Winnenden

Einsatzkräfte beim Citytreff angegangen

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Symbolfoto. © Gabriel Habermann

Winnenden. Gaffer und herumstehende Festbesucher störten Einsatzkräfte des DRK Winnenden und der Malteser bei der Versorgung von Patienten.

Wie das DRK in einer Pressemitteilung berichtet, handelte es sich um einen Patienten, der aufgrund seiner starken Schmerzen zunächst nicht vom Einsatzort unweit des Kronenplatzes bewegt werden konnte, sondern die Sanitäter für die Weiterversorgung den Rettungsdienst und den Notarzt hinzurufen mussten. Dabei wurden die Einsatzkräfte verbal massiv angegangen, teilt Raphael Rojas mit.

Gleiches galt dem Notarzt und dem Rettungsdienst, die kurze Zeit später eintrafen. Erst nachdem der Patient entsprechende Medikamente erhalten hatte und abtransportiert werden konnte, löste sich die Situation auf. „so etwas ist uns in dem Ausmaß beim Citytreff noch nicht begegnet“, sagte Raphael Rojas vom DRK Winnenden auf Nachfrage dieser Zeitung. Das Problem sei, erklärt er, dass man sich nicht voll und ganz auf den Patienten konzentrieren könne – in einer Situation, die ohnehin durch das Festgeschehen nicht ganz einfach ist.

Generell ist der Sanitätsdienst eng mit dem Rettungsdienst verzahnt, was der genannte Fall zeigt. Sanitäter sind innerhalb von fünf Minuten am Einsatzort, was nur mit entsprechendem Personal machbar ist, so Rojas, der beim Citytreff einer der Einsatzleiter war. Nach Möglichkeit werden die Patienten an sogenannte Übergabepunkte transportiert, dies ist im besten Fall die Sanitätswache, die seit Jahren im Albrecht-Bengel-Haus eingerichtet ist.

31 Hilfeleistungen

Insgesamt wurden die Ehrenamtlichen (das DRK Winnenden hat zum dritten Mal den Sanitätsdienst beim Citytreff in Kooperation mit den Maltesern gestemmt) zu 31 Versorgungen in rund 550 Stunden Einsatzdienst gerufen. „Diese Zahl ist deutlich unterdurchschnittlich, allerdings bei dem Wetter nicht überraschend“, so Rojas. Sieben Mal wurden Besucher an ein Krankenhaus zur Weiterbehandlung verwiesen, was ein Ausreißer nach oben war im Vergleich zu den Einsätzen in den vergangenen Jahren.

Da sich das Stadtfest von Viehmarktplatz bis zur Alfred-Kärcher-Straße erstreckt hatte, waren neben Fußstreifen auch zahlreiche Fahrzeuge im Einsatz, am Freitag- und am Samstagabend zudem zwei weitere Krankentransportwagen mit insgesamt vier Einsatzkräften.