen nach Beginn der Baustelle am Busbahnhof steht (Ende Juni/Anfang Juli) das nächste Großprojekt an: Die Waiblinger Straße soll beruhigt werden. „Man kann sagen, dass der Charakter einer Bundesstraße in den einer Stadtstraße umgewandelt werden soll“, erklärt Bulling. Gehwege werden breiter, Grünflächen mit zahlreichen Bäumen sollen entstehen. Aus Waiblingen kommend sind außerdem zwei Blitzersäulen zur Verkehrsüberwachung geplant.

Die Baustelle ist in mehrere Abschnitte geteilt. Gestartet wird von Höhe Rewe-Markt bis zu Lidl. Bis alles fertig ist, vergehen laut Plan zweieinhalb Jahre.

Während der Bauarbeiten soll jeweils eine Spur pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. „Wir wollen in jedem Fall die Sommerferien mitnehmen und hoffen, dass das zeitlich hinhaut“, sagt Bulling.

RP: „Der überörtliche Verkehr auf der B 14 wird nicht durch Winnenden umgeleitet“

Das Regierungspräsidium (RP) in Stuttgart will ebenfalls in den Sommerferien den Streckenabschnitt der B 14 zwischen dem Tunnel Leutenbach und der Anschlussstelle Nellmersbach sanieren lassen.

Auf Nachfrage zu möglichen Umleitungen heißt es aus der dortigen Pressestelle: „Für die Maßnahme werden je Fahrtrichtung eine Richtungsfahrbahn und die dazu gehörigen Rampen der Anschlussstelle Nellmersbach voll gesperrt. Der Verkehr wird im Gegenverkehr auf der anderen Richtungsfahrbahn geführt. Je Fahrtrichtung steht dann nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Es wird aber zu keiner Vollsperrung der B 14 in einer Fahrtrichtung kommen. Der überörtliche Verkehr auf der B 14 wird nicht durch Winnenden umgeleitet.“

OB Holzwarth froh darüber, dass Arbeiten in den Ferien vorgesehen sind

Sehr wohl werden allerdings diejenigen umgeleitet, die während der Sperrung der Anschlussrampen an der Anschlussstelle Nellmersbach auf die Bundesstraße fahren/abfahren wollen. Die Experten rechnen mit einer Bauzeit von drei Wochen.

In der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses erklärte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, dass er froh darüber ist, dass die Bauarbeiten unter anderem für die Ferien vorgesehen sind. „Aber klar ist, dass verkehrlich etwas auf uns zukommt. Gerade zur Rushhour.“

Das Umleiten im Gegenverkehr auf der B 14 werde dafür sorgen, dass der Schwerverkehr nicht über Winnenden umfährt.

Zwei  Großbaustellen im Stadtzentrum: Der Busbahnhof wird barrierefrei umgebaut, die Waiblinger Straße soll den Charakter einer Bundesstraße verlieren. Das kostet Geld, Zeit und Autofahrer wohl einige Nerven. Dazu kommt eine Sanierung auf der B 14.

Die erste Baustelle soll Ende Mai starten: der Omnibusbahnhof. In der Gemeinderatssitzung im April vergeben die Räte Tiefbauarbeiten. „Je nachdem, wann die Firma dann starten kann, geht es los. Möglicherweise wird es auch Juni“, sagt Peter

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