Winnenden

Ein neues Backhäusle für Birkmannsweiler soll an der Buchenbachhalle entstehen

Backhäusle
Hoffen auf Unterstützung für ihren Plan, bei der Buchenbachhalle in Birkmannsweiler ein neues Backhäusle zu errichten: Alex Windeisen, Marc Heidenwag, Ursel Kögel, Timo Geiger, Hans Wöhr und Rudi Bauer von der Kultur- und Heimatvereinigung. © Gabriel Habermann

Bei der Buchenbachhalle in Birkmannsweiler, dort, wo aktuell noch Altglas- und Papiercontainer stehen, soll nächstes Jahr ein neues Backhäusle errichtet werden. Das alte auf dem Dorfplatz ist schließlich 2010 im Zuge der Ortskernsanierung abgerissen worden. Unserer Redaktion hat die Kultur- und Heimatvereinigung ihre Pläne für den Neubau vorgestellt. Das Backhäusle soll ein Treffpunkt für alle Bürger werden und die Backtradition im Ort erhalten.

Diese Tradition reicht weit zurück. Gebacken wird in Birkmannsweiler seit 1832, wissen die Ehrenamtlichen von der „K&H“. Wer allerdings glaubt, die Gruppe möchte an der Jahnstraße ein kastiges Steinhäusle mit Kamin errichten, sieht sich getäuscht. „Das wird ein ganz modernes Backhäusle, in Holzständerbauweise gebaut. Manche Leute werden sich bestimmt wundern, dass man ein Backhäusle so bauen kann“, freut sich Ursel Kögel.

Ein Holzbackofen, ein E-Steinbackofen

Zum Vorort-Termin haben sie und ihre Mitstreiter ein Miniatur-Modell des Gebäudes mitgebracht, das der Winnender Architekt Sebastian Rommel entworfen hat. Das längliche Haus soll eine Grundfläche von rund 60 Quadratmetern haben und parallel zur Jahnstraße errichtet werden. Im vorderen Teil, der Buchenbachhalle zugewandt, wird gebacken. „Viele Vereine feiern hier ihre Feste. Das war einer der Gründe, dass wir außer dem Holzbackofen noch einen Elektrosteinbackofen einbauen werden. Da muss man sich nicht so arg auskennen – in denen kann man auch Salzkuchen oder Brot backen“, erklärt Ursel Kögel.

Im hinteren Bereich können Brote, Kuchen und Co. vorbereitet, möglicherweise Kurse abgehalten werden und mehr. In Zeiten, in denen auch junge Leute das Backen wieder neu entdecken, sind sich die Ehrenamtlichen sicher: Das Backhäusle wird gut angenommen werden.

Zwischen zwei Kindergärten und direkt an der Grundschule, neben Sportplätzen und Buchenbachhalle gelegen, halten die Verantwortlichen den Standort mittlerweile für überaus geeignet. Hier lässt sich das Haus prima in kleine und große Feiern integrieren. Auch wenn sie sich ursprünglich einen Platz mitten im Ort gewünscht hatten – wie früher eben.

„Der Abriss hat damals für viel Unmut gesorgt, auch bei Leuten, die noch nie gebacken haben“, erinnert sich Rudi Bauer, „das war der Auslöser für uns zu sagen: Wir brauchen wieder eins.“ 2010 kümmerte sich der Verein aber erst einmal um einen Brunnen für den neuen Dorfplatz. Erst 2019 begann die Planung für das neue Backhäusle.

Der Bauantrag ist noch nicht gestellt

Das dazugehörige schmale Grundstück zwischen Jahnstraße und Hartplatz gehört der Stadt. Die Pläne seien dem Oberbürgermeister und dem Ältestenrat des Gemeinderats vorgestellt worden, berichtet Timo Geiger, und auf deren Unterstützung gestoßen. Ein Bauantrag ist allerdings noch nicht gestellt. Entsprechend steht auch die Genehmigung der Stadt noch aus. Die Ehrenamtlichen steigen jetzt trotzdem in die Öffentlichkeitsarbeit ein. Unter anderem präsentieren sie die Pläne bei der Backhäusle-Tour am 25. Juni. Schließlich sind sie auf Unterstützung angewiesen: Das Projekt wird ganz sicher einen sechsstelligen Betrag kosten.

Timo Geiger sagt: „Der Zeitplan ist, dass wir dieses Jahr den Bauantrag noch stellen, mit der Spendensammlung anfangen und nächstes Jahr bauen werden.“ Neben einer Vereinsförderung durch die Stadt kalkulieren die Ehrenamtlichen mit dem Vereinsvermögen, Privatspenden und der Unterstützung durch Firmen im Ort. „Das war bisher bei jedem Bauwerk so hier in Birkmannsweiler, dass man sich auf die verlassen konnte“, ist Rudi Bauer zuversichtlich.

In den 90er Jahren gegründet, als eine Aussegnungshalle fehlte

Die Kultur- und Heimatvereinigung hat Erfahrung mit Bauprojekten. Die Gründung des Vereins geht auf den Bau der Aussegnungshalle in den Jahren 1996 bis 1998 zurück – diese hat damals mehrere Hunderttausend D-Mark gekostet. Neben dem Brunnen auf dem Dorfplatz geht auch der Anbau an die Buchenbachhalle auf die Ehrenamtlichen zurück. Heute fasst der Verein knapp 130 Mitglieder.

Gut möglich, dass, wenn das Backhäusle steht, ein extra Back-Verein gegründet wird. Der soll aber dann niemanden ausschließen, betont die Gruppe. „Das Backhäusle soll ein Ort im Ort für den Ort sein, wo alle eingeladen sind, mitzubacken“, sagt Timo Geiger.

Info

Wer die Ehrenamtlichen unterstützen möchte, kann sich an backhaeusle@birkmannsweiler.de wenden oder an 0 71 95/58 62 87.

Bei der Buchenbachhalle in Birkmannsweiler, dort, wo aktuell noch Altglas- und Papiercontainer stehen, soll nächstes Jahr ein neues Backhäusle errichtet werden. Das alte auf dem Dorfplatz ist schließlich 2010 im Zuge der Ortskernsanierung abgerissen worden. Unserer Redaktion hat die Kultur- und Heimatvereinigung ihre Pläne für den Neubau vorgestellt. Das Backhäusle soll ein Treffpunkt für alle Bürger werden und die Backtradition im Ort erhalten.

Diese Tradition reicht weit zurück.

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