Winnenden

Ein neuer Treff für alle Bürger

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Bringen den monatlichen Bürgertreff auf den Weg (von links, hinten): Heinz Dengler vom Seniorenrat, Gudrun Obleser vom Förderverein Alte Kelter, Franz Rukatukl (Seniorenrat), Rainer Woitke (Stadt). Federführend zuständig sein wird die vielseitig engagierte Angelika Bochnig (vorne). © Schneider / ZVW

Winnenden. Ein neuer Bürgertreff geht in drei Wochen an den Start. Zwar beginnt er mittwochs um 14 Uhr, richtet sich aber ausdrücklich auch an jüngeres Publikum, verschiedene Nationalitäten, Kulturen, Religionen. Schließlich laufen allein die vier nicht-kirchlichen Seniorentreffs in den Teilorten schon lange erfolgreich, der Bedarf bei den älteren Mitbürgern müsste gedeckt sein.

Mit dem neuen Angebot sollen das Kennenlernen und der Austausch zwischen Jung und Alt, Inländer und Ausländer, Kirch- oder Moscheegänger und Atheist gefördert werden. So etwas gibt es bisher in der Stadt am ehesten im Höfener Kelterstüble des Vereins Weltenbummler, aber räumlich arg begrenzt. In Birkmannsweiler hätten einige Leute den Treff gern am neuen Dorfplatz gehabt, doch die neuen Häuser werden komplett auf dem freien Markt vermietet.

Die Alte Kelter liegt zentral und bietet 100 Leuten Platz

Mit dem Saal der Alten Kelter ist zunächst ein weltanschaulich neutraler Raum gefunden worden, der 100 Menschen Platz bietet. Die Bushaltestelle ist vor dem Haus, das zentral liegt und einen barrierefreien Zugang samt Behinderten-WC (und Wickeltisch) bietet. Im Saal ist eine Theke mit Küchenzeile.

Seit sechs Jahren wünscht der Seniorenrat eine Begegnungsstätte für alle, nun ist die Stadt eingestiegen, hat finanzielle Unterstützung für ein Jahr zugesagt. Sie zahlt die erforderlichen Nebenkosten an den Förderverein Alte Kelter und eine Aufwandsentschädigung für Angelika Bochnig, bei der die Fäden zusammenlaufen. Auf ihren ersten Helferaufruf hin meldeten sich 16 Personen, die zum Beispiel Aufbau und Ausschank übernehmen. „Mir schwebt vor, dass jedes Mal eine andere Schulklasse, Kindergarten- oder Vereinsgruppe den Kuchen backt und für ihre Kasse die Einnahmen aus dem Verkauf erhält“, erläutert Bochnig. Zum Konzept, das der Seniorenrat entwickelt hat, gehören außerdem jeden Monat ein anderes Thema, Musik - und nach einer Stunde noch ausreichend Zeit für persönliche Gespräche. „Wir werden Zettel auslegen und Wunschthemen abfragen“, sagt Bochnig, außerdem hat sie, die seit vier Jahren das Programm für den Adventskalender zusammenstellt, viele eigene Ideen. „Es können auch mal Behinderte das Programm gestalten, der Bürgertreff ist außerdem eine Gelegenheit für Musik- und Tanzauftritte von Jugendlichen.“ Wenn die Osterferien vorbei sind, wird sie die neue Einrichtung im Gesamtelternbeirat vorstellen.

Wenn alles ins Rollen gekommen ist, hoffen die Verantwortlichen, dass der Bürgertreff ein Selbstläufer wird, vielleicht sogar zweimal im Monat oder vormittags stattfindet. Es liegt jetzt an den Gästen, zumal den jüngeren. Die älteren sorgen schon selbst für Begegnung. Seniorentreff Nummer fünf in der Stadt, für Schelmenholz und Hanweiler, ist im November mit 130 Interessierten und sieben Helfern fulminant gestartet.

Beiträge erwünscht

Der erste Bürgertreff findet am Mittwoch, 20. April, von 14 bis 16.30 Uhr in der Alten Kelter statt. Programm: „Bewegung mit den fünf Esslingern“, Flötenmusik von der Jugendmusikschule, Kaffee/Tee und Kuchen.

Wer zum Programm an folgenden monatlichen Bürgertreffs beitragen, helfen oder Kuchen backen will, melde sich unter angelika.bochnig@gmx.de oder unter Tel. 0 71 95/5 89 11 11.