Winnenden

Ein Film als Hommage an Winnenden

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Rolf Weber als Vermittler und Hans-Martin Fischer als Filmprofi haben den neuesten Winnenden-Film gemacht. © Schmitzer/ZVW
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Filmszenen: Leonie im Weinberg ...
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.... Gymnastik der Kärcher-Mitarbeiter ...
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... Bewegungslandschaft im Sportpark ...
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... Gabelstapler bei Sportgeräte Benz ...
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... Unterricht in der Pflegeschule ...
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... Leonie im Wunnebad.

Winnenden. Hans-Martin Fischer, Winnender mit Leib und Seele und professioneller Filmemacher, hat eine Hommage an seine Heimatstadt gefilmt. Demnächst macht er den Film öffentlich. Der Zeitung gewährte er eine Vorab-Schau.

Video: Trailer des Films.

Thema dieses Films ist die Gesundheitsstadt

Fischer sucht das Besondere an seiner Stadt. Das, was andere Städte nicht haben. Möchte man dieses Unverwechselbare auf einen einzigen Begriff bringen, dann ist es die „Gesundheitsstadt“. Davon reden Gemeinderäte, Stadtoberhäupter und Stadtmarketingleute, seitdem klar ist, dass Winnenden Sitz des Kreisklinikums wird. Auch Rolf Weber, der seit Jahren ehrenamtlich sein Scherflein zum Stadtmarketing beiträgt mit der Musik am Marktbrunnen, treibt das Thema Gesundheitsstadt voran mit einem Gesundheitsnetzwerk WN. Mit ihm tat sich Fischer zusammen. Weber brachte Ideen ein. Fischer brachte sein unerschöpfliches Winnenden-Wissen und seine vielen persönlichen Bekanntschaften mit. Weber schaute nach Sponsoren. Fischer suchte nach Geschichten und nach Menschen, die die Geschichten erzählen können.

Die beiden hatten Mitte des letzten Jahres schon so viele Ideen zusammen, dass sie auf manche verzichten mussten. Konsequent schoben sie vorerst alles beiseite, was andere Städte auch haben. Sie hatten dann ein Winnenden-Konzentrat zusammen, das immer noch reichhaltig ist: Das Rems-Murr-Klinikum natürlich, das Zentrum für Psychiatrie, die Paulinenpflege – die bilden zusammen sozusagen den Kern der Gesundheitsstadt.

Das Winnender Mädle spricht die Rahmenerzählung

Erzählen könnten viele von diesen Einrichtungen. Aber im Film spricht das Winnender Mädle Leonie König mit ihrem flockigen Charme den Erzählrahmen. Eine professionelle Sprecherin und ein Sprecher geben aus dem Off die harten Fakten dazu durch.

Ein Film braucht viele kleine Geschichten, um gut zu sein. Hans-Martin Fischer findet sie. Er filmte den früheren Arzt Klaus-Jürgen Schlüter, wie er seine gehör-beeinträchtigten Freunde in der Blauen Arche der Paulinenpflege besucht. In der Kreissparkasse pickte er eine Szene raus, wie ein Gehörloser von einer Bankkauffrau in Gebärdensprache angesprochen wird. Gymnastik im Park des ZfP und Szenen aus dem Kreisklinikum werden gezeigt.

Die Geschichte der Notrufsäule beginnt in Winnenden

Aber Winnenden hat noch mehr zum Thema Gesundheit. Von der Björn-Steiger-Stiftung erzählt Leonie: „Die Geschichte der Notrufsäule hat ihren Ursprung in Winnenden.“ Und weiter: der Sportpark der SV, die Turngerätefirma Benz mit ihren 170 Mitarbeitern, die Tagespflege von Haus Elim im historischen alten Krankenhaus, der Verein Anamed, der Biobäcker Weber, das Wunnebad mit Babyschwimmen und Gymnastik. Und Kärcher? Aber sicher: Im Grunde ist Kärcher eine Gesundheitsfirma, weil sie für Hygiene sorgt mit vielen ihrer Geräte. Kärcher kommt groß vor im Film, aber weniger mit seinen Produkten, vielmehr mit seinem Gesundheitsprogramm für die Kärcher-Mitarbeiter.

Der Wochenmarkt – ein Winnender Wohlfühlfaktor

Der Film zeigt die schönsten Perspektiven der Stadt, die ein Bilderprofi mit Heimvorteil finden kann, und er zeigt natürlich auch Beispiele für schönes Wohnen in Winnenden. Ja, aber: Was hat das jetzt mit Gesundheitsstadt zu tun? Entspannung, Balance, Ausgeglichensein stellen sich ein in einer Wohnung in einer schönen Umgebung. Könnte man sagen. Und, eine Tatsache: Es gibt Leute, die ziehen nach Winnenden, weil sie für ein Familienmitglied eine gute ärztliche Versorgung brauchen. Im Übrigen trägt eine stressfreie, fußfreundliche Fußgängerzone mit einem bunten Wochenmarkt auch zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Insgesamt ist dieser ausschließlich von Sponsoren und vom Idealismus der Macher finanzierte Film ein prächtiges Stadtporträt, das in den nächsten Jahren wohl kaum übertroffen werden kann.

Der Film

Seine Premiere hat der Film „Miteinander.leben – in der Gesundheitsstadt Winnenden“ beim Neujahrsempfang der Stadt, der am Samstag, 13. Januar, um 19 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle beginnt.

Der Winnender Fotograf und Filmemacher Hans-Martin Fischer hat ihn in 40 Einzeldrehs à 1 bis 5 Stunden gedreht, hat das Konzept und den Produktionsplan geschrieben.

Geholfen haben ihm befreundete Techniker, eine Kamerafrau, Sprecher und alle, die selbst im Film auftreten oder angesprochen werden. Und natürlich Rolf Weber mit dem Netzwerk Gesundheit WN.

„Der Film hat mir eine Eselsgeduld abverlangt“, sagt Fischer, weil er viel Überzeugungsarbeit leisten musste, viele Institutionen erst für den Film gewinnen musste. Dazwischen hatte er aber auch richtig Glück mit Leuten, die er oder Weber schon lange kennen: Da ging’s ganz schnell.

Hans-Martin Fischer, Jahrgang 1965, ist in Winnenden aufgewachsen, hat in Backnang Abitur gemacht. Er ist gelernter Bankkaufmann und Diplommedieningenieur. Fünf Jahre lang war er Geschäftsführer des Regionalsenders L-TV. Noch länger produziert und dreht er journalistische Videos, Städteporträts und mehr.

Interessante Daten aus dem Film: 2200 Mitarbeiter hat das Rems-Murr-Klinikum. Es behandelte 2016 rund 47 000 Patienten und hat 900 Betten. Zentrum für Psychiatrie: rund 1000 Mitarbeiter, 591 Betten, 24 000 Patienten; Paulinenpflege: 1484 Mitarbeiter, etwa 3700 Klienten.