Winnenden

Ein Paradies zum Austoben bei der SV Winnenden

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Die Bewegungslandschaft animiert die Drei- bis Sechsjährigen im Sportcamp der SV, mit selbst erfundenen Übungen Spaß zu haben. © Ramona Adolf
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Dagmar Heyden assistiert an der Slackline. © Ramona Adolf
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Dieser Wagen fährt nur mit Muskelkraft. © Ramona Adolf
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Auch Teamwork ist im Sportcamp gefragt. © Ramona Adolf
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Die Alfred-Kärcher-Halle steht Kopf - zumindest für diesen jungen Mann. © Ramona Adolf

Winnenden. Lukas und Amelie rennen zum Stufenbarren und krabbeln über die darangelehnten Bänke auf die Holmen. Der Junge hält sich mühelos, zwischen die Holme gestemmt, Amelie springt zur nächsten Station und schwingt wie Tarzan am Seil. Bei der Ferienbetreuung der SV Winnenden stehen Sport und sportliches Spiel im Mittelpunkt.

Das Hauptquartier des Sport- und Spaßcamps ist die Alfred-Kärcher-Halle in der Nähe des Wunnebads. Die SV Winnenden bietet hier eine intensive Ferienbetreuung für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren an, meist sind sie altersgerecht aufgeteilt in zwei Gruppen. Von 7 bis 18 Uhr können Eltern, die arbeiten müssen, ihre Kids in Obhut geben, die neun ehrenamtlichen Betreuer sorgen für ein abwechslungsreiches Programm drinnen und draußen und natürlich für die Mahlzeiten. Das Mittagessen kocht allerdings die Kärcher-Kantine.

Nicht alle Kinder sind aus Winnenden, weil ihre Eltern bei einem Betrieb arbeiten, der mit der SV Winnenden kooperiert, aber woanders wohnen. Manche Kinder werden sogar auf Firmenkosten hergefahren und sind dann schon bis zu einer Stunde länger auf den Beinen als die anderen. Klar, dass so ein kleiner Stöpsel unter sechs Jahren nach dem Mittagessen seine Ruhephase braucht und auch zwischendrin mal eine kurze Auszeit, wie am Montag die dreijährige Emilia. Sie trinkt Apfelschorle und nimmt die Hand von Betreuerin Dagmar Heyden, beide schauen eine Weile den anderen Kindern zu, wie sie über Bänke auf Kästen und Pferde klettern, herunterspringen, auf dem Trampolin hüpfen oder auf Seilschlaufen schaukeln. Aus einem Mattenwagen und einem Seil hat Maike Bauer, Leiterin der Kindersportschule (Kiss) und Erschafferin des Austob-Paradieses, einen Waggon gemacht, die Fahrgäste können sich selbst von A nach B ziehen. Emilia ist wieder fit und rennt zur nächsten Bank.

Teilnehmer lernen spielerisch verschiedene Sportarten kennen

„Manche der Jüngeren sind noch nicht sauber“, spricht Dagmar Heyden von einer „besonderen Herausforderung“ für die Betreuer. Viele haben Semesterferien, manche nehmen Urlaub, nicht alle sind von der SV, sondern auch von Nachbarvereinen. Für ein Anerkennungshonorar arbeiten sie täglich bis zu elf Stunden in der Halle.

Im anderen Hallenteil machen derweil die älteren Kinder mit farbigen Hütchen Spiele, die den Grips fordern und einen schon mal außer Atem bringen können. Betreuerin Theresia Pollak, im normalen Leben Bufdi der SV und Schwimmtrainerin, ist die ganzen fünf Wochen dabei und leitet das Spiel an. „Wir machen jede Woche etwas anderes, sonst wird’s auch für uns langweilig“, sagt sie lachend.

Geländespiele und Ausflüge gehören jede Woche zum Programm, aber auch Basteln und T-Shirt-Bemalen. Ins Freibad gehen wäre zu gefährlich, „aber bei Hitze spielen wir halt mal draußen Faul-Ei mit Wasserbomben“, sagt Dagmar Heyden.

Auch die in der SV vertretenen Sportarten können die Kinder im Camp kennenlernen. Für Fallübungen gehen sie rüber ins Dojo der Judoka, in die Kärcher-Halle kommen Handballer, Leichtathleten, Tischtennis- und Fußballspieler und führen die Kinder spielerisch an ihren Sport heran. „Nächste Woche ist Pause, aber in den letzten zwei Ferienwochen ist Mona Sing dabei und macht mit den Kindern Inline-Training“, freut sich Dagmar Heyden über das Engagement der Leistungssportlerin.

Ab 29. August sind noch Plätze frei

Die Sportvereinigung Winnenden begann die bewegungsbetonte Ferienbetreuung mit drei Tagen in der Woche, seit der Kooperation mit der Firma Kärcher dehnte sich das Angebot auf zwei ganze Wochen aus und ist mittlerweile bei fünf Wochen angelangt.

Auch die Firma Harro Höfliger Backnang, das Zentrum für Psychiatrie und das Rems-Murr-Klinikum Winnenden geben ihren Mitarbeitern einen Zuschuss für die Ferienbetreuung. „Es kann aber auch jeder andere sein Kind bei uns anmelden. In den letzten zwei Ferienwochen sind noch Plätze frei“, sagt Dagmar Heyden.

Kontakt nimmt man per E-Mail auf, in den Ferien ist die Geschäftsstelle des Vereins selten geöffnet, Mails werden aber bearbeitet: info@sv-winnenden.de.