Winnenden

Ein Kunstobjekt für jedermann

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Ein Riesenspaß: Jeder Tastendruck erzeugt einen Wasserstrahl. © Büttner / ZVW
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Rainer Wind steuert die Fontäne.

Winnenden. Menschen bleiben am Kronenplatz stehen und zücken ihre Smartphones. Fotos werden geschossen. Der Künstler Niklas Roy schafft in Zusammenarbeit mit der Vereinigung „KulturRegion Stuttgart“ und dem Unternehmen Kärcher am Kronenplatz ein einzigartiges Kunstwerk.

Entsteht hier ein Sandkasten? Ein Frühbeet oder ein Kaninchenstall? Solche Fragen richten Passanten an den Künstler, der seit 9. September die Technik für seine Kunst aufbaut. Niklas Roy ist ein international renommierter Künstler und für den Bau am Kronenplatz maßgeblich verantwortlich. Den ganzen Tag über ist er am Ort anzutreffen.

Unterstützung von der Firma Kärcher

Mit einem Funkeln in den Augen erzählt der 44 Jahre alte Künstler: „Wir haben hier gemeinsam mit Kärcher ein einzigartiges Kunstwerk erschaffen. Die Wasserorgel von Winnenden.“ Unterstützung beim Bau erhielt Roy von insgesamt zwölf Auszubildenden der Firma Kärcher.

Was kompliziert ausschaut und im ersten Moment auch danach klingt, ist bei genauerer Betrachtung relativ simpel. Eine aus einem 3-D-Drucker geschaffene Klaviertastatur ist mit einem Synthesizer verbunden.

Dieser steuert acht ummontierte Hochdruckreiniger an, welche zu den Klängen der Tastatur passende Wasserfontänen abschießen. Wenn es dunkel wird, wird das ganze Schauspiel noch durch passende Lichteffekte untermalt, welche aus den ebenfalls installierten Scheinwerfern stammen.

Niklas Roy: „Jeder darf auf der Orgel spielen“

Gespielt werden kann die Wasserorgel täglich zwischen 7.30 Uhr und 21.30 Uhr. Das Besondere daran: Jeder darf auf der Orgel spielen. Das ist es auch, was Niklas Roy so sehr an seinem Kunstobjekt fasziniert. „Mit der Orgel hier am Kronenplatz wird jedermann angesprochen. Das ist der große Unterschied zu Museen, in welchen hauptsächlich kunstinteressierte Menschen zu finden sind.“

Auch das Unternehmen Kärcher zeigt sich von der Wasserorgel beeindruckt. „Wir wollten das Logo unseres Unternehmens nicht auf ein beliebiges Kunstwerk kleben, mit welchem wir uns nicht identifizieren können.

Deshalb waren wir nach der Anfrage von Bürgermeister Sailer anfangs etwas skeptisch. Als wir dann allerdings Niklas Roy kennenlernen durften, war die anfängliche Skepsis sofort verflogen“, erklärt der Pressesprecher und Verantwortliche für kulturelles Sponsoring, Frank Schad.

28 Unternehmen beteiligen sich am Projekt „Drehmomente“

Mit der Wasserorgel in Winnenden beteiligt sich Kärcher als eines von 28 weiteren Unternehmen am Projekt „Drehmomente“, welches von der Institution „KulturRegion Stuttgart“ ins Leben gerufen wurde. In der ganzen Region sind ab dem 4. Oktober im Rahmen von „Drehmomente“ Kunstwerke zu bestaunen.


Eröffnung am Freitag

Die „Wasserorgel von Winnenden“ wird am Freitag, 5. Oktober, um 17 Uhr auf dem Kronenplatz eröffnet.

Anschließend ist die „Wasserorgel“ bis 28. Oktober täglich von 7.30 bis 21.30 Uhr bespielbar.

In der Kulturregion Stuttgart, einschließlich zwei Ausreißern nach Schwäbisch Hall und Bad Urach, gehören 27 Stationen zum „Drehmoment“-Produktionskunst-Festival. Vier Bustouren verbinden die Stationen, zu denen man sich unter www.kulturregion-stuttgart.de oder ) 07 11/22 12 16 anmelden kann.

Musikalisch begleitet wird die Eröffnung der Wasserorgel von der Harmonika-Klasse der Kastengrundschule unter der Leitung von Rainer Wind.

Ab Freitag gibt es im benachbarten Imbiss von Dimitrakudi Aphrodite außerdem mit den „Pommes Wasserorgel“ rechtzeitig das passende Gericht zum Kunstwerk.